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Im Zug mit Waffe gedroht: Polizei schnappt 43-Jährigen aus Schlüchtern am Bahnhof Fulda

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Regionalbahn
Die Bundespolizei ist am Samstag zum Bahnhof Fulda gerufen worden. Dort wurde ein Mann mit einer Waffe bedroht. (Symbolbild) © Jonas Walzberg/dpa

Die Bundespolizei in Fulda konnte im Fall eines zunächst unbekannten Mannes, der in einem Zug einen Reisenden mit einer Handfeuerwaffe bedroht haben soll, einen schnellen Ermittlungserfolg verbuchen.

Update vom 10. März, 12.38 Uhr: Wie die Polizei berichtet, soll ein 43-Jähriger aus Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) am vergangenen Samstagvormittag (5. März) in einem Regionalexpress im Fuldaer Bahnhof einen Reisenden mit einer Waffe bedroht haben. Anschließend hatte der Mann den Zug verlassen.

Nach den Angaben des Geschädigten, einem 43-Jährigen aus Fulda, geht die Polizei davon aus, dass es sich bei der Tatwaffe „augenscheinlich um eine täuschend echt wirkende Handfeuerwaffe“ gehandelt hat. Dank der Personenbeschreibung und ausgewerteten Videoaufnahmen konnten die Polzisten den Gesuchten am Mittwoch im Bahnhof Fulda vorläufig festnehmen.

Fulda: Nach Drohung mit Waffe - Polizei schnappt Mann aus Schlüchtern

Im Anschluss durchsuchten die Ermittler die Wohnung des Tatverdächtigen in Schlüchtern. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass die Waffe von dem 43-Jährigen an einen in der Nähe wohnenden Bekannte verkauft worden war. Dieser händigte die Waffe freiwillig an die Polizei aus.

Wie die Polizei mitteilt, handelte es sich bei der sichergestellten Waffe um eine Druckluftwaffe, die auf Grund ihrer Beschaffenheit mit einer echten Schusswaffe verwechselt werden kann.

Die Bundespolizeiinspektion hat gegen den Mann aus Schlüchtern nun ein Strafverfahren - unter anderem wegen Verdachts der Bedrohung - eingeleitet. Der Tatverdächtige blieb auf freiem Fuß.

Unbekannter mit Handfeuerwaffe im Regionalexpress gesichtet

Lesen Sie hier die Erstmeldung vom 7. März: Fulda - Der Vorfall ereignete sich laut Bundespolizei am Samstagvormittag gegen 10 Uhr in einem Regionalexpress im Bahnhof Fulda. Nach Auskunft eines Zeugen soll ein Mann in Begleitung einer ebenfalls noch unbekannte Frau mit einer Waffe hantiert und einen 43-jährigen Mann aus Fulda bedroht haben.

Anschließend sei der Unbekannte verschwunden. Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Beamten des Bundespolizeireviers blieben erfolglos. (Lesen Sie hier: Schmuck- und Kosmetikklau im Bahnhof Fulda - Täter mit Buttermesser unterwegs)

Fulda: Mann mit „ungepflegtem Haarschnitt“ hantiert in Zug mit Waffe

Der Unbekannte wird von Zeugen als etwa 35 Jahre alt und etwa 180 cm groß beschrieben. „Er hatte eine helle Hautfarbe, einen ungepflegten Haarschnitt und trug eine Brille“, schreibt die Polizei.

Der Mann sei mit einem roten Pullover, einer blauen Jeans, hellen Sportschuhen, einer schwarzen Kapuzenjacke mit Emblemen auf dem linken Ärmel sowie einem kleinen, roten Schild im vorderen, unteren Bereich bekleidet gewesen. Dazu habe er eine Basecap in brauner Camouflage-Optik getragen und einen dunklen Rucksack mit sich geführt.

Polizei bittet Bevölkerung um Hinweise

„Seine ebenfalls unbekannte Begleiterin hatte längere, braune Haare“, heißt es von der Polizei. Bekleidet war sie mit einem schwarzen Mantel, einem hellblauen Pullover, einer dunklen glänzenden Hose, schwarzen Schuhen mit weißer Musterung.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung eingeleitet. Wer Hinweise zu dem Vorfall beziehungsweise zu den Personen geben kann, wird gebeten, sich unter der Nummer (0561) 816160 zu melden. (akh)

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