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Streit über Maske: Mann attackiert schwerbehinderten 15-Jährigen im Zug in Großenlüder

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Die Hessische Landesbahn hat den Verkehr in der Region teilweise eingestellt. (Archivfoto)
Ein unbekannter Mann hat einen 15-Jährigen im Zug angegriffen. (Symbolfoto) © Fuldaer Zeitung

Ein unbekannter Mann hat im Zug einen 15-jährigen Jungen mit Schwerbehinderung angegriffen und ihn bedroht.

Großenlüder - Ein 15-Jähriger aus Bad Salzschlirf ist am Samstag, 26. März, Opfer einer Gewaltattacke geworden, meldet die Polizei in Fulda. Der Vorfall habe sich gegen 17.40 Uhr in einem Zug der Hessischen Landesbahn (HLB) im Bahnhof Großenlüder ereignet. „Der schwerbehinderte Jugendliche war mit einem Verwandten in Fulda in die Bahn gestiegen, um nach Großenlüder zu fahren“, heißt es.

Im Zug habe der Jugendliche eine Frau angesprochen, die nicht den vorgeschriebenen Mund-Nase-Schutz trug. Da „mischte sich plötzlich der Unbekannte ein, packte den 15-Jährigen am Kragen und drohte ihm verbal Gewalt an“, berichten die Beamten. Erst als ein anderer Reisender sich einmischte, habe der Mann von dem Schüler abgelassen.

Fulda: Streit über Maske - Mann attackiert schwerbehinderten 15-Jährigen im Zug

Beim Ausstieg in Großenlüder jedoch wollte der Unbekannte den 15-Jährigen laut Polizei noch verfolgen. „Auch dies konnte durch einen weiteren Unbeteiligten verhindert werden“, erklären die Beamten. Ihr Sohn sei sehr geschockt gewesen, hat die Mutter des Jungen der Bundespolizei laut Mitteilung erzählt. „Sie erstattete Strafanzeige beim Bundespolizeirevier Gießen.“ (Lesen Sie hier: Motorradfahrer bedroht Zwölfjährigen mit Messer)

Personenbeschreibung

„Der Tatverdächtige hatte einen Vollbart und trug eine dunkle Jacke, eine dunkle Kappe sowie eine blaue Jeans. Die Haare waren leicht grau meliert. Der Mann sei über 50 Jahre alt und soll etwa 180 cm groß gewesen sein“, gibt die Polizei an.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet. Wer Angaben zu dem Fall machen kann, wird gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Kassel unter der Telefon-Nummer (0561) 81616-0 oder über www.bundespolizei.de zu melden. (lea)

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