Die Stiko hat am Montag eine Empfehlung für Impfungen von Kindern ab 12 Jahren ausgesprochen.
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Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren können sich im Impfzentrum und an Schulen impfen lassen. (Symbolbild)

Testheft eingeführt

Start in das neue Schuljahr: Schulamt sieht Lernlücken durch Corona und plädiert für Impfungen

  • Rainer Ickler
    VonRainer Ickler
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Mit einer Maskenpflicht in den ersten 14 Tagen, drei Selbsttests pro Woche, Impfungen für Schülerinnen und Schüler und einem Nachholangebot mit der Bezeichnung „Löwenstark“ will das Schulamt Fulda der Corona-Pandemie begegnen. 

Fulda - Das Corona-Maßnahmenpaket für die Schulen in der Region stellte der stellvertretende Amtsleiter, Harald Persch, am Montag bei der traditionellen Pressekonferenz zum Schuljahresbeginn vor.

Neben der Pflicht, im Unterricht Masken zu tragen und mit Selbsttests zu prüfen, ob Schüler Corona-positiv sind, wies Persch auf die Impfinitiative von Landkreis, Stadt Fulda und Staatlichem Schulamt hin. Nachdem die Ständige Impfkommission das Impfen von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren freigegeben hat, können sich nach einer Einwilligung der Eltern die Schüler im Impfzentrum und später auch an Schulen impfen lassen. Persch wies darauf hin, dass dies auf freiwilliger Basis geschehe. „Wir halten Impfungen für sehr sinnvoll“, betonte er zugleich. 

Fulda: Schulamt sieht Lernlücken durch Corona und plädiert für Impfungen

Neu ist auch das Testheft. Die Lehrkräfte tragen dort den negativen Test ein, und dieses Dokument hat offiziellen Test-Charakter und gilt für Restaurants oder Veranstaltungen in Innenräumen.

Persch machte deutlich, dass der Distanz- und Wechselunterricht in den vergangenen Monaten Lernlücken hinterlassen habe. Das könne niemand leugnen. „Der Präsenzunterricht ist durch nichts zu ersetzen.“ Mit einem breit angelegten Maßnahmenpaket unter dem Motto „Löwenstark“ sollen die Defizite ausgeglichen werden.

Der stellvertretende Amtsleiter nannte den Digital-Truck, der an drei Grundschulen im Landkreis Halt machen wird, sowie die Kooperation mit Vereinen, um zum Beispiel Angebote wie Schwimmkurse zu unterbreiten. In den Schulen selbst werden in den Hauptfächern Förderkurse angeboten oder es wird Camps in den Ferien geben. Das Programm ist auf zwei Jahre angelegt. Der Bund investiert dafür rund 150 Millionen Euro.

„Für den Distanzunterricht, falls er wieder komme sollte, was aber vermieden werden soll, ist das Schulamt gut gerüstet“, erklärte Persch. „Die digitale Ausstattung ist verbessert worden“. Lehrkräfte seien mit Laptops ausgerüstet worden und digitale Schulungen wurden angeboten.

Mittlerweile hätten so gut wie alle Schulen digitale Lernplattformen, mit denen gearbeitet werden könne. Ein einheitliches System für ganz Hessen gebe es noch nicht. Der Grund: Dies sei geplant, aber da ein unterlegener Konkurrent nach dem Vergabeverfahren geklagt habe, werde sich die Einführung verzögern.

Video: Schulstart im zweiten Corona-Jahr in Deutschland

Nicht nur Lerndefizite seien in der Pandemien zu verzeichnen gewesen, sondern auch psychische Probleme bei Schülern. Aus diesem Grund werde im schulpsychologischen Bereich des Schulamtes eine neue Kraft eingestellt, kündigte das Schulamt an.

Für 2050 Abc-Schützen im Kreis Fulda wird es ernst: Sie werden eingeschult und beginnen damit einen neuen Lebensabschnitt. Bei den weiterführenden Schulen ist indes der Trend zum Gymnasium ungebrochen. Wie sich die Zahlen verteilen, lesen Sie in der Dienstagausgabe der Fuldaer Zeitung und im E-Paper.

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