Der Vorfall ereignete sich auf der A7 bei Eichenzell.
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Der Vorfall ereignete sich auf der A7 bei Eichenzell.

Mann wurde schwer verletzt

Doch keine Schüsse auf Lkw-Fahrer auf der A7? Das sagt die Staatsanwaltschaft Fulda

Die Staatsanwaltschaft Fulda hat das Ermittlungsverfahren wegen der vermeintlichen Schüsse auf einen fahrenden Lkw auf der A7 eingestellt. Die Hinweise deuten auf einen Unfall hin.

Fulda - Am 5. November war ein Lkw-Fahrer auf der A7 bei Eichenzell schwer verletzt worden. Zunächst war davon ausgegangen worden, auf den Mann sei geschossen worden. Nun teilt die Staatsanwaltschaft Fulda mit, dass „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ davon auszugehen sei, dass es sich bei dem Einschlag in die Windschutzscheibe des Lkw, um ein Unfallgeschehen gehandelt hat.

Umfangreiche Ermittlungen seien abgeschlossen. Insbesondere habe die Staatsanwaltschaft Fulda mehrere Sachverständigengutachten eingeholt - „sowohl des HLKA als auch der DEKRA sowie des Gerichtsmedizinischen Instituts“, heißt es. Trotz ergiebiger Suche wurde weder am Tatort auf der A7 bei Eichenzell noch in Tartortnähe oder im Lastwagen ein Projektil aufgefunden. „Zudem konnten weder Schmauch- noch Bleispuren an der Windschutzscheibe gesichert werden, wohl aber Zinkpartikel, die zu einem im Führerhaus aufgefunden Radmuttersteckschlüssel bzw. einem Felgenschlossadapter passten“, so die Staatsanwaltschaft Fulda.

Fulda: Staatsanwaltschaft vermutet Steckschlüssel-Unfall statt Schüssen auf A7

Eine Untersuchung der an dem Steckschlüssel gesicherten Glassplitter habe zu dem Ergebnis geführt, „dass die Spuren in ihrer physikalischen Eigenschaft nicht von Vergleichstücken, die von der Innen- und Außenscheibe des Lkw genommen worden waren, unterscheidbar waren.“

Auch ein rechtsmedizinisches Gutachten konnte bestätigen, dass der Steckschlüssel geeignet ist, die konkreten Verletzungen des Geschädigten zu erklären. Das stützt DEKRA-Gutachten dieses Ergebnis zusätzlich aus technischer Sicht. Deshalb muss laut Staatsanwaltschaft Fulda davon ausgegangen werden, „dass die Verletzung des Geschädigten nicht durch eine vorsätzliche Handlung eines Dritten verursacht worden ist, sondern durch einen entweder versehentlich an einem Reifen eines vorausfahrenden Pkw vergessenen oder aber auf der Fahrbahn liegenden Radmuttersteckschlüssel/Felgenschlossadapter, welcher hochgeschleudert wurde und die Windschutzscheibe des Lkw des Geschädigten durchschlagen hat“. (lio)

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