Vertreter des Rotary Clubs
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Vertreter des Rotary Clubs Rhön, der Sponsoren und Partner sowie die Spendenempfänger (von rechts): Rainer Klaus, Michael Tillmann, KaJo Haß, Oliver Venohr, Lars Busse, Roland Baumann, Lothar Bildhäuser, Barbara Hermann, Wolfgang Mertens, Stefan Deichmann, Kai Nüchter, Andreas Blaschke, Raphaela Hofmann, Uta Knittel-Weber, Julia Broghammer und Udo Weber.

FZ-Aktion auch beteiligt

Rotary Club Rhön übergibt Spende - Je 10.000 Euro für drei Empfänger

  • Hanna Wiehe
    VonHanna Wiehe
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Spenden sammeln für Kinder in Not – das hat sich der Rotary Club (RC) Rhön auf die Fahnen geschrieben. Eine dafür geplante Radtour fiel Corona zum Opfer, die gesammelten Spenden übergab der Club am Freitag trotzdem. 10.000 Euro gingen an die FZ-Spendenaktion.

Fulda - Wäre alles so gelaufen wie geplant, dann wären die Mitglieder des Rotary Clubs Rhön wohl gerade von ihrer Radtour nach Ungarn zurückgekehrt. Denn eigentlich wollten einige Clubmitglieder mit einer vier Länder überspannenden Fahrradfahrt Geld für Kinder in Not sammeln. Doch das Coronavirus kam und blieb, und die Radtour musste verschoben werden. Doch Spenden sammelte der Club dennoch – und übergab am Freitag die beachtliche Summe von 30 000 Euro an drei Organisationen – jeweils 10.000 Euro für eine internationale, eine nationale und eine regionale Initiative.

Roland Baumann, für das Jahr 2020/2021 amtierender Präsident des RC Rhön, hatte die Radtour initiiert. Die Charity-Bike-Tour sollte zum ungarischen Partnerclub in die 165 000-Einwohner-Stadt Szeged führen. Doch Ende Mai traf der Club die Entscheidung, die Tour um ein Jahr zu verschieben. Sie soll nun vom 12. bis 29. Juni 2022 stattfinden. „Wir freuen uns auf nächstes Jahr“, sagte Baumann am Freitag bei der Übergabe der Spenden.

Rotary Club Rhön übergibt Spende - Je 10.000 Euro für drei Empfänger

Doch obwohl die Tour in diesem Jahr noch gar nicht stattfand, fanden sich viele Unterstützer, sodass der Club in Absprache mit den Sponsoren zu der Entscheidung kam, einen Teil der Spenden schon jetzt weiterzugeben. Der Erlös wird der FZ-Spendenaktion „Ich brauche Deine Hilfe“, dem Friedensdorf International Oberhausen und einem Schulprojekt in Uganda zur Verfügung gestellt.

Das Projekt „Zukunft für Ugandas Kinder“ stellten Julia Broghammer und Raphaela Hofmann vor. Das Ziel ihrer im Jahr 2017 gegründeten gemeinnützigen Gesellschaft: Benachteiligten Kindern und Jugendlichen in der Region Masaka (Uganda) soll eine Zukunft ermöglicht werden. Die Chance auf Bildung ist dabei ihr Hauptanliegen. Das ermöglichen sie zum einen durch Schulpatenschaften – deutsche Paten unterstützen ugandische Kinder – und durch Schulprojekte, wie einer Hauswirtschaftsschule für Mädchen oder den Bau eines Schulgebäudes. Der Bau einer Küche und eines Gebäudes für die Lehrer sollen folgen.

FZ-Spendenaktion „Ich brauche Deine Hilfe“ als regionaler Partner

Das Friedensdorf International in Oberhausen stellte Wolfgang Mertens vor. Die Einrichtung holt seit 44 Jahren Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Versorgung nach Deutschland und sorgt für ihre Behandlung in Krankenhäusern – auch das Klinikum Fulda ist darunter, wie Mertens sagte. Der operativen Versorgung folgt die Rehabilitation im Friedensdorf Oberhausen. Danach kehren die Kinder zu ihren Familien in die Heimat zurück. „In Hochzeiten holen wir 500 Kinder und schicken 500 wieder nach Hause“, berichtete Mertens. Die Corona-Pandemie habe die Arbeit ausgebremst, jetzt hoffe man, dass die Arbeit langsam wieder anläuft.

Der regionale Partner des Rotary Clubs Rhön ist die FZ-Spendenaktion „Ich brauche Deine Hilfe“. Für sie nahm FZ-Chefredakteur Michael Tillmann den symbolischen Scheck entgegen. „Unsere Aktionen sind einander sehr ähnlich: Sie radeln für Kinder in Not, wir strampeln seit vielen Jahren für Kinder und Bedürftige in Not“, sagte Tillmann. Die FZ-Spendenaktion gibt es seit 1973. In den ersten Jahrzehnten stand der Einsatz für Menschen mit Behinderung an erster Stelle.

Die Aktion unterstützt Initiativen aus der Region, die bedürftigen Personen in der Region direkte Hilfe leisten. Etwa drei Millionen Euro wurden in den bislang 47 Jahrgängen der Aktion gesammelt – und ohne jeglichen Abzug an die Hilfsorganisationen weitergegeben – darunter der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und die Lebenshilfe Fulda-Hünfeld. Tillmann versprach, die Spende des Clubs an bedürftige Menschen weiterzugeben. „Wir freuen uns sehr über Ihre Unterstützung“, sagte er und fügte hinzu: „Wir strampeln weiter, Sie radeln hoffentlich im nächsten Jahr.“

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