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Mini-Umzug zieht als Corona-Protest durch Fuldas Innenstadt

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Um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren, nahmen 
etwa 100 Menschen an einem kleinen Fastnachts-Umzug teil.
Um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren, nahmen etwa 100 Menschen an einem kleinen Fastnachts-Umzug teil. © Fuldamedia

Ein Demonstrationszug der Gruppierung „Frieden und Freiheit Fulda“ sollte am Montagnachmittag gegen 14.14 Uhr auf der Pauluspromenade beginnen. Der großangelegte Polizeieinsatz in der Innenstadt verzögerte den Start jedoch.

Fulda - Den Rosenmontag wollte die Initiative „Frieden und Freiheit Fulda“ nutzen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. 500 Teilnehmer hatte die Veranstalterin angemeldet. „Bei der Anmelderin handelt es nicht um den Anmelder der Versammlung für Fastnachtssonntag, die in der vergangenen Woche abgesagt wurde“, erklärte der städtische Pressesprecher Johannes Heller auf Anfrage. Geschätzt wurden 100 Erwachsene mit Kindern.

Der Protestzug, der unter anderem durch die wegen eines Polizeieinsatzes abgesperrte Innenstadt ziehen sollte, begann nicht nur mit einer Verzögerung von gut einer Stunde. Auch die Route wurde geändert. (Lesen Sie hier: Corona-Proteste in Fulda - Polizei hält Verstöße fest)

Fulda: Kleiner Romo-Umzug als Corona-Protest

Sperrig las sich der Titel des „Umzugs“: „Demo – Protest – Umzug für den Erhalt und die Stärkung des karnevalistischen Brauchtums in Fulda, für den Ausschluss humorbefreiter Menschen aus karnevalistischen Ämtern, für die zensurfreie Ausübung von Kritik an politischen und gesellschaftlichen Missständen bei allen karnevalistischen Aktionen in Fulda und für ein Ende des Missbrauchs des Karnevals für politische Propaganda und als lokalpolitische Karriereleiter in Fulda“.

Die Stadt Fulda hatte laut Heller einen Auflagenbescheid erlassen, worin es unter anderem um das Stellen von Ordnerinnen und Ordnern ging. Analog zur gesetzlichen Grundlage galt eine Maskenpflicht nur in Gedrängesituationen.

Auf den abendlichen, als „Spaziergang“ deklarierten Protest gegen die Corona-Politik hatte sich die Polizei wie üblich „der Lage angepasst“ vorbereitet, sagte Pressesprecher Dominik Möller. Zuletzt sei die Teilnehmerzahl rückläufig gewesen. Auf 300 schätzte die Polizei diese in der Vorwoche. In Spitzenzeiten hatte sie im vierstelligen Bereich gelegen. (au, mlz)

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