Mann führt einen Faustschlag aus
+
Zwei Schwarzfahrer sind gegenüber der Bundespolizei handgreiflich geworden.

21- und 20-Jähriger festgenommen

Am Bahnhof in Fulda: Schwarzfahrer gehen auf Polizisten los

Zwei junge Männer sind am Donnerstagabend am Bahnhof in Fulda auf Beamte der Bundespolizei losgegangen. Ein Polizist wurde verletzt, zwei Festnahmen folgten.

Fulda - Ein Zugbegleiter musste im Bahnhof Fulda am späten Donnerstagabend die Bundespolizei zu Hilfe rufen. Im Zug hatte er vier Fahrgäste erwischt, die weder einen gültigen Fahrschein noch Bargeld dabei hatten.

Fulda: Zwei Männer greifen Polizisten an

Laut Polizei kam es dann, als die Beamten eintrafen, zum Gerangel. Die Übergabe an die Polizisten gegen 22.30 Uhr verlief noch „völlig ruhig“. Nachdem die Gruppe den Zug verlassen hatte, fing ein 21-Jähriger jedoch an, die Beamten verbal zu attackieren. Der junge Mann weigerte sich, den Anweisungen Folge zu leisten und griff unvermittelt einen Beamten an, teilt die Polizei in einer Mitteilung mit.

Als der Unruhestifter zu Boden gebracht und gefesselt werden konnte, „solidarisierte sich eine zweite Person aus der Gruppe“, so die Polizei. Ein 20-Jähriger versuchte zuerst durch lautes Schreien die Maßnahme zu stören, als er damit keinen Erfolg hatte, griff auch er einen Beamten an. Dieser Angriff konnte ebenfalls von den Polizisten abgewehrt werden. Der 20-Jährige wurde zu Boden gebracht und gefesselt. Zwei weitere Personen aus der Gruppe, ein 32-Jähriger und ein 24-Jähriger, verhielten sich während der Maßnahme ruhig und folgten den Anweisungen der Beamten, heißt es weiter.

Auseinandersetzung im Bahnhof: Polizist wird verletzt

Bei den Auseinandersetzungen wurde ein Beamter an der Hand verletzt, er musste den Dienst abbrechen. Durch zwischenzeitlich alarmierte Unterstützungskräfte der Landespolizei, konnten die vier Personen zum Bundespolizeirevier Fulda gebracht werden. Gegen alle vier Personen leitete die Bundespolizeiinspektion Kassel ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Erschleichens von Leistungen ein.

Weiterhin müssen die beiden 21- und 20-jährigen Angreifer mit Strafverfahren wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte rechnen. Beide mussten aufgrund ihres anhaltend aggressiven und unkooperativen Verhaltens, vorübergehend in Gewahrsam genommen werden.

Zur Prüfung des Aufenthaltsstatus wurde ein 32-Jähriger aus der Gruppe außerdem an die zuständige Ausländerbehörde übergeben. Ein 24-Jähriger durfte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen noch am Donnerstagabend die Dienststelle verlassen. (jev)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema