Mobilität der Zukunft bei der Edag mit Staatsekretär Michael Güntner (links) und Michael Brand (rechts).
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Mobilität der Zukunft bei der Edag mit Staatsekretär Michael Güntner (links) und Michael Brand (rechts).

Mobilität der Zukunft

Künstliche Intelligenz im Straßenverkehr: Fast 10 Millionen Euro Förderung für Roboterautos aus Fulda 

  • Volker Nies
    VonVolker Nies
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Das Bundesverkehrsministerium fördert ein „Reallabor für automatisierte Mobilität“ mit fast 10 Millionen Euro. Mit dem Geld soll die Idee einer Flotte hochautomatisierter Roboterfahrzeuge aus Fulda in der Realität getestet werden.

Fulda - Von der Fördersumme von insgesamt 9,8 Millionen Euro fließen 5,62 Millionen Euro an die Edag und 1,08 Millionen Euro an die Hochschule Fulda. Weitere Partner sind unter anderem die Technische Universität Darmstadt und T-Systems. Das teilten Verkehrs-Staatssekretär Dr. Michael Güntner und der Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU) am Dienstag mit. Die Förderung sei ein Ergebnis des „Fulda-Gipfels“, zu dem Brand und Güntner im Oktober 2020 eingeladen hatten.

Themen waren die Stärkung des Bahnstandortes, Radwege sowie innovative Projekte von Wasserstoff bis Künstliche Intelligenz in Stadt und Landkreis Fulda. An dem Treffen hatten unter anderem Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld, Landrat Bernd Woide und Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber (alle CDU) sowie Vertreter von Bahn, Hochschule Fulda und Unternehmen wie der Edag teilgenommen.

Fulda: Fast 10 Millionen Euro Förderung für Roboterautos

Im Projekt Campus FreeCity wird ein Reallabor zur Erforschung des Potenzials einer vernetzten Flotte modularer – also im Baukastensystem aufgebauter – Roboterfahrzeuge eingerichtet. „CityBot“-Fahrzeuge der Edag zum Transport von Personen und Gütern werden dabei zu einem innovativen, umfassenden Mobilitätskonzept weiter entwickelt. (Lesen Sie hier: Roboter und 3D-Drucker statt Drehbank: Experten diskutieren Automatisierung im Mittelstand)

Unter Nutzung von Methoden der künstlichen Intelligenz, automatisierten Fahrfunktionen, Vernetzung und Datenaustausch sowie moderner Mensch-Maschine-Schnittstellen soll ein hochautomatisiertes, intelligentes Gesamtsystem entwickelt werden, das durch optimale Koordination und Auslastung Emissionen reduzieren und den Flächenverbrauch senken kann. Begleitende Nutzerstudien untersuchen Akzeptanz und Kommunikation des Konzepts.

Staatssekretär Güntner äußerte: „Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderte Mobilitätsprojekt ,Campus FreeCity‘ hat das Potenzial, durch Vernetzung und Künstliche Intelligenz zu geringeren Emissionen und einer effizienteren Flächennutzung beizutragen. Die Idee einer Flotte modularer hochautomatisierter Roboterfahrzeuge aus Fulda ist ein spannender Lösungsansatz.“ Das Projekt werde im Realbetrieb zeigen, dass neue Mobilität intelligent, vernetzt und auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sei. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Verkehrsbereich könne das Leben erleichtern.

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Der Fuldaer Wahlkreisabgeordnete Michael Brand bezeichnete das Projekt als „deutliches Signal dafür, dass der ländliche Raum beim Thema Digitalisierung durch seinen innovativen Mittelstand eine Führungsrolle übernehmen kann“. Er dankte den „Pionieren aus unserer Region dafür, dass sie nicht nur ein Beispiel für Innovation in Deutschland sind, sondern auch für die Verbindung zwischen Tradition und Innovation in Osthessen“.

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