Nach dem Willen der Südend-Anwohnerinnen und -Anwohner in Fulda soll der Badegarten aufgewertet werden.
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Nach dem Willen der Südend-Anwohnerinnen und -Anwohner in Fulda soll der Badegarten aufgewertet werden.

Unterschriften-Aktion

Anwohner vom Fuldaer Südend formulieren Anliegen für Badegarten

  • Andreas Ungermann
    VonAndreas Ungermann
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Der Badegarten – jene Grünfläche mit Spielplatz – zwischen Frankfurter Straße und Fulda-Kanal gilt als stiefmütterlich behandelt. Zur Landesgartenschau soll er attraktiviert werden. Bewohner des Südends fordern aber schon jetzt Nachbesserungen.

Fulda - Rund 160 Unterschriften sind unter den Anwohnern im Fuldaer Südend gesammelt worden. Das Ziel: eine Verbesserung der Situation am Badegarten. Konkret geht es bei den Forderungen um eine sichere Fahrbahnüberquerung und ein selbstreinigendes Toilettenhäuschen für den Badegarten.

Die Stadtteiltreffs der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Lutherkirche im Südend hatten die Unterschriftenaktion organisiert und Ende August an Vertreter der Stadt übergeben. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Bürgermeister Dag Wehner (beide CDU) nahmen die Unterschriften entgegen und begrüßen die aktive Teilnahme der Bürger an der Gestaltung der öffentlichen Flächen in Fulda. (Lesen Sie auch: Hessen unterstützt Fulda bei Innenstadt-Projekten - Das sind die Pläne)

Fulda: Südend-Anwohner formulieren Anliegen für Badegarten

Im Zuge einer Bürgerbeteiligung waren die Bewohner des Südends nach einer Umgestaltung des Badegartens befragt worden. „Der Badegarten ist ein Spielplatz und Park im Fuldaer Südend, der viel Verbesserungspotenzial hat, um ihn für Kinder und Familien zu einem attraktiven Aufenthaltsort zu machen“, sagt Pfarrerin Anke Mölleken von der Lutherkirche. Viele Vorschläge aus dem Stadtteil wurden aufgenommen und der Badegarten wurde schon teilweise umgestaltet. Bewohner des Südends bemängelten aber nach den Umgestaltungsmaßnahmen, dass ein sicherer Überweg über die Frankfurter Straße fehle, um aus den Wohngebieten direkt dorthin zu gelangen. Der Umweg bis zur nächsten Fußgängerampel wird von vielen nicht benutzt, sodass Anwohner häufig über die viel befahrende Straße laufen.

Das Thema werde derzeit intensiv geprüft, unter anderem sei die Frage auch Gegenstand der nächsten Sitzung der „AG Verkehr“, in der unter anderem die Straßenverkehrsbehörde der Stadt, der Regionale Verkehrsdienst der Polizei, das städtische Tiefbauamt und die Verkehrsplanung des Stadtplanungsamts sowie Hessen Mobil und die RhönEnergie als ÖPNV-Betreiber an einem Tisch sitzen. Das erklärt der Pressesprecher der Stadt Fulda Johannes Heller auf Nachfrage.

In der Prüfung – allerdings eher mit langfristiger Perspektive – sei laut Heller zudem noch ein weiteres Anliegen der Südend-Bürger: Im Badegarten gebe es keine Möglichkeit, ordentlich auf Toilette zu gehen, beklagen die Anwohner. Diskutiert werde dieses Ansinnen, wenn es um die künftige Gestaltung und Nutzung des Gesamtareals zwischen Badegarten, Fulda-Kanal und Fulda-Aue nach der Landesgartenschau 2023 geht. Hier wird ja unter anderem diskutiert, ein dauerhaftes Angebot im Bereich Wohnmobile/Camping zu schaffen. Für die Zeit der Landesgartenschau selbst seien an dieser Stelle jedoch noch keine Toiletten vorgesehen, da hier kein offizieller Zugang zum Schaugelände vorgesehen sei.

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