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Rosenmontag stiller und kleiner: Tollitäten aus Fulda, Petersberg und Bachrain bummeln durch die Stadt

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Von: Anja Trapp

Tollitäten aus Fulda, Petersberg und Bachrain sind am Rosenmontag durch die Stadt gebummelt.
Tollitäten aus Fulda, Petersberg und Bachrain sind am Rosenmontag durch die Stadt gebummelt. © Ralph Leupolt

Der Krieg in der Ukraine und die Corona-Pandemie haben Folgen für die Foaset in Föllsch Foll: Kein Rosenmontagsumzug der Karnevalisten. Dafür aber ein kleiner Bummel der fünf inthronisierten Tollitäten und ihrer Mannschaften.

Fulda - Die Solidarität mit den Menschen in der Ukraine bekundeten die Tollitäten der Florengäßner Brunnenzeche, der Aschenberger Wolkenkratzer, von Ostendia, Petersberg und Bachrain gleich zu Beginn des Bummels. Mit einer tiefen Verbeugung und ohne Helau, Good Bomb oder Föllsch Foll hinein, starteten sie ihren Romo-Bummel durch die Straßen von Fulda.

Dabei ging es um die Geschichte der Foaset in Föllsch Foll und dem Karneval im allgemeinen. So zogen die Aktiven vom Bahnhof die Bahnhofstraße hinunter, über den Universitätsplatz, den Buttermarkt, Karlstraße, Kanalstraße, am Simpliziusbrunnen vorbei in die Königstraße hinein, wo der Bummel endete. (Lesen Sie hier: Erst Corona-Pandemie, dann Ukraine-Krieg: Abgespeckter Fastnachtssonntag im Kreis Fulda)

Fulda: Rosenmontag stiller und kleiner - Tollitäten bummeln durch die Stadt

Zwischendurch schilderten die närrischen Regenten, wie sie die etwas andere Zeit erlebt haben. Unisono berichteten sie darüber, dass diese Zeit sehr intensiv gewesen sei und der Zusammenhalt stetig gewachsen sei. Der Sinn des Karnevals sei schon immer gewesen, der Obrigkeit den Spiegel vorzuhalten und in Krisenzeiten den Menschen ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern. Und dies ist ihnen allen gelungen.

Aber auch über die Gesichte der Foaset in Föllsch Foll wurde geplaudert. Dass die Ursprünge in Fulda bei einer geklauten Anzugjacke liegen, war vielen gar nicht bewusst. Und auch wie lange es den Rosenmontag eigentlich schon gibt, war ein Thema. Die Antwort: 200 Jahre. Zum ersten Mal in der Karnevalshochburg Köln durchgeführt, zog er zukünftig von Stadt zu Stadt. Zum Abschluss gab es dann doch noch ein leises „Föllsch Foll – hinein”, und der etwas andere Romo endete.

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