Der Kreistag des Landkreises Fulda bei seiner konstituierenden Sitzung 2021
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Der Kreistag des Landkreises Fulda ist zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen.

In Künzell

Erste Sitzung des neuen Fuldaer Kreistages - Herchenhan als Vorsitzender wiedergewählt

Der Kreistag des Landkreises Fulda ist zweieinhalb Monate nach der Kommunalwahl zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Der Kreistagsvorsitzende heißt auch in der neuen Wahlperiode Helmut Herchenhan (CDU).

Künzell - Im Gemeindezentrum in Künzell sind die Mitglieder des Kreistages des Landkreises Fulda am Montag zur konstituierenden Sitzung des Gremiums zusammengekommen. Einer der ersten Tagesordnungspunkte: die Wahl des Kreistagsvorsitzenden. Mit 52 Ja-Stimmen wurde Helmut Herchenhan (CDU) im Amt bestätigt. 26 Kreistagsmitglieder stimmten mit Nein. 3 Stimmen waren ungültig. Herchenhan selbst hatte eine geheime Abstimmung beantragt.

In der ersten Sitzung einer neuen Wahlperiode werden auch die ehrenamtlichen Mitglieder des Kreisausschusses gewählt und verpflichtet. Die Mehrheit von CDU und FDP im Kreistag steht: Ihr Wahlvorschlag bekam 41 Stimmen. Liberale und Christdemokraten stellen jetzt sechs Kreisbeigeordnete. SPD, Grüne, AfD und CWE stellen je einen Beigeordneten.

Fulda: Nach der Kommunalwahl - Kreistag konstituiert sich

CDU und FDP hatten sich zuletzt auf eine qualifizierte Zusammenarbeit im Kreistag verständigt. Bei der Kommunalwahl im März war die CDU mit 44.09 Prozent stärkste Kraft geworden. Das bisherige Bündnis aus Union und CWE hatte jedoch die Mehrheit verloren.

Auf Antrag der SPD bildet der Kreistag einen Bildungsausschuss. Streit gab es in der Sitzung um den Namen des neuen Gremiums. CDU und FDP beantragten, die Kommission in „Ausschuss für Bildung, Ehrenamt, Kultur und Brauchtum“ umzubenennen, wie FDP-Fraktionschef Mario Klotzsche für CDU und FDP begründete.

Der Bestandteil Brauchtum gefiel Grünen-Fraktionschefin Deborah Müller-Kottusch gar nicht: „Herr Klotzsche, hat der Konservatismus der CDU schon auf die FDP übergegriffen? Wir gehören zu Europa, wir leben auch im Kreis Fulda in einer multikulturellen Gesellschaft.“ Brauchtum müsse man auch deshalb nicht in dem Ausschussnamen aufführen, weil Brauchtum Teil der Kultur sei.

Streit im Kreistag um Namen für Bildungsausschuss

SPD-Fraktionschef Michael Busold wies die Grünen-Kritik zurück: „Brauchtum ist für uns ein positiv besetzter Begriff.“ Thomas Hering, Chef der CDU-Fraktion, äußerte sich ähnlich: „Die Pflege des Brauchtums hat nichts mit Konservativismus zu tun. Beim Brauchtum geht es um unsere regionale Identität. Brauchtum motiviert, Brauchtum sorgt für Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“ Andere Akzente setzte die AfD. Ihr Fraktionschef Jens Mierdel rief aus: „Ich hoffe, dass sich der Ausschuss mit christlich-abendländischem Brauchtum beschäftigt, nicht mit moslemischem Brauchtum.“ (vn)

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