Auf dem Skatepark fährt ein Kind mit dem Roller in Richtung Rampe.
+
Der Skatepark in der Fuldaaue wird zum Bewegungspark erweitert.

Für Landesgartenschau in Fulda

Skatepark, Spielplatz und Sportgeräte: Für 1,5 Millionen Euro wird in der Fuldaaue umgebaut

  • Sabrina Mehler
    vonSabrina Mehler
    schließen

Selten hat sich in der Fuldaaue so viel getan wie derzeit. Nun steht schon das nächste Großprojekt an: Skatepark und Spielplatz sollen zu einem generationenübergreifenden Aktiv- und Bewegungspark aufgemöbelt werden.

Fulda - Kernstück der Maßnahmen ist die Skateranlage in unmittelbarer Nähe zum Feuerwehrmuseum in Fulda. Die in die Jahre gekommene Anlage soll saniert, aufgewertet und zu einem Skate-, Sport- und Bewegungspark ausgebaut werden. Ursprünglich war angedacht, sich nur der Skateranlage zu widmen, die nicht mehr den neuesten Standards entspricht. Doch schnell sei aus den Überlegungen ein viel größeres Projekt erwachsen, berichtete Roman Bonzel von der Städtebauförderung der Stadt Fulda kürzlich in einer Online-Präsentation, als die bisherigen Planungen nach drei Workshops öffentlich vorgestellt wurden.

Schnell sei das gesamte Areal auf den Prüfstand gestellt worden und soll nun „umgekrempelt“ werden. Einbezogen werden jetzt nicht nur der bisherige Spielplatz, sondern auch weitere Flächen, auf denen zum Beispiel sogenannte Calisthenics-Geräte errichtet werden sollen, mit denen man Übungen mit Eigengewicht ausführen kann. Der Parkour- und Calisthenicsbereich soll südlich des DRK installiert werden. Die genaue Lage sei hierbei jedoch noch mit der Unteren Naturschutzbehörde abzustimmen.

Fulda: Skatepark wird für 1,5 Millionen bis zu Landesgartenschau erweitert

Das Konzept dafür haben die beiden Planungsbüros Endboss und Grünplan aus Hannover erstellt. Benjamin Grudzinzki von Endboss erklärte: „Wir wollen nicht nur eine Sportfläche entwickeln, sondern einen ganzen Landschaftsraum, der eine Geschichte erzählen soll.“ Geplant sind nun verschiedene Nutzungsmöglichkeiten auf mehreren Flächen. Die Planer sprechen von „Inseln“, die über Stege miteinander verbunden werden.

Auf einer Insel gibt es nicht nur Sitzgelegenheiten, sondern auch Calisthenics-Geräte, an denen verschiedene Muskelgruppen trainiert werden können – für Jung und Alt wird damit ein Kraft- und Ausdauertraining an der frischen Luft der Fuldaaue möglich. Das Spielplatzareal bildet eine weitere Insel: Auch hier gibt es bereits kreative Ideen, besonders stehen Rutschen und Klettergeräte im Fokus, die sich der Topografie anpassen sollen. Die Motorik der Kinder solle durch diese Elemente gefördert werden. Die vorhandene Seilbahn soll beispielsweise etwas verrückt werden. Auch ein „Trampolinpark“ ist angedacht, berichteten die Vertreter der Planungsbüros während der Präsentation. Das Areal solle zudem entwickelt werden, „ohne viele Bäume entnehmen zu müssen“, wie Jens Krannich von Grünplan erklärte.

Aktivpark in der Fuldaaue mit Aufenthaltsflächen und Spielmöglichkeiten soll entstehen

Im südlichen Bereich werden weitere Inseln mit Aufenthaltsflächen und Spielmöglichkeiten geschaffen. Auf allen Flächen sollen die gleichen Materialien verwendet und alles farblich abgestimmt werden. Der gesamte Aktivpark werde barrierefrei, erklärten die Planer, die davon sprachen, die gesamte Landschaft „ummodellieren“ zu wollen. Es gebe beispielsweise blinde Skateboardfahrer, die nach Einweisung eine solche Anlage befahren können.

Nach den ersten Entwürfen soll sich der Skate-, Sport- und Bewegungspark in Fulda so gestalten.

Während der Online-Veranstaltung hatten die Bürger die Gelegenheit, Fragen zu stellen – insbesondere viele junge Leute wie Skater und BMX-Sportler nutzten diese Möglichkeit. Für sie wird es in der Skateranlage unter anderem Curbs, Rails und Bowls geben – zu Deutsch: Kanten, Geländer und beckenartige Anlagen, auf und in denen die Profis ihr Können zeigen dürfen.

Bis zur Landesgartenschau in Fulda soll der neue Park fertig sein - Kosten: 1,5 Millionen Euro

Für den gesamten Park sei den Planern eine „multifunktionale Nutzung“ wichtig – sowohl für Skater und Ausdauersportler als auch für Menschen, die dem Trubel nur zuschauen möchten. „Wir wollen im Vergleich zu anderen Plätzen ein echtes Highlight in der Fuldaaue schaffen“, betonte Jens Krannich.

Der Spielplatz in der Fuldaaue soll erweitert werden zum Bewegungspark

Der neue Aktiv- und Bewegungspark soll auf einer Fläche von insgesamt rund zwei Hektar entstehen. Die Maßnahmen werden im Rahmen des Förderprogramms „Zukunft Stadtgrün“ bezuschusst. Momentan rechnet die Stadt mit Kosten von insgesamt 1,5 Millionen Euro. Bis Ende dieses Jahres werden die Bauarbeiten vergeben, im nächsten Frühjahr soll dann die erste Bauphase starten, damit der Park bis zur Landesgartenschau 2023 genutzt werden kann. Die Stadt Fulda hatte interessierten Bürgerinnen und Bürger zuletzt einen Blick hinter die Kulissen zu den Vorbereitungen der Landesgartenschau gewährt. In den Fulda-Auen ist zudem die neue Radbrücke nun in Betrieb, die Fußgänger und Radfahrer trennen soll.

Das könnte Sie auch interessieren