2020 besuchten 36.000 Menschen das Rosenbad.
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2020 besuchten 36.000 Menschen das Rosenbad.

Im Corona-Sommer

36.000 Besucher schwimmen 2020 im Rosenbad in Fulda - Freibad schließt am 6. September

Unter Corona-Pandemie-Auflagen öffnete Mitte Juni das Rosenbad. Rund zwei Monate später ziehen die Betreiber, aber auch die Badegäste vorzeitig eine positive Bilanz, meldet die RhönEnergie Fulda. Am Sonntagabend, 6. September, schließt das Freibad.

Update vom 4. September, 10 Uhr: „Nach einer etwas verkürzten, aber trotz der besonderen Umstände erfolgreichen Saison schließt das Fuldaer Freibad Rosenau am Sonntagabend, 6. September, für dieses Jahr seine Pforten", meldet die RhönEnergie. Aufgrund der Wettervorhersagen sei eine Verlängerung der Saison nicht sinnvoll.

Erstmeldung vom 31. August: Fulda - Wegen der behördlichen Auflagen durften insgesamt weniger Gäste ins Bad. „Doch diese konnten sich dank des Öffnungs- und Hygienekonzeptes sicher fühlen“, so das Bad. „Ein großer Erfolg, den der Betreiber vor allem auch der Umsicht und Solidarität der Badegäste zuschreibt.“

„Wir haben sehr viel positiven Zuspruch erhalten. Man merkte unseren Gästen an, dass sie sich einfach nur freuten, dass sie auch in diesem Jahr zu uns kommen konnten“, erklärt Albert Juling, Geschäftsführer der Bäder Betriebs GmbH (BBG), einem Tochterunternehmen der RhönEnergie Fulda.

Im Corona-Sommer 2020 hat das Rosenbad etwa 36.000 Leute empfangen

Dabei sei das Öffnungskonzept vorsichtig kalkuliert gewesen: Waren in einem „normalen“ Jahr bis zu 6000 Besucher über den Tag verteilt im Bad, betrug die maximale Besucherzahl im Betrieb 2020 nur 1600. Die Gäste mussten das Bad in verschiedenen festgelegten Zeitfenstern von zwei oder drei Stunden besuchen und auch wieder verlassen. Tickets wurden online gebucht. Auch der Zugang zur Beckenlandschaft war reglementiert, hier wurde ebenfalls genau abgezählt, um auch in den Becken selbst Abstand zu ermöglichen. Einige Attraktionen, an denen es Gedränge hätte geben können, wie zum Beispiel die Rutschen, blieben in diesem Jahr geschlossen.

Insgesamt hatte das Rosenbad laut RhönEnergie in der verkürzten Saison 2020 knapp 36.000 Besucher, davon rund 20.000 allein im August. Im Durchschnitt kamen täglich etwa 500 Badegäste. Die meisten Tagesbesucher gab es an den beiden heißen Tagen am 8. und 9. August – hier waren alle Zeitfenster ausgebucht.

Zum Vergleich: Im verhältnismäßig heißen Vorjahr 2019 strömten allein im Juli und August rund 60.000 Menschen in das Freibad am Rande der Fuldaer Innenstadt.

Lob für die Badegäste

„Für den Betrieb eines Freibades unter so strengen Auflagen gab es keine Pläne in der Schublade“, bilanziert Dr. Arnt Meyer, Geschäftsführer der RhönEnergie Fulda. „Die Kollegen der Bäder Betriebs GmbH mussten innerhalb kurzer Zeit ein Öffnungskonzept entwerfen, das sämtlichen behördlichen Anforderungen zum Schutz unserer Besucher genügt, das für den Betreiber praktikabel und gleichzeitig attraktiv für unsere Gäste bleibt. Ich bin froh, dass uns dies so gut gelungen ist.“

Gleichzeitig danke er auch ausdrücklich den Badegästen, die sich sämtlich verständnisvoll, vorsichtig und solidarisch gezeigt hätten. „Ohne diese Umsicht wäre eine Öffnung nicht so positiv verlaufen.“

Corona führt zu finanziellem Defizit

„Viele Kommunen ließen ihre Freibäder in diesem Sommer geschlossen. Wir in Fulda haben alles daran gesetzt, den Bürgerinnen und Bürgern das Schwimmen zu ermöglichen“, unterstreicht Bürgermeister Dag Wehner als Sportdezernent der Stadt Fulda. „Unsere Umsicht hat sich bewährt und ich danke allen, die in diesen schwierigen Zeiten den Betrieb des Bades möglich gemacht haben.“

Aber: Wegen Mindereinnahmen in Folge der deutlich geringeren Gesamtzahl der Badegäste und die zusätzlichen Aufwendungen für das Sicherheitskonzept müsse man in diesem Jahr mit einem erhöhten Defizit der Bädersparte rechnen.

Abhängig von der Witterung schließt das Rosenbad voraussichtlich am 6. September. Das Sportbad-Ziehers startet dann am 7. September in die Hallenbad-Saison und das Stadtbad Esperanto folgt am 14. September. Auch in den Hallenbädern sollen das Online-Ticketsystem und die Hygienevorschriften aus dem Rosenbad beibehalten und durch geeignete Maßnahmen ergänzt werden. (lea)

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