In den Handwerkerhof Hilders zieht jetzt die Caritas ein.
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In den Handwerkerhof Hilders zieht jetzt die Caritas ein.

Caritas zieht in Handwerkerhof

Rhöner Ausbildungsverbund bekommt im Michaelshof eine neue Heimat

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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Der Rhöner Ausbildungsverbund wird den Standort Handwerkerhof in Hilders verlassen und im Michaelshof in Unterbernhards eine neue Heimat finden. In den Handwerkerhof zieht das Caritas Familienzentrum.  

Hilders - Die Räumlichkeiten sind im Laufe der Zeit zu klein geworden. Für die Zubereitung der mehr als 500 Essen, die in Normalzeiten an Kitas, Schulen und Senioren in der Rhön geliefert wurden, suchten die Verantwortlichkeiten schon länger eine größere Küche. Im Michaelshof in Unterbernhards sind sie fündig geworden. Die Gemeindevertretung genehmigte 20.000 Euro plus 5000 Euro Reserve für den Umzug und die Umrüstung der Immobilie in Hilders. (Lesen Sie hier: Umzug: Medischulen beginnen Unterricht im ehemaligen RhönEnergie-Gebäude)

Wo noch aktuell gekocht wird, soll das Familienzentrum der Caritas einziehen. Bisher ist sie in der Stielerstraße untergebracht. Im Handwerkerhof neben dem Rathaus wird etwas mehr Platz sein für die Beratungsangebote. Dass dies eine gute Lösung sei, darin waren sich alle einig. Einstimmig votierten die Mitglieder der Gemeindevertretung für diesen Vorschlag.

Rhöner Ausbildungsverbund: Alte Heimstätte war zu klein geworden

Günter Stehling vom Vorstand des Ausbildungsverbundes berichtete von einer guten Entwicklung der Einrichtung. Mehr als 500 Essen wurden zubereitet und ausgeliefert. Durch den Lockdown von Schulen und Kindergärten und der damit verbundenen Betreuung der Kinder zu Hause waren es zuletzt nur noch 200 bis 220 Essen. „Aber es wird eine Zeit nach Corona geben und dann wird wieder mehr zubereitet und dann ist eine größerer Küche notwendig. Man wolle sogar noch mehr Werbung für den Ausbildungsverbund und die Essen machen, sagt er.

Aktuell sind im Ausbildungsverbund zwölf Menschen beschäftigt, die kochen, ausliefern und Hilfsdienste verrichten. Eine Auszubildende macht dort gerade ihren Köchinnen-Abschluss. Ein weitere Auszubildender soll eingestellt werden.

Rhöner Ausbildungsverbund: Corona wurde zur Krise, doch der neue Standort macht Hoffnung

Der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel war 2003 gegründet worden, um das Nahrungsmittelhandwerk und die Gastronomie und Hotellerie in der Rhön mit Fachkräften zu versorgen. Doch die Resonanz war nicht so wie erwartet. Mittlerweile hat der Verbund eine zentrale Rolle bei der Versorgung von Schulen und Kindergärten in der Region. (Lesen Sie hier: Rhöner Gastwirte fordern von Ministerpräsident Volker Bouffier eine Corona-Perspektive)

Am Ende des ersten Lockdowns im Frühling des vergangenen Jahres stand der Verbund vor dem Aus, denn als so gut wie alle Schulen und Kitas geschlossen werden mussten, konnten nur noch 50 Essen zubereitet werden. Jetzt besteht die Hoffnung mit dem neuen Standort, der größeren Küche und einer guten Werbung zusätzliche Abnehmer zu finden, sagt Stehling.

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