Arbeiter bauen an der Ortsumgehung der Bundesstraße B3.
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Insgesamt sechs große Straßenbauprojekte im Kreis Fulda hat Hessen Mobil entweder vollständig oder teilweise in die Ferienzeit gelegt (Symbolfoto).

Autofahrer brauchen Geduld

Hier kommt es in den Ferien zu Sperrungen - Hessen Mobil plant sechs große Bauprojekte im Kreis Fulda

Für die verkehrsärmere Ferienzeit plant Hessen Mobil sechs große Straßenbauprojekte im Landkreis Fulda. Nun verrät die Behörde, wo es zu Sperrungen kommt und wann eine Vollsperrung bevorzugt wird.

Fulda - „Gerade bei größeren, ausgewählten Straßenbauprojekten auf viel befahrenen Strecken, die unter erheblichen Verkehrsbeschränkungen oder Vollsperrung abgewickelt werden müssen und daher größere Umleitungen nach sich ziehen, werden die Bauarbeiten gerne in die verkehrsärmeren Ferienzeiten gelegt“, heißt es in einer Pressemitteilung von Hessen Mobil. Bauarbeiten werden aber zum Teil auch bewusst in Ferienzeiten gelegt, um Schulbuslinien von Umleitungen zu entlasten, denn viele Straßensperrungen betreffen auch den Schulbusverkehr.

Zudem sind gerade die Sommerzeiten günstig für große Baumaßnahmen, da die Tage länger sind und das Wetter in der Regel beständiger ist. Gewisse Arbeiten, wie etwa der Asphalt- oder Betoneinbau, können besser und schneller bei warmen Temperaturen und trockenem Wetter durchgeführt werden, denn der Fahrbahnaufbau muss vollständig ausgehärtet sein, bevor der Verkehr die Fahrbahn wieder nutzen kann. (Lesen Sie hier: Kritik an Hessen Mobil: Bürger-Allianz misst Lärm jetzt selbst - „unüberbrückbare Gegensätze“)

Fulda: Hier nutzt Hessen Mobil die Sommerferien für Straßenbauprojekte

Für den Landkreis Fulda sind laut Hessen Mobil deshalb insgesamt sechs größere Straßenbauprojekte geplant, deren Durchführung entweder vollständig oder teilweise in die Sommerferien gelegt wurden:

So haben zum Start der hessischen Sommerferien am 19. Juli die Bauarbeiten zur Erneuerung der Landesstraße 3174 zwischen Schwarzbach und dem Kreuzungsbereich Kreisstraße 25 in Richtung Bieberstein begonnen. Die Arbeiten müssen unter Vollsperrung ausgeführt werden und enden voraussichtlich Ende September. Ein Großteil der Arbeiten auf der Pendlerstrecke kann während der Sommerferien erledigt werden.

Ebenfalls seit dem ersten Tag der Sommerferien ist die L 3377 in Friesenhausen gesperrt. Grund dafür ist der Abbruch und Neubau einer Brücke. Die Arbeiten erfolgen in den Ferien, um den Schulbusverkehr entsprechend zu entlasten und werden Ende August abgeschlossen.

Die Bauarbeiten zum Ausbau der L 3429 zwischen Steinbach und der B 27 haben am 12. Juli begonnen. Somit liegen die ersten Wochen der Bauzeit in den Sommerferien. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende des Jahres beendet.

Bauarbeiten bewusst in Ferien: Schulbuslinien von Umleitungen entlasten

Schon seit Anfang Juli wird die Fahrbahndecke der K 55 zwischen Bronnzell und Engelhelms erneuert. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich mit Abschluss der Ferien Ende August fertig gestellt.

Die K 115 in der Ortsdurchfahrt Großenlüder wird seit 21. Juni in sechs Bauabschnitten ausgebaut. Die Bauarbeiten werden im Frühjahr 2022 beendet. (Lesen Sie auch: Landesgartenschau 2023: So wird sich Fulda für das Hessen-Fest verändern)

Am 12. Juli haben die Bauarbeiten zur Erneuerung der K 153 zwischen Eiterfeld und Reckrod begonnen. Unmittelbar neben der zu erneuernden Strecke liegen eine Grundschule, eine kooperative Gesamtschule sowie ein Kindergarten. Die Maßnahme sowie die Anlieger/innen profitieren von dem deutlich geringeren Verkehrsaufkommen während der Ferienzeit. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Mitte September abgeschlossen.

Video: Mit diesen Tipps findest du jede Umleitung

Doch wann kommt es zu einer Vollsperrung? Eine Vollsperrung ist immer dann notwendig, wenn die zu sanierende Straße über eine Breite von weniger als 8,50 Metern verfügt. Dann ist aufgrund der strengen Sicherheitsanforderungen des Arbeitsschutzes und der Verkehrssicherheit eine Vollsperrung grundsätzlich vorgegeben. Für Baustelle, Arbeitsbetrieb und Normalverkehr wäre hier schlicht zu wenig Platz.

Die beschilderten Umleitungen im Rahmen der Vollsperrung können dabei grundsätzlich nur über das zur Verfügung stehende klassifizierte Straßennetz also über Bundes-, Landes- und Kreisstraßen führen. Darüber hinaus muss die ausgewiesene Umleitungsstrecke eine Vielzahl von weiteren Anforderungen erfüllen. Vor allem muss sie so leistungsfähig sein, dass der üblicherweise auf der gesperrten Strecke fließende Verkehr von der Umleitungsstrecke aufgenommen werden kann. (ah)

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