Ein Elektrobus der 14-Meter-Klasse: Vom Herbst 2021 an werden sechs dieser Fahrzeuge mit einem FD-Kennzeichen für die RhönEnergie Fulda im Einsatz sein.
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Ein Elektrobus der 14-Meter-Klasse: Vom Herbst 2021 an werden sechs dieser Fahrzeuge mit einem FD-Kennzeichen für die RhönEnergie Fulda im Einsatz sein.

Steigende Kosten

RhönEnergie-Geschäftsführer: Das Corona-Jahr 2020 „wirft uns nicht aus der Bahn“ - Weitere E-Busse

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
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Trotz diverser Unwägbarkeiten und den deutlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zieht die RhönEnergie Fulda eine positive Bilanz. Das haben die Geschäftsführer Martin Heun und Dr. Arnt Meyer am Dienstag vor dem kommunalen Trägerausschuss erläutert.

Fulda - Der Trägerausschuss der RhönEnergie, ein Beirat des Unternehmens (siehe Kasten), wurde in einer zweistündigen Web-Konferenz unterrichtet. Die Vorstände erläuterten auch, wie man als hochgradig systemrelevantes Unternehmen in Fulda vorgehe, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Weil man sich bereits vor einigen Jahren über entsprechende Steuerungsstrukturen Gedanken gemacht habe, sei es möglich gewesen, gleich zu Beginn der Corona-Einschränkungen die Steuerungs- und Koordinationskompetenz des Krisenstabs zu nutzen. So habe man in jeder Phase handlungsfähig bleiben können. Die Versorgungssicherheit habe auch 2020 das überdurchschnittliche Niveau der Vorjahre erreicht.

RhönEngerie Fulda: Corona-Krise in Zahlen des Unternehmens deutlich erkennbar

Die Auswirkungen der Corona-Krise seien in den Unternehmenszahlen der RhönEnergie sehr deutlich erkennbar, betonte Geschäftsführer Dr. Arnt Meyer. Gerade der Stromabsatz der Kunden in Industrie und Gewerbe sei in Folge des Corona-Lockdowns im Frühjahr massiv zurückgegangen. Parallel zu sinkenden Umsätzen habe es im Bereich der Bäder, aber auch beim Öffentlichen Personennahverkehr wegen der Umsetzung der Hygieneregeln deutlich steigende Kosten gegeben. Für das Öffnen der Bäder habe es viel Kundenlob gegeben.

Kommunaler Trägerausschuss

Der „Kommunale Trägerausschuss“ ist sozusagen ein Ersatzgremium, das 2013 im Zuge der Fusion des Überlandwerks (ÜWAG) und der Gas-Wasser-Versorgung Fulda (GWV) zur RhönEnergie Fulda geschaffen wurde. Er knüpft an die Arbeit der „Zweckverbandsversammlung“, das Entscheidungsgremium der ÜWAG an, in dem die Kommunen und Landkreise des Versorgungsgebiets vertreten waren.

Der Trägerausschuss ist lediglich ein Beirat. Er hat keine Entscheidungsbefugnis, wohl aber Informationsrechte. Das Gremium tagt öffentlich und hat 25 Mitglieder. Je 12 Sitze fallen an Stadt und Landkreis Fulda. Sie werden nach Parteienproporz vergeben. Einen Sitz hat der Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Sitzung am Dienstag online statt.

„Das Geschäftsjahr 2020 war und ist für die RhönEnergie Gruppe herausfordernd, aber es wird uns nicht aus der Bahn werfen“, unterstrich Meyer. Er betonte, das Unternehmen in Fulda habe trotz Corona weiter Schulden abbauen und seine Liquidität verbessern können.

Elektrobusse in Fulda: Das hat die RhönEnergie für 2021 geplant

Die Vorstände der RhönEnergie in Fulda wiesen auch auf die Belastungen hin, die auf das Versorgungsunternehmen wegen der Regeln zur Energiewende und der Vorgaben zum Klimaschutz zukommen. Die Belastungen aus der CO2-Steuer werde man an die Erdgaskunden weitergeben. Die CO2-Bepreisung koste allein in Folge der Aufschläge auf den Dieselkraftstoff im Bereich des ÖPNV in 2021 rund 100.000 Euro.

In diesem Zusammenhang verwies Geschäftsführer Martin Heun auf die geplante Steigerung der E-Mobilitätsquote in der Busflotte: Die RhönEnergie habe sechs Elektrobusse gekauft. Die 14 Meter langen Mercedes-Fahrzeuge werden vom Herbst an in der Stadtregion zum Einsatz kommen. Damit steige die Elektro-Quote der Busflotte im Fuldaer Stadtgebiet auf rund 12,5 Prozent. Dies sei ein spürbarer Beitrag zum Klimaschutz. Für diese Investition erhält die RhönEnergie Fördermittel in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro. Auf Nachfragen betonte Heun, dass man mit dem Einsatz des Elektro-Gelenkbusses nach kleineren Startschwierigkeiten sehr gute Erfahrungen mache.

Auf Erfahrungen der Corona-Pandemie zurückgreifen - RhönEnergie Fulda zieht Bilanz

Auch wenn klar sei, dass die Corona-Pandemie und ihre Folgen nicht mit dem Silvestertag 2020 endeten, gehe man mit vorsichtigem Optimismus in das Geschäftsjahr 2021, so die Geschäftsführer. Die RhönEnergie in Fulda plane Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe.

Sicherlich werde man auch auf die Erfahrungen aus der Pandemie-Zeit zurückgreifen. Das gelte beispielsweise für den RhönEnergie-Challenge-Lauf. Hier habe man 2020 trotz der corona-bedingten Neuorganisation als dezentrales Ereignis nicht nur erstaunlich viele Menschen mobilisieren können, sondern auch viele neue Teilnehmer erreicht, die viele Kilometer gelaufen sind.

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