Einer für alle: Hannes (11) vom Stamm Maximilian Kolbe in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg aus Simmerath-Lammersdorf schreibt nach der offiziellen Eröffnung der  Aktion in Aachen den Sternsingersegen über das Domportal: 20*C+M+B+21 – Christus Mansionem Benedicat (Christus segne dieses Haus).
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Einer für alle: Hannes (11) vom Stamm Maximilian Kolbe in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg aus Simmerath-Lammersdorf schreibt nach der offiziellen Eröffnung der Aktion in Aachen den Sternsingersegen über das Domportal: 20*C+M+B+21 – Christus Mansionem Benedicat (Christus segne dieses Haus).

Segensbotschaft an der Haustür

Kreis Fulda: Sternsinger kommen wegen Corona auf anderen Wegen - Videos, Päckchen und Segenstüten

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
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Auf Anforderung, im Briefkasten oder nach einer Andacht in der Kirche: Auch in diesem Jahr muss kein Haus und keine Wohnung ohne den Segen bleiben, den in „normalen“ Jahren die Sternsinger bringen. Doch in Corona-Zeiten sind Änderungen unvermeidlich. Die neuen Wege im Kreis Fulda sind vielfältig.

Region - „Sie können Gedanken lesen – ich überlege gerade, wie wir das machen!“ Die Eckweisbacher Gemeindereferentin Eva-Maria Baumgarten befasste sich gerade mit den Einzelheiten zur aktuellen Sternsinger-Aktion, als der Anruf der Redaktion sie erreichte. So viel ist klar: In der Rhöngemeinde wird ein Teil der Aktion digital zu den Menschen gebracht. „Wir waren ja im Januar 2020 mit vier Sternsingern von hier bei Bundeskanzlerin Merkel zu Gast – mit diesem Team möchte ich einen Video-Beitrag vorbereiten“, berichtet Baumgarten.

Fulda und Region: Sternsinger kommen wegen Corona auf anderen Wegen

Das Online-Angebot der Gemeinde komme, das bewiesen die Zugriffszahlen beim „Adventskalender“, gut an. Daher wolle man es auch für die Sternsinger nutzen. Doch auch mit ganz normalen Boten soll das Segensangebot zu den Wohnungen und Häusern kommen: mit Päckchen, die in die Briefkästen gesteckt werden. So bekommen die Menschen nicht nur das Klebeband mit den Segenszeichen, sondern auch Informationen und Spendenbitten zugunsten des Kindermissionswerks.

Ähnlich geht man in Flieden vor, berichtete Pfarrer Thomas Maleja: „Wir können ja wegen Corona nicht einfach Teams mit Sternsingern zusammenstellen und dann losschicken. Deshalb haben wir gezielt Familien aufgerufen, sich gemeinsam auf den Weg zu machen.“ Aber auch die Familien werden nicht an den Türen klingeln, sondern bloß ihr Päckchen abgeben. „Die sind unterwegs wie die ,Marktkorb‘-Zusteller“, sagt Maleja. Rund 1400 Adressen werden die Helfer ansteuern.

Auch für Eiterfeld wird das digitale Angebot zum Sternsingen dazu gehören, berichtet Gemeindereferentin Maria Martina Fischer. Damit das Spendenaufkommen zugunsten des Kindermissionswerks – es wird 2021 in die Ukraine weitergegeben – trotz Corona nicht zu gering ausfällt, geht man dort neue Wege. „Wir haben die Geschäftsleute im Ort angesprochen. Die haben sofort zugesagt, das Projekt zu unterstützen und stellen bei sich Sammelboxen auf“, zieht Fischer eine positive Bilanz. Bei den Gottesdiensten könne man zudem die Bänder mit den Segensworten und Informationen bekommen. Zudem bestehe die Möglichkeit, Spenden auch im Pfarrbüro abzugeben.

Video: Vor einem Jahr - Merkel verspricht Sternsingern „Arbeit für den Frieden“

Auch Großenlüders Katholiken rufen die Menschen dazu auf, die Gottesdienste zu nutzen, um dort die Segensbänder, aber auch Überweisungsträger für die Spenden an die Sternsinger-Aktion mitzunehmen. „Wir hielten es nicht für gut, jetzt, wo so viele ihre Tätigkeit und ihre Kontakte einschränken müssen, Gruppen durch die Dörfer zu schicken“, betont Pfarrer Joachim Hartel.

In Fuldas Innenstadtpfarrei werden zwischen dem 6. und dem10. Januar alle, die in den letzten Jahren bereits einen Sternsingerbesuch angemeldet hatten, ein „Segenstütchen“ erhalten. Neben einem Segensgebet und dem Segensaufkleber ist hier auch ein Überweisungsträger enthalten. Es wird gebeten, die Aktion des Kindermissionswerks auch in diesem Jahr großzügig zu unterstützen. Wer im Pfarrgebiet in den vergangenen Jahren keinen Sternsingerbesuch angemeldet hatte, aber gerne ein „Segenstütchen“ erhalten möchte, sollte sich bis zum heutigen 4. Januar unter (0661) 29 69 87 12 oder per Mail melden. Bei allen Segensfeiern, die in diesen Tagen stattfinden, kann man in den Kirchen die „Segenstütchen“ mitnehmen.

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