Neue Besucher-Container am DRK Seniorenzentrum St. Lioba in Fulda.
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Die Container haben zwei Eingangstüren und sind in der Mitte durch eine Glasscheibe getrennt.

Gesellschaft trotz Corona

Seniorenzentrum St. Lioba in Fulda stellt Container für Besucher auf

  • vonAlina Hoßfeld
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Seit rund zwei Monaten sind die Seniorenheime in der Region für Besucher geschlossen - so auch das DRK Seniorenzentrum St. Lioba in Fulda. Damit die Bewohner des Heims trotzdem Besuch empfangen können, wurden jetzt zwei Besucher-Container aufgestellt.

Fulda - „Durch die Container bieten wir neue Plätze zur Kontaktpflege. Sie werden auch an anderen Standorten des DRK aufgebaut“, erklärt Markus Otto, Prokurist und Leitung Geschäftsbereich Senioren beim DRK. Mit den Containern hätten die Bewohner und ihre Angehörigen die Möglichkeit, näher beieinander zu sein. Während des Gesprächs herrsche eine ungestörte Atmosphäre.

Die beiden Container wurden am Mittwoch am DRK Seniorenzentrum St. Lioba angeliefert.

Um die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten, hat der Container zwei Eingangstüren und in der Mitte eine Glasscheibe. Über eine Sprechanlage kann kommuniziert werden und er ist mit einem Notrufsystem ausgestattet. „Die Container werden gemütlich eingerichtet. Sie erhalten einen Sessel und Blumen. Uns war es wichtig, dass die Container zudem bodentiefe Fenster haben“, erklärt Otto.

Nach jedem Besuch würden die Mitarbeiter die Container reinigen und desinfizieren. Zudem werde regelmäßig gelüftet. „Die Mitarbeiter haben viel zu tun. Sie sind dreifach ausgelastet – zusätzlich zum Normalbetrieb durch das Coronavirus und die fehlenden Angehörigen. Aber wir sind gut besetzt, und die Mitarbeiter wachsen enger zusammen. Sie werden zu einer Art Ersatzfamilie für die Bewohner“, erklärt Otto.

Freuen sich über die neue Besuchsmöglichkeit (von links): Christian Erwin (Krisenmanagement DRK), Carmen Farnung (stellvertretende Einrichtungsleitung St. Lioba), Markus Otto (Prokurist und Leitung Geschäftsbereich Senioren beim DRK) und Myriam Sohn (Einrichtungsleitung St. Lioba).

In den vergangenen Wochen hatten die 132 Senioren bereits verschiedene Möglichkeiten, mit ihren Verwandten zu kommunizieren - diese werden weiterhin angeboten. „Die Bewohner haben per Telefon, Skpe, Fenstertreffen, Balkongespräch und Gartengespräch Kontakt gehalten. Vor allem die Fenstergespräche wurden gut angenommen“, sagt Otto. Keiner der Bewohner sei dabei leer ausgegangen.

Um einen Bewohner zu besuchen, muss der Angehörige zuvor einen Termin vereinbaren. So sollen Ansammlungen vor dem Heim vermieden werden. Rund 30 Minuten haben Besucher und Angehöriger dann Zeit, um sich auszutauschen. Bei besonderen Anlässen – wie Geburtstagen – nach Absprache auch länger.

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