Feierten gemeinsam Gottesdienst: Pfarrer Dr. Michael Grimm (von links), Claudia Pfannemüller, Pfarrerin Jana Koch-Zeißig und Pfarrerin Tina Oehm-Ludwig.
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Feierten gemeinsam Gottesdienst: Pfarrer Dr. Michael Grimm (von links), Claudia Pfannemüller, Pfarrerin Jana Koch-Zeißig und Pfarrerin Tina Oehm-Ludwig.

Predigt zu „Ein feste Burg ist unser Gott“

Festgottesdienst in der Christuskirche und Autogottesdienst - Gläubige feiern Reformationstag

Mit einem Festgottesdienst in der Christuskirche und einem Autogottesdienst am Messegelände in Fulda-Galerie haben Evangelische in Fulda den Reformationstag gefeiert.

Fulda - In dem gemeinsamen Gottesdienst des Kooperationsraums Gemeinsam evangelisch in Fulda und Region behandelten Pfarrerin Jana Koch-Zeißig von der Christuskirche, Pfarrerin Tina Oehm-Ludwig von der Versöhnungs-Matthäuskirche und Pfarrer Dr. Michael Grimm von der Evangelischen Kirche Bad Salzschlirf-Großenlüder Strophe für Strophe das berühmte Reformationslied, Martin Luthers Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“.

Dieses wohl bekannteste Lied des Protestantismus sei in Zeiten der Pandemie aktueller denn je: Der Choral sei in einer Zeit entstanden, als die Pest in Wittenberg wütete. Pfarrer Dr. Michael Grimm sagte, Martin Luther sei nüchtern mit der Pest umgegangen, obwohl er liebe Menschen verloren habe. Er sei nicht geflohen, sondern habe Kranke in seinem Haus aufgenommen. Die Pest sei für Luther keine Strafe Gottes gewesen, sondern eine Bewährungsprobe für den Glauben.

Evangelische feiern Reformationstag in Fulda

Mit seiner kämpferischen Sprache zeige das „Trutz- und Schutzlied“ einen mächtigen Gott, der in einer ausweglosen Lage zu helfen wisse, nahm Pfarrerin Koch-Zeißig wieder Bezug auf den Choral. Damit werde jedoch nur eine Seite Gottes betont. Gott habe sich nicht nur mächtig, sondern in Christus auch schwach gezeigt.

Musikalisch interpretiert wurde der Choral von Kantor Andreas Schneidewind an der Orgel und Sängerinnen und Sängern der Evangelischen Kantorei Fulda. Die Gottesdienstbesucher hielten laut Pressemitteilung ein Textblatt zum Mitlesen und Mitsummen in der Hand. Das Lied „Ein feste Burg“ sei nicht nur eine protestantische Hymne, sondern eigne sich auch als Trost- und Glaubenslied für alle Tage des Jahres, sagt Pfarrerin Oehm-Ludwig.

Der Evangelische Kooperationsraum Fulda Mitte/West hat am Reformationstag zu einem Autogottesdienst zum Messgelände Fulda-Galerie eingeladen.

Autogottesdienst

In der Corona-Krise muss auch die Kirche kreativ werden. Daher hatte der Evangelische Kooperationsraum Fulda Mitte/West am Reformationstag zu einem Autogottesdienst zum Messegelände Fulda-Galerie eingeladen. Dort feierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Fest coronakonform im eigenen Auto. Während der ungewöhnlichen Veranstaltung, über der der Vollmond aufging, predigte Kirchentagspastor Arnd Schomerus von einer Hebebühne aus. Seine Worte wurden über eine Radiofrequenz ins Auto übertragen. Musikalisch gestaltete der Posaunenchor der Gesamtgemeinde Fulda die Feier. (Sabine Abel)

Wegen der Corona-Pandemie hatten sich die Pfarrerinnen und Pfarrer entschieden, zwei gemeinsame Gottesdienste anzubieten; einen Autogottesdienst auf dem Messegelände und einen Festgottesdienst in der Christuskirche. „Uns war wichtig, für alle Mitglieder ein passendes Angebot zu machen,“ so Pfarrerin Tina Oehm-Ludwig. Im Rahmen des Gottesdienstes wurde Claudia Pfannemüller in ihre Stelle für Öffentlichkeitsarbeit und Koordination des Kooperationsraums eingeführt. (lea)

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