Die Räumfahrzeuge von Hessen Mobil waren in den vergangenen Tagen in ganz Osthessen im Dauereinsatz.
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Die Räumfahrzeuge von Hessen Mobil waren in den vergangenen Tagen in ganz Osthessen im Dauereinsatz.

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Schnee-Chaos: In Fulda beruhigt sich die Lage, Winterdienst räumt in Etappen, tödlicher Unfall auf A4

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  • Selina Eckstein
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Kälte und Schnee haben Osthessen weiter fest im Griff. Die Straßenmeistereien haben noch alle Hände voll zu tun. Im Landkreis Fulda kommt es aber nur noch vereinzelt zu Verkehrsbehinderungen. Auf der A4 staute es sich in der Nacht kilometerweit. Ein Mann kam ums Leben.

  • Schnee-Chaos in Osthessen: Kilometerlanger Stau auf der A4 in der Nacht.
  • Tödlicher Unfall: Lkw-Fahrer kracht in Stauende.
  • Im Landkreis Fulda kam es nur noch zu kleinen Verkehrsbehinderungen.

+++ 15.48 Uhr: In Fulda räumen und streuen die fünf städtischen Winterdienst-Lkws nach drei Dringlichkeitsstufen. Deshalb sind kleine Straßen von den Schneemassen noch nicht gänzlich befreit. Sie zählen zur letzten Stufe. Der Winterräumdienst räumt im Moment lediglich Straßen der ersten und zweiten Dringlichkeitsstufe, wie die Stadt auf Anfrage unserer Zeitung erklärt. Die erste Dinglichkeitsstufe umfasst Zufahrten zu Polizeistationen, Zufahrten der Feuerwehrstützpunkte, Zufahrten der öffentlichen Krankenhäuser und des Katastrophenschutzzentrums aber auch die Haupt-Buslinien und hoch frequentierte Straßen. In Stufe zwei werden Straßen im Innenstadtbereich und wichtige Wohnsammelstraßen, sowie Wohnstraßen mit mehr als 10 Prozent Steigung zusammengefasst.

Die Stadt muss beim Räumen Prioritäten setzten, doch nicht nur die Schneemassen sorgen für Probleme: „In kleineren Straßen sind es vor allem parkende Autos, die derzeit für die größten Probleme beim Räumdienst sorgen“, erklärt Pressesprecher Johannes Heller. Doch die Stadt weiß sich zu helfen: „Zusätzlich zu dem städtischen Straßen-Winterdienst, gibt es noch den Gehweg-Winterdienst. Hier sind insgesamt 80 Personen auf 45 Kleinfahrzeugen im Einsatz.“

Hessen Mobil: Auf 1000 Kilometern rund um die Uhr im Einsatz

„Die extremen Witterungsverhältnisse stellen den Winterdienst von Hessen Mobil vor eine große Aufgabe“, sagt auch Gerhard Niedling, der die Straßenmeistereien in Neuhof und Hünfeld leitet. Zusammen mit Gersfeld decken die beiden Meistereien den Winterdienst für alle Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Landkreis Fulda ab. Das entspricht einem Gesamtstraßennetz von über 1000 Kilometern.

„Unsere Fahrzeuge sind aktuell im Dauereinsatz“, sagt Niedling. Aktuell seien im gesamten Landkreis Fulda 26 Fahrzeuge mit 58 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einsatz. Niedling bittet um Verständnis bei Verzögerungen: „Der Winterdienst kann nicht  überall gleichzeitig sein. Strecken mit einer hohen Verkehrsbelastung sowie Steigungs- und Gefälleabschnitten werden zuerst angefahren.“

+++ 13.38 Uhr: Bei Temperaturen von bis zu minus 16 Grad kam es in der Nacht nur noch punktuell zu Verkehrsbehinderungen aufgrund der Witterungsverhältnisse, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte. Größere Unfälle gab es in der Region Fulda aber nicht. „Wenn überhaupt entstanden kleine Sachschäden“, sagt Pressesprecher Dominik Möller. Auch die Autobahnen blieben weitestgehend frei von Staus und Unfällen.

Tödlicher Unfall auf der A4: Lkw kracht ungebremst in Stauende

Nur auf der A4 sorgten Schnee und Eisglätte für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Bei Wildeck (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) mussten nach Angaben der Polizei Auto- und Lastwagenfahrer die Nacht in ihren Wagen verbringen. Polizei, Feuerwehr und das Technische Hilfswerk richteten für die Eingeschlossenen Versorgungsstationen ein. Die Räumdienste arbeiteten unter Hochdruck. Der Rückstau gehe mehrere Kilometer bis über die Landesgrenze nach Thüringen, hieß es.

Wegen Schneefalls und Glätte hatte es sich am Montag auf der A7 von Kirchheim über Niederaula bis Fulda Nord gestaut.

Beim Auffahren auf das Stauende ist in der Nacht zum Dienstag in Fahrtrichtung Frankfurt ein Lastwagenfahrer ums Leben gekommen. Der Mann sei zwischen den Anschlussstellen Eisenach-Ost und Eisenach-West ungebremst auf einen stehenden Lkw aufgefahren, teilte die Polizei mit. Der bislang unbekannte Unfallverursacher erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Der 42-jährige Fahrer des anderen Lkw erlitt durch den Aufprall leichte Verletzungen.

Die Rhönenergie warnt indes auf ihrer Homepage vor möglichen Beeinträchtigungen im Busverkehr. Im Süden des Landkreises Fulda (Flieden, Kalbach, Neuhof) fahren die Busse mit Einschränkungen. Dasselbe gilt für den Nordkreis (Burghaun, Eiterfeld, Hünfeld, Nüsttal, Rasdorf) und in Hersfeld-Rotenburg.

Schnee-Chaos sorgt für Stau im Feierabendverkehr

+++ 19.36 Uhr: Schnee und Eis sorgten auch auf der A7 bei Fulda-Nord für ein Verkehrschaos (siehe ebenfalls Update von 11.25 Uhr). Von Kirchheim über Niederaula staute es sich bis nach Fulda zurück. Die Auffahrt A7 Fulda-Nord sowie die Auffahrt bei Niederaula wurden deshalb zwischenzeitlich gesperrt, um den Verkehr zu entlasten, teilte ein Polizeisprecher auf Nachfrage mit. Diese Sperrungen wurde mittlerweile wieder aufgehoben. Bei Kirchheim konnten die Lkws wegen des Schnees und der glatten Straßen nicht weiterfahren, weshalb ein kilometerlange Rückstau entstanden sei.

Der Verkehr würde langsam wieder rollen, sagte ein Polizeisprecher gegenüber unserer Zeitung (Stand: 19.30 Uhr), der das Verkehrschaos aufgrund von Schnee und Eis als Ausnahmezustand bezeichnete. Deshalb solle man sich gut überlegen, ob eine Fahrt mit dem Auto am heutigen Montag noch zwingend erforderlich sei. Der Polizeisprecher rät deshalb dazu, das Auto, wenn möglich, stehen zu lassen.

Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.

+++ 17.27: Im Laufe des Montags entschlossen sich die Schulämter des Verbundes Nord (Fulda, Bebra, Fritzlar und Kassel) aufgrund der Wetterlage eine Empfehlung an ihre Schulen herauszugegeben, den Unterricht morgen und am Mittwoch in Distanz auszuführen. „Die Schulen prüfen nun einzeln, ob das für sie möglich ist“, sagt Jörg Demuth, Leiter des Schulamts in Fulda. Schon am Montag wurde der Präsenz- auf Distanzunterricht umgestellt, erklärt Demuth. Eine Notbetreuung blieb in den Schulen des Landkreises aber weiterhin gewährleistet.

Sofern es die Witterungsbedingungen zulassen, sollen in Osthessen alle Busse am Dienstag regulär fahren, teilt die Pressestelle der Rhönenergie auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Winter-Front erwischt Osthessen: Müllabfuhr muss Touren abbrechen

+++ 15.11 Uhr: Alle Abfuhrtouren der Müllabfuhr (Restmüll, Biomüll, Altpapier-Tonne, Gelbe Tonne/Gelber Sack und Sperrmüll) musste wegen des Wetters im gesamtem Landkreis Fulda abgebrochen werden, meldet der Kreis. Die Abteilungen Abfallwirtschaft von Stadt und Landkreises bitten deshalb um Verständnis.

Wintereinbruch in Osthessen: Schulen und Straßen dicht - Deutsche Post liefert nicht aus

Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee.
Der Wintereinbruch hat in Osthessen für Unfälle und versperrte Straßen gesorgt. Auch in der Fuldaer Innenstadt liegt ordentlich Schnee. © Marius Scherf

Die ausgefallenen Leerungen vom heutigen Montag, 8. Februar, sollen am Dienstag, 9. Februar, vom Entsorgungsunternehmen nachgeholt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Witterungs- und Straßenverhältnisse sich soweit verbessern, dass die Abfuhr durchgeführt werden kann. Dennoch ist auch für die nächsten Tage aufgrund der anhaltenden Kälte mit Beeinträchtigungen bei der Abfuhr zu rechnen. Die übrigen Abfuhrtage in dieser Woche verschieben sich ebenfalls um jeweils einen Tag. Die Abfuhren vom Freitag, 12. Februar, erfolgen somit erst am Samstag, 13. Februar.

Weite Teile von Osthessen sind komplett eingeschneit.

+++ 13.45 Uhr: In Hünfeld, Eiterfeld und Burghaun wird am Montag kein einziger Bus mehr fahren. Laut Daniel Vollmann, Geschäftsführer bei der LNG Fulda, kommen die Busse aufgrund des Schnees nicht von dem Betriebshof weg. Die Lage in und um Hünfeld ist vergleichbar mit der im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Auch dort steht heute alles still.

+++ 12.12 Uhr: Die Deutsche Post wird heute keine Auslieferung im Postleitzahlenbereich 36 durchführen. Das hat Pressesprecher Thomas Kutsch bekanntgegeben. Grund sind die derzeit herrschenden Witterungsverhältnisse.

Wintereinbruch in Osthessen: 250.000 Haushalte ohne Post

„Die Sicherheit für Postboten geht vor“, stellt Kutsch klar. Betroffen von der Maßnahme sind nach Angaben des Pressesprechers rund 250.000 Haushalte. Für morgen ist dagegen eine Auslieferung geplant - zumindest nach derzeitigem Stand.

+++ 11.25 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnung vor starkem Schneefall für den Kreis Fulda aufgehoben. Doch noch immer kommt es auf den Straßen und Autobahnen zu erheblichen Verkehrsproblemen, wie die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt.

Auf der A4, A5 und A7 rund um das Hattenbacher Dreieck kommt es vor allem in Richtung Norden zu Verkehrsbehinderungen durch querstehende Lkws und Autos. Das Polizeipräsidium Osthessen verzeichnet seit Sonntagabend 15 Verkehrsunfälle. Doch die meisten Autofahrer hatten laut Polizei Glück und es entstand nur ein Sachschaden. Die Beamten appellieren an die Bevölkerung, weiterhin an die Witterungsverhältnisse angepasst zu fahren und bei Unfällen an die Rettungsgasse zu denken.

Eis und Schnee in Osthessen: Polizei verzeichnet 15 Unfälle seit Sonntagabend

Auf der A7 zwischen Kassel und Fulda ist es bei der Gemarkung Knüllwald heute Morgen um 1.30 Uhr zu einem schweren Unfall gekommen. Das schreibt die Polizei in einer Mitteilung. Aufgrund von Schneefall und schneebedeckter Fahrbahn stauten sich die Lkws auf dem rechten Fahrstreifen der A7 zwischen der Anschlussstelle Homberg/Efze und Bad Hersfeld/West. Ein 64-Jähriger aus Offenburg (Baden-Württemberg) stand mit seinem Lkw am Stauende, als ein 28-jähriger Autofahrer aus Bad Hersfeld - laut Polizei aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit - frontal mit seinem VW Touran unter den Sattelauflieger des Lkws fuhr.

Durch den Anprall wurde der VW Touran laut Polizei fast bis zur B-Säule des Fahrzeuges eingedrückt. Die beiden Insassen des Autos wurden im Fahrzeug eingeklemmt. Beide Insassen wurden laut Polizei nur leicht verletzt. Der Sachschaden wird auf 45.000 Euro geschätzt. Der nachfolgende Verkehr staute sich auf mehrere Kilometer über die Anschlussstelle Homberg/Efze hinaus.

Update vom 8. Februar, 7.02 Uhr: „Die gesamte Region bekommt nun das Winterwetter zu spüren“, sagt Wetterexperte Oliver Reuter. „Es kommt zu kräftigen Schneefällen: In Fulda und im Hünfelder Land werden es bis Montagmittag zwischen 10 und 20 Zentimeter Schnee, in der Rhön könnte es noch ein bisschen mehr werden.“ Es kann zu Schneeverwehungen kommen.

Reuter erklärt zudem: „Eine Kältewelle rollt auf uns zu.“ Nachts und Frühmorgens liegen diese Woche bis Freitag die Werte bei minus 15 Grad. „Von Montag auf Dienstag wird es mit bis zu minus 18 Grad die kälteste Nacht werden“, sagt er. Tagsüber erreichen die Werte in Fulda Höchstwerte von eisigen minus 8 Grad.

Eis und Schnee in der Region: Präsenzunterricht fällt an Fuldaer Schulen aus

Aufgrund der Wetterlage wird die Schülerbeförderung in Stadt und Landkreis am Montagmorgen eingestellt. Das teilt das Staatliche Schulamt mit. Daher findet kein Unterricht an den Schulen statt. Es wird auf Distanzunterricht umgestellt. Eine Betreuung in den Schulen ist laut Schulamt sichergestellt.

Eis und Schnee haben zudem am Samstagabend für einen Verkehrsunfall mit einer Schwerverletzten gesorgt. Eine 61-jährige Renault-Fahrerin aus Künzell fuhr um 18.10 Uhr auf der Landesstraße 3430 von Eichenzell kommend in Richtung Kerzell. Das schreibt die Polizei am Montag in einer Mitteilung.

In Höhe des Kerzeller Industriegebietes kam die Künzellerin auf winterglatter ins Rutschen und nach rechts von der Fahrbahn ab. Anschließend prallte der Renault laut Polizei gegen einen Wasserdurchlass und überschlug sich dadurch mehrfach. Die Fahrerin wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Am Renault entstand ein Totalschaden in Höhe von 2000 Euro. Zudem wurden zwei Leitpfosten beschädigt.

Bis minus 18 Grad in Fulda - Meteorologe: „Kältewelle rollt auf uns zu“

Eine dicke Eisschicht hat sich am Samstagmorgen über Osthessen gelegt - und einige Autofahrer vor Probleme gestellt.

+++ 18.14 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat am Sonntagabend eine amtliche Unwetterwarnung für den Kreis Fulda herausgegeben. „Es besteht die Gefahr des Auftretens von starkem Schneefall (Stufe 3 von 4). Verbreitet wird es glatt“, heißt es. Nach Angaben der Meteorologen könnten zwischen 10 und 25 Zentimeter Schnee fallen.

Schnee-Chaos angesagt - Wetterdienst appelliert: „Vermeiden Sie alle Autofahrten!“

Laut dem Wetterdienst müssen sich Autofahrer darauf einstellen, dass Straßen stellenweise unpassierbar sind. „Unter anderem können Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen.“ Die Meteorologen warnen deshalb: „Vermeiden Sie alle Autofahrten! Fahren Sie nur mit Winterausrüstung!“

Die Unwetterwarnung des Wetterdienstes gilt zunächst von Sonntag, 18 Uhr, bis Montag, 12 Uhr. Laut den Wetter-Prognosen sind neben dem Kreis Fulda vor allem der Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie der nördliche Teil des Main-Kinzig-Kreises und der östliche Teil des Vogelsbergkreises betroffen.

Glatteis auf Osthessens Straßen: Zahlreiche Unfälle und blockierte Autobahnen

Update vom 7. Februar, 9.25 Uhr: Nachdem sich bereits am frühen Abend ein Unfall im Vogelsbergkreis (siehe Erstmeldung) ereignet hatte, krachte es im Vogelsberg wenige Stunden später erneut, wie die Polizei berichtet. Gegen 21.10 Uhr sei es in Alsfeld zu einem Verkehrsunfall mit einem schwer verletzten Autofahrer gekommen.

In Alsfeld ereignete sich ein Verkehrsunfall mit einem schwer verletzten Autofahrer.

Ein 34-jähriger Mann aus dem Vogelsbergkreis befuhr die Schwabenröder Straße in Richtung Alsfeld-Stadtmitte. An der Einmündung zur Straße „In der Rambach“ wollte er nach links abbiegen, verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Hierbei überschlug sich der Wagen und blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer, der im Fahrzeug eingeklemmt war, wurde laut Polizei „mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert“.

Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Glatteis.

Zur Ursache des Unfalls schreibt das Polizeipräsidium Osthessen: „Die Ermittlungen zu der Unfallursache laufen aktuell, wobei die Geschwindigkeit des Pkw in Verbindung mit den zur Vorfallszeit herrschenden winterlichen Straßenverhältnissen eine Rolle gespielt haben dürfte“. Der Fahrer könnte außerdem unter Alkoholeinfluss gestanden haben. Entsprechende Untersuchungen wurden eingeleitet.

Wintereinbruch trifft Hersfeld-Rotenburg besonders hart

Auch im Landkreis Fulda sorgte die Glätte für einen Unfall. In Burghaun kam ein Auto von der Fahrbahn ab. Am stärksten war allerdings der Landkreis Hersfeld-Rotenburg betroffen, wie aus einem Bericht der Polizei hervorgeht. Aufgrund des Wintereinbruchs sei es am Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag zu insgesamt zehn Unfällen im Kreisgebiet gekommen. Außerdem blockierten Sattelzüge Autobahnen - teilweise über mehrere Stunden.

Bereits tagsüber habe es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld temporäre Regenschauer und leichtem Schneefall gegeben. In dieser Zeit kam es auf der A7 zu drei Verkehrsunfällen. Glücklicherweise blieb es beim Sachschaden. „Unfallursächlich war in allen Fällen nicht angepasste Geschwindigkeit an die vorherrschenden Witterungsbedingungen“, so die Polizei.

„Ab 22 Uhr setzte starker Schneefall im Bereich der Autobahnen ein“, berichtet das Polizeipräsidium Osthessen. Innerhalb kürzester Zeit seien die Autobahnen 4, 5 und 7 komplett mit Schnee bedeckt gewesen. Die zuständigen Autobahnmeistereien Hönebach und Alsfeld waren mit dem maximal verfügbaren Kontingent an Streufahrzeugen im Einsatz.

„Trotzdem kam es mit dem Einsetzen des starken Schneefalls auf allen Autobahnen zu Beeinträchtigungen des fließenden Verkehrs“, heißt es. Insbesondere an den Steigungsstrecken blieben Sattelzüge liegen. Die Fahrer waren aufgrund der glatten Fahrbahn und des Gewichts der Lastwagen nicht in der Lage, die Steigung zu überwinden.

Schnee und Glatteis: Autobahnen teilweise mehrere Stunden blockiert

In der Steigungsstrecke des Pommer, in Richtung Kassel, kam der komplette Verkehr zwischen 0 und 4 Uhr komplett zum Erliegen. „Der Grund hierfür waren circa 35 Sattelzüge, welche sich auf allen drei Fahrspuren aufgrund der Schneeglätte festgefahren hatten“, berichtet die Polizei. Durch mehrere Streifen der Autobahnpolizei Bad Hersfeld und dem Einsatz mehrerer Streufahrzeuge der Autobahnmeisterei entspannte sich die Situation nach vier Stunden und der Verkehr konnte wieder zum Fließen gebracht werden. In der Gegenrichtung war die Steigungsstrecke zum Pommer für circa 2 Stunden blockierte, ehe auch diese Situation durch Streufahrzeuge und Polizei gelöst werden konnte.

Mit dem Einsetzen des Schneefalles kam es außerdem zu mehreren Verkehrsunfällen auf den Autobahnen 4, 5 und 7. Wie die Polizei bilanziert, kam es zwischen 21.30 Uhr und 1.30 Uhr zu sieben Unfällen. In den meisten Fällen blieb es beim Sachschaden, in wenigen Fällen wurden Personen leicht verletzt. „Bei allen vorgenannten Unfällen war nicht angepasste Geschwindigkeit an die vorherrschenden Witterungsbedingungen unfallursächlich“, so die Polizei.

Erstmeldung vom 6. Februar, 19.46 Uhr:

Osthessen - „Aufgrund von gefrierendem Regen oder Sprühregen muss örtlich mit Glatteis gerechnet werden.“ Diese Warnung hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den Landkreis Fulda und den Vogelsbergkreis ausgegeben. Die Meteorologen warnen: „Es treten starke Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr auf. Vermeiden Sie Autofahrten!“

Wetterdienst warnt vor Winter-Chaos: Glätte-Unfall im Vogelsberg

Im Vogelsbergkreis haben glatte Straßen bereits für einen Unfall gesorgt. Auf der Landesstraße zwischen Lanzenhain und Ilbeshausen kam am Samstagabend ein Auto von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Alle drei Insassen wurden dabei glücklicherweise nur leicht verletzt. Einsatzleiter Steffen Jöckel (Gemeindebrandinspektor Gemeinde Herbstein) berichtetet, dass Eisregen für Glätte auf der Fahrbahn gesorgt hatte. Für die Bergungsarbeiten mussten die Helfer dem Einsatzwagen Schneeketten aufziehen.

Der Wagen kam von der Straße ab und prallte gegen einen Baum.

Bis in die Nacht zum Montag hinein ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) mit extremem Schneefall und Schneeverwehungen in Teilen Deutschlands zu rechnen. Straßen und Schienenwege könnten nicht mehr befahrbar sein. Einzelne Zugverbindungen wurden bereits vorsorglich gesperrt - allerdings nur in der Mitte und im Norden des Landes. Wie stark Osthessen betroffen sein wird, ist noch unklar.

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