Luftbild vom Aueweiher in Fulda.
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Der Aueweiher soll für die Landesgartenschau umgestaltet werden.

Förderprojekt Stadtgrün

Stadt Fulda will Aue-Areal aufhübschen: Bessere Anbindung an Wohngebiete geplant

  • Sabrina Mehler
    vonSabrina Mehler
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Umweltzentrum, Heimattiergarten, Kaufland-Areal: Das sind nur einige Bereiche, die im Integrierten städtebaulichen Handlungskonzept (ISEK) aufgelistet sind – und die die Stadt Fulda auf Vordermann bringen will. Dafür hat sie Gelder aus dem Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün/Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ beantragt.

Fulda - In Bürgerworkshops waren im vergangenen Jahr zahlreiche Ideen entwickelt worden; eine Arbeitsgruppe hatte diese dann konkretisiert. Insgesamt 24 Projekte haben nun Eingang in das Handlungskonzept gefunden, das Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) im Bauausschuss vorstellte. Das Fördergebiet umfasst ein Gebiet von etwa 83 Hektar Größe. Es erstreckt sich in Neuenberg vom Andreasberg entlang der Neuenberger Straße bis zur Johannisstraße und umfasst auch das Gelände des Tiergartens Fulda. Östlich der Fulda erstreckt sich das Gebiet von der Bardostraße entlang der Frankfurter Straße bis zum Wallweg, östlich begrenzt von der Rangstraße.

Wege in der Fuldaaue sollen besser miteinander vernetzt werden

Im Mittelpunkt steht die Fuldaaue – und wie diese besser an die Wohnquartiere angebunden werden kann. Zehn Jahre lang läuft das Programm, ein Großteil der Projekte soll aber bis zur Landesgartenschau 2023 umgesetzt werden. „Das wird unsere Stadt ein ganzes Stück voranbringen“, zeigte sich Daniel Schreiner sicher. Zumindest bei der Umgestaltung des Aueweihers gibt es allerdings Gegenwind.

Einige Maßnahmen sind schon angelaufen, darunter die Sanierung des Heimattiergartens. Außerdem sind bereits Planungsaufträge zur Umgestaltung des Badegartens, des Bereiches St.-Laurentius-Straße/ Neuenberger Straße und der Skateranlage vergeben worden. Wie hoch die Fördersumme ist, hängt davon ab, welche und wie viele Einzelprojekte vom Land genehmigt werden. Diese müssen jährlich beantragt werden.

Sanierung des Heimattiergartens und des Skaterparks angedacht

Einige Projekte und Ideen stellte Schreiner den Stadtverordneten detaillierter vor: „Wir werden zum Beispiel die Frage stellen, ob die Wege und Zugänge in die Fuldaaue gut miteinander vernetzt sind und ob sie noch zeitgemäß sind.“ Beleuchtet werden auch die Stärken und Schwächen der angrenzenden Wohnquartiere.

Im Heimattiergarten sind viele heimische Tierarten zu sehen.

Auch mit dem Umweltzentrum beschäftigt sich das Handlungskonzept: Diesem soll „eine neue und bessere Prägung“ verliehen werden – „zum Beispiel, in dem hier mehr Platzfläche geschaffen wird“, erklärte Schreiner. Im Heimattiergarten sollen unter anderem Wege saniert, Gebäude abgebrochen und neue errichtet werden. Außerdem soll der in die Jahre gekommene Skaterpark in der Fuldaaue neu gestaltet werden. Auch ein sogenannter Calisthenics-Park mit verschiedenen Sportgeräten sei möglich.

Auf dem Kaufland-Areal in Fulda könnten Wohnungen entstehen

Weiterhin steht das Kaufland-Areal im Fokus: „Das Gebäude ist mittlerweile in die Jahre gekommen“, so Schreiner, der einige Ideen in den Raum stellte: So könnten in Zukunft – in Absprache mit dem Eigentümer – der Parkplatz oder der Supermarkt mit Wohnungen überbaut werden. Und auch hier soll die Wegeverbindung für Radfahrer und Spaziergänger in den grünen Raum besser gestaltet werden.

Das Handlungskonzept beschäftigt sich zum Beispiel mit dem Bereich rund um das Kaufland.

Weitere Punkte beschäftigen sich mit dem Verkehrsraum rund um die Andreaskirche in Neuenberg mit seinen „gigantischen“ Straßenbreiten. Auch die Grünflächen an der Lutherkirche, die wenig Aufenthaltsqualität bieten würden, sowie der „Badegarten“, der zur Frankfurter Straße hin geöffnet werden sollen, greift das Handlungskonzept auf.

Die Mitglieder des Bauausschusses beschlossen das Handlungskonzept einstimmig. Dieses soll in der Stadtverordnetenversammlung in der kommenden Woche abgenickt werden.

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