Auch im Main-Kinzig-Kreis sind Sturmschäden sichtbar.
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Auch im Main-Kinzig-Kreis sind Sturmschäden sichtbar.

Dutzende Einsätze

Sturmtief „Ignatz“ fegt durch Osthessen - Zwei fahrende Autos vom gleichen Baum getroffen

  • Anja Hildmann
    VonAnja Hildmann
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  • Selina Eckstein
    Selina Eckstein
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Sturmtief Ignatz hat in der Nacht auf Donnerstag auch in Osthessen getobt - und richtete vielerorts Schäden an. Im Kreis Fulda krachte ein Baum auf zwei Autos.

+++ 16.48 Uhr: Rund 50 Einsätze verzeichnete das Polizeipräsidium Osthessen am Donnerstag. Sturmtief „Ignatz“ sorgte in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Fulda und dem Vogelsbergkreis nicht nur für viele Notrufe, sondern auch hohe Sachschäden, teilte die Polizei jetzt mit.

Glück im Unglück hatten dabei eine 29-jährige Frau aus Poppenhausen und ein 56-jähriger Mann aus Ehrenberg. Die Fahrzeugführer befuhren gegen 6.30 Uhr die B458 in entgegengesetzte Richtung. In einem Waldstück zwischen Steinwand und Friesenhausen stürzte ein Baum auf den VW Tiguan der 29-Jährigen und den Ford Focus des 56-Jährigen. An den Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von insgesamt rund 16.000 Euro. Die Frau aus Poppenhausen wurde leicht verletzt.

Sturmtief Ignatz verursacht 50 Einsätze in Osthessen

Umgestürzte Bäume sorgten in der Nacht und im Laufe des Tages in ganz Osthessen für Einsätze, Verkehrsbehinderungen und Vollsperrungen. „Die Bergungs- und Aufräumarbeiten können bis morgen andauern“, berichtet die Polizei weiter.

Umgestürzte Bäume, beschädigte Autos: Sturmtief „Ignatz“ sorgt für Chaos in Osthessen

Vogelsberg: Zwischen der B275 und Stockhausen wurde eine Baumkrone von Sturmtief „Ignatz“ auf die Kreisstraße 86 gefegt. Für Autofahrer sehr gefährlich, da die Baumkrone quer über der Fahrbahnmitte lag.
Zwischen der B275 und Stockhausen wurde eine Baumkrone von Sturmtief „Ignatz“ auf die Kreisstraße 86 (Vogelsberg) gefegt. Für Autofahrer sehr gefährlich, da die Baumkrone quer über der Fahrbahnmitte lag. © Fuldamedia
Die Straßenmeistereien in Hünfeld, Neuhof und Gersfeld sind wegen des Sturmtiefs „Ignatz“ im Dauereinsatz.
Die Straßenmeistereien in Hünfeld, Neuhof und Gersfeld sind wegen des Sturmtiefs „Ignatz“ im Dauereinsatz. © Jochen Kilian/Hessen Mobil
Damit sie niemand verletzen, wurde diese großen Schirme in der Fuldaer Innenstadt vorsichtshalber auf den Boden gelegt.
Damit sie niemand verletzen, wurde diese großen Schirme in der Fuldaer Innenstadt vorsichtshalber auf den Boden gelegt.  © Volker Nies
Im Freiensteinauer Ortsteil Salz brach dieser Baum vor der ehemaligen Gaststätte auseinander.
Im Freiensteinauer Ortsteil Salz brach dieser Baum vor der ehemaligen Gaststätte auseinander. © Walter Kreuzer
Auch im Freiensteinauer Ortsteil Salz sind die Sturmschäden sichtbar.
Auch im Freiensteinauer Ortsteil Salz sind die Sturmschäden sichtbar.  © Walter Kreuzer
Auch im Freiensteinauer Ortsteil Salz sind die Sturmschäden sichtbar.
Auch im Freiensteinauer Ortsteil Salz sind die Sturmschäden sichtbar.  © Walter Kreuzer
Durch einen umgestürzten Baum wurde ein Telefonkabel beschädigt.
Durch einen umgestürzten Baum wurde ein Telefonkabel beschädigt.  © Alexander Gies
Auch im Main-Kinzig-Kreis sind Sturmschäden sichtbar.
Auch im Main-Kinzig-Kreis sind Sturmschäden sichtbar.  © Alexander Gies
Auch im Main-Kinzig-Kreis sind Sturmschäden sichtbar.
Auch im Main-Kinzig-Kreis sind Sturmschäden sichtbar.  © Alexander Gies
Auch im Main-Kinzig-Kreis sind Sturmschäden sichtbar.
Auch im Main-Kinzig-Kreis sind Sturmschäden sichtbar.  © Alexander Gies
Auch im Main-Kinzig-Kreis sind Sturmschäden sichtbar.
Auch im Main-Kinzig-Kreis sind Sturmschäden sichtbar.  © Alexander Gies
Sturmschäden: Zwischen Bimbach und Lütterz wurde die K110 gesperrt.
Sturmschäden: Zwischen Bimbach und Lütterz wurde die K110 gesperrt. © Leon Weiser
Sturmschäden: Zwischen Bimbach und Lütterz wurde die K110 gesperrt.
Sturmschäden: Zwischen Bimbach und Lütterz wurde die K110 gesperrt. © Leon Weiser
Zwischen Bimbach und Lütterz wurde die K110 gesperrt.
Sturmschäden: Zwischen Bimbach und Lütterz wurde die K110 gesperrt. © Leon Weiser
Zwischen Bimbach und Lütterz wurde die K110 gesperrt.
Zwischen Bimbach und Lütterz wurde die K110 gesperrt. © Leon Weiser

Auch im Main-Kinzig-Kreis kam es zu zahlreichen Einsätzen. In Schlüchtern wurde im Laufe der Nacht ein Baustellenzaun gegen ein Auto geschleudert.

+++ 11.36 Uhr: Sie wurden vom Sturm besonders hart getroffen oder haben Fotos von Sturmschäden gemacht? Dann senden Sie uns Ihre Aufnahmen gerne per Mail an internet@fuldaerzeitung.de. Bitte geben Sie Ihren Namen und Wohnort an. Und schreiben Sie uns, wo in der Region die Fotos entstanden ist.

Vorsicht auf den Straßen: Hessen Mobil warnt vor Gefahren durch Äste und Bäume

Aufgrund der teils heftigen Sturmböen können gerade in waldreichen Gebieten Äste abbrechen und Bäume umstürzen. „Eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Autofahrerinnen und Autofahrer, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger“, gab Hessen Mobil in einer Pressemitteilung bekannt.

Seit den frühen Morgenstunden seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenmeistereien in Hessen (unter anderem in Hünfeld, Neuhof und Gersfeld) im Dauereinsatz und räumen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Feuerwehren umgestürzte Bäume und Äste von den Straßen. Auch das heruntergewehte Laub könne gefährlich und müsse daher dort wo es nötig ist beseitigt werden, so Hessen Mobil.

Der Betriebsdienst kontrolliere das gesamte Streckennetz auf seinen verkehrssicheren Zustand. Werden dabei Schäden oder Mängel festgestellt, werden diese erfasst. Außerdem sichert der Betriebsdienst notwendige Stellen ab und ergreift entsprechende Maßnahme. Die Aufräumarbeiten werden die kommenden Tage noch andauern.

Sturmtief sorgt für Chaos in Osthessen - Unwetterwarnung aufgehoben

Hessen Mobil empfiehlt allen Verkehrsteilnehmenden, sich vorab einen Überblick über die aktuelle Verkehrslage auf den hessischen Straßen zu verschaffen. Möglich ist dies über den Verkehrsservice von Hessen Mobil, aufrufbar unter www.verkehrsservice.hessen.de.

Unterdessen hat der Deutsche Wetterdienst in Offenbach die amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen für den Kreis Fulda aufgehoben.

Zwischen der B275 und Stockhausen wurde eine Baumkrone von Sturmtief „Ignatz“ auf die Kreisstraße 86 (Vogelsberg) gefegt. Für Autofahrer sehr gefährlich, da die Baumkrone quer über der Fahrbahnmitte lag.

Update von 9.07 Uhr: Das Polizeipräsidium Osthessen sprach in einer ersten Pressemitteilung am Donnerstagmorgen von vielen Einsätzen in den Landkreis Fulda, Hersfeld-Rotenburg und im Vogelsbergkreis wegen des Sturmtiefs.

Gegen 5.40 Uhr fiel auf der K 97 zwischen Zahmen (Grebenhain) und Blankenau ein Baum auf ein fahrendes Auto. Der 26-jährige Fahrer aus Grebenhain blieb unverletzt. Am betroffenen VW Tiguan entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 6000 Euro. Aufgrund mehrerer umgestürzter Bäume ist derzeit die K 110 zwischen Bimbach und Lütterz voll gesperrt.

Die Polizei appelliert deshalb an alle Verkehrsteilnehmer, heute besonders wachsam zu sein und vorsichtig zu fahren.

Unwetter im Kreis Fulda: Sturmtief verursacht Schäden in Osthessen

Erstmeldung vom 21. Oktober, 8.19 Uhr:

Fulda - Sturmtief „Ignatz“ hat in Hessen am Donnerstag für viele Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt. Vor allem im Kreis Fulda gingen am frühen Morgen zahlreiche Meldungen bei der Polizei ein. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen auf Nachfrage von fuldaerzeitung.de berichtete, waren es bis zum frühen Morgen bereits 40 Meldungen. Von umgestürzten Zäunen sowie herumfliegenden Stühlen war dabei unter anderem die Rede. In Haswurz kam es wegen des Sturms zum Stromausfall.

Durch umgestürzte Bäume kann es auch zu Straßensperrungen kommen. Unter anderem ist die K110 zwischen Bimbach und Lütterz in Großenlüder wegen Unwetterschäden gesperrt. Bereits im Vorfeld hatte der Deutsche Wetterdienst vor Sturm- und Orkanböen im Kreis Fulda gewarnt.

Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, fällt Sturmtief „Ignatz“, wie hier in Nordrhein-Westfalen, zum Opfer.

Auch andere Polizeipräsidien in Hessen berichteten von umgestürzten Bäumen, herumfliegenden Sonnenschirmen oder einem weggeflogenen Trampolin. Vereinzelt kam es zu kleinen Sachschäden. Berichte über Verletzte gab es am Morgen und in der Nacht nicht. Wie hoch die Schäden im Kreis Fulda bislang sind, sei noch nicht abzuschätzen, erklärte ein Polizeisprecher.

Fulda: Umgestürzte Bäume und gesperrte Straßen wegen Orkanböen

Auch die Bahn meldete landesweit zunächst keine blockierten Strecken oder Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Nach Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach besteht aber in Teilen Hessens noch für Stunden die Gefahr von orkanartigen Böen.

Meteorologe Dominik Jung gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass auf der Wasserkuppe in der Nacht zum Donnerstag Orkanböen mit bis zu 124,9 km/h gemessen wurden, auf dem Hoherodskopf im Vogelsbergkreis waren es 94,7 km/h. „Den ganzen Tag geht es stürmisch weiter“, prognostiziert der Meteorologe.

Für Teile des Landes galt am Morgen bei den Unwetterwarnungen Stufe drei von vier, so auch im Kreis Fulda. Es bestehe die Gefahr, dass Bäume entwurzelt oder Dächer beschädigt werden. Menschen sollten auf herabstürzende Äste oder Dachziegel achten. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben. Ein Aufenthalt im Freien sollte möglichst vermieden werden. Bis zum Nachmittag könne es schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 90 Kilometern pro Stunde geben. In der Südhälfte seien in den Vormittagsstunden auch orkanartige Böen bis zu 110 Stundenkilometern möglich.

Die amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen für den Kreis Fulda gilt noch voraussichtlich bis 11 Uhr.

Video: Orkan Ignatz - So zieht der schwere Sturm über Deutschland hinweg

Am Vormittag bleibt es dem DWD zufolge meist stark bewölkt und es kann Schauer und kurze Gewitter geben. Erst am Abend würden die Schauer abklingen und es gebe Auflockerung. Die Temperaturen steigen nicht über 16 Grad. Am Freitag kann es hauptsächlich in der Nordhälfte noch weitere Schauer geben, hier sind auch noch Sturmböen möglich. Am Abend und in der Nacht zum Samstag beruhigt sich das Wetter dann. (mit dpa-Material)

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