Ein Riesenrad beim Hessentag in Rüsselsheim
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Die Bewerbung für den Hessentag 2026 steht. Dies hat die Stadt Fulda bekanntgegeben. (Symbolbild).

Das sind die wichtigsten Themen

Jetzt steht es fest: Stadt Fulda bewirbt sich um den Hessentag 2026

Es hätte das Fest der Feste in der Barockstadt werden sollen: Im Mai wollte Fulda den Hessentag austragen. Doch die Corona-Pandemie machte der Stadt einen Strich durch die Rechnung. Nun ist es aber offiziell: Die erneute Bewerbung für das Jahr 2026 geht jetzt raus. Im Artikel lesen Sie, welche Schwerpunkte die Stadt setzt.

Fulda - Geplant war der Hessentag vom 21. bis zum 30. Mai dieses Jahres. Zehn Tage lang hätte Trubel auf Fuldas Straßen geherrscht. Vorgesehen waren Konzerte, Ausstellungen und viele andere Veranstaltungen – und die Prominenz hätte sich die Klinke in die Hand gegeben. Doch dann kam die Corona-Pandemie und die Stadt sah sich im Januar gezwungen, den Hessentag abzusagen. Es sei die richtige Entscheidung, sagte Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (CDU) damals.

Nun ist aber wieder Licht am Horizont zu sehen: In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses haben die Stadtverordneten einstimmig beschlossen, dass sich Fulda für den Hessentag 2026 bewirbt. Es ist der nächste freie Termin, nachdem auch Bad Vilbel seinen im vergangenen Jahr ausgefallenen Hessentag 2025 nachholen wird. In der Bewerbung, die in der Sitzung des Ausschusses verlesen wurde, macht der Magistrat seine Ziele für den Hessentag in fünf Jahren anschaulich: Der nachhaltige Qualitätsanspruch an Natur, Kultur und Architektur sei besonders wichtig für die Stadt. Somit möchte Fulda nicht nur einen attraktiven, sondern zugleich einen nachhaltigen Hessentag veranstalten. „Dabei soll der Hessentag unter anderem auf den Charakter der Stadt und Region eingehen“, heißt es in der Bewerbung.

Fulda: Stadt bewirbt sich um Hessentag 2026 - Umwelt und Nachhaltigkeit im Fokus

Aber nicht nur Umwelt und Nachhaltigkeit stehen weit oben auf der Agenda. In der Bewerbung für das Landesfest geht es auch um Fuldas Bewohner und Menschen, die die Stadt in diesen speziellen Tagen besuchen: „Fulda will durch hohe Motivation sowie vielfältiges Bürgerengagement eine Veranstaltung schaffen, die die Stadtentwicklung und das Gemeinschaftsgefühl bei den Fuldaern sowie bei allen Gästen positiv prägen wird.“ Noch dazu will die Stadt auf Feiern und die städtische Atmosphäre mit all ihren Facetten setzen. (Lesen Sie hier: Nach Hessentag-Absage - Wie Hotellerie und Gastronomie nach vorne blicken)

Und das wird sich lohnen, davon war man in der Sitzung des Ausschusses für Haupt- und Finanzwesen überzeugt. „Von den positiven Effekten des Hessentags werden Fulda und die ganze Region zwischen Rhön und Vogelsberg auf Jahrzehnte hinaus profitieren“, so der Wortlaut der Bewerbung.

Finanziell stehe Fulda gut da: „Aufgrund der stabilen Haushaltslage, vorhandener Rücklagen und positiver Haushaltsprognosen in der mittelfristigen Finanzplanung ist die Stadt Fulda in der Lage, den Hessentag zu finanzieren.“ Die finanziellen Rahmenbedingungen bieten laut Bewerbung eine solide Grundlage. Die Stadt erwartet Ausgaben in Höhe von circa 13,5 Millionen Euro. Die geplanten Einnahmen, die der Hessentag im bringen könnte, schätzt die Stadt auf neun Millionen.

Video: Vera Vogt und Max Dudyka sind das Fuldaer Hessentagspaar

Dank der Fördermittel in Höhe von 6,5 Millionen Euro, die das Land Hessen für den Hessentag 2021 zur Verfügung gestellt hatte – und die die Stadt trotz Absage behalten darf –, können mehrere Infrastrukturprojekte umgesetzt werden: Dazu gehören zum Beispiel der Ausbau der Tourist-Information, die Sanierung des Stadions in der Johannisau, die Fahrradbrücke „Rosenau“ und Radwege in der Fulda-Aue. Außerdem hatte das Land versprochen, sich an Kosten, die durch die Absage der Veranstaltung entstanden sind, mit weiteren zwei Millionen Euro zu beteiligen.

Über die einstimmige Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses freute sich unter anderem Bürgermeister Dag Wehner (CDU) sehr: „Die Stadt Fulda wird gern Gastgeber für dieses große Fest sein, das Menschen aus ganz Hessen zusammenführt.“ (Suria Reiche)

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