Der neue Teo-Markt von Tegut in der Petersberger Straße.
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Tegut hat in der Petersberger Straße den dritten Teo-Markt eröffnet.

Dritter Store

Teo-Markt in der Petersberger Straße eröffnet: Tegut berichtet von großem Interesse an Konzept

  • Sabine Kohl
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  • Sabrina Mehler
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Der dritte Teo-Markt in der Region hat am Telekom-Gebäude in der Petersberger Straße in Fulda eröffnet. Die Stadt Fulda setzt auf weitere Stores in den Stadtteilen. Tegut berichten von großem Interesse am Konzept - auch außerhalb der Region.

Update vom 25. März, 10.43 Uhr: Das Fuldaer Lebensmittelunternehmen Tegut hat am Donnerstag den dritten Teo-Markt im Großraum Fulda eröffnet. Auf dem Gelände der Telekom in der Petersberger Straße in Fulda kann ab sofort rund um die Uhr eingekauft werden.

Bis Ende 2021 sind zunächst bis zu zehn Standorte im Großraum Fulda geplant. In Frage kommt ein Teo nach Angaben von Tegut überall dort, wo klassische Vertriebskonzepte, wie zum Beispiel Supermärkte, nicht möglich oder wirtschaftlich sinnvoll seien, wie zum Beispiel in Neubaugebieten, vor öffentlichen Einrichtungen, wie Kliniken und Universitäten, an Verkehrsknotenpunkten oder auf Firmengeländen. Vor wenigen Wochen ist in Rasdorf der zweite Teo-Store an den Start (siehe Update vom 5. März) gegangen und fungiert dort seitdem als einziger zentraler Nahversorger für die Menschen.

Dritter Tegut-Teo-Markt in Petersberger Straße in Fulda eröffnet

Seit die erste Filiale im November vergangenen Jahres unter großem Interesse der Öffentlichkeit in der Fuldaer Lindenstraße eröffnet hat, hat das Konzept „bundesweit für Schlagzeilen gesorgt und eine große Nachfrage von Gemeinden und Kommunen außerhalb Fuldas generiert“, berichtet Thomas Stäb, Leiter Vertrieb Convenience-Märkte und Tegut-Teo: „Es freut uns sehr, dass unser Konzept so gut ankommt. Dennoch müssen wir erst einmal unsere Hausaufgaben machen und konzentrieren uns auf ein organisches Wachsen von Teo im Großraum Fulda. Wir sammeln hier in der Region aktuell zahlreiche Erkenntnisse über unsere Kunden und deren Nutzungs- und Einkaufsverhalten. Das gilt es, gewissenhaft zu analysieren, bevor wir das Konzept noch größer ausrollen und einen langfristigen Erfolg von Teo sicherzustellen können.“

Update vom 5. März, 11.43 Uhr: Seit Freitag ist der Teo-Markt von Tegut in Rasdorf eröffnet. Der neue Markt befindet sich auf dem Grundstück des Treffpunkts Via Regia, auf dem auch schon eine Fleischerei sowie ein Bäckereifachgeschäft mit angeschlossenem Bistrobetrieb angesiedelt sind. Wie Tegut-Vertriebsleiter Thomas Stäb mitteilt, werden in den ersten Tagen Mitarbeiter den Kunden dabei helfen, mit dem Konzept des Mini-Marktes zurechtzukommen. Das Gelände war der Wunschstandort der Firma Tegut, um in Rasdorf das Angebot des täglichen Bedarfs zu vervollständigen, hatte es zur Ankündigung des Projekts in einer Pressemitteilung des Unternehmens geheißen.

Ein neuer Tegut Teo hat in Rasdorf bei Hünfeld eröffnet.

Update vom 1. März: In der Fuldaer Innenstadt wird es noch in diesem Monat einen zweiten Teo-Markt geben. In der Petersberger Straße auf Höhe des Telekom-Gebäudes entsteht aktuell einer von insgesamt zehn geplanten Mini-Märkten im Stadtgebiet. Wie Tegut auf Nachfrage mitteilt, soll der 24-Stunden-Markt am 25. März eröffnen. Noch schneller geht es allerdings in Rasdorf: Der dortige Teo wird bereits am Freitag, 5. März, eröffnen.

Erstmeldung vom 15. Februar:

Fulda/Gläserzell - Das Konzept hatte das Unternehmen aus Fulda der Stadt vorgelegt, berichtet Pressesprecherin Monika Kowoll-Ferger auf Anfrage unserer Zeitung. Enthalten seien sowohl Standorte in der Stadt als auch in den Stadtteilen. Teils handele es sich um private, teils um städtische Grundstücke.

Die Stadt Fulda sieht besonders die Standorte in den Orten positiv: Das Konzept von Teo sei ein innovativer Beitrag, um vor allem in den ländlich gelegenen Stadtteilen die Nahversorgung sicherstellen zu können, urteilt Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU). Um welche Standorte es sich handelt, will die Stadt vorerst noch nicht bekanntgeben, und auch Tegut selbst hält sich auf Anfrage unserer Zeitung bedeckt.

Zehn Tegut Teo-Standorte in der Stadt Fulda und Stadtteilen im Gespräch

Klar ist aber, dass Gläserzell und Kämmerzell mit dabei sind: Denn die Ortsbeiräte in beiden Orten waren kürzlich in Gesprächen mit der Stadt und Tegut involviert. Und auch Wingenfeld bestätigt: „Gerade das Fuldatal bietet sich hier an, und ich freue mich, dass der Ortsbeirat von Gläserzell bereits ein konkretes Grundstück dafür vorgeschlagen hat.“

Die Ortsbeiratsmitglieder in dem Stadtteil mit seinen rund 1100 Einwohnern haben sich kürzlich auf eine Fläche neben dem Bürgerhaus geeinigt. Dort sei nicht nur Platz für den Mini-Markt mit seinen rund 50 Quadratmetern Verkaufsfläche, sondern es gebe auch Parkmöglichkeiten, erläutert Ortsvorsteher Roman Namyslo. Nebenan befinden sich außerdem die Katharinenschule und der Kindergarten sowie die Bushaltestelle Abt-Hadamar-Straße. Ein perfekter Standort, findet der Ortsbeirat.

Video: Spatenstich für neues Tegut-Logistikzentrum

Das Thema eines Lebensmittelladens in Gläserzell sei akut: „Es gibt zwar einen Getränkemarkt, aber sonst haben wir hier nichts“, sagt Namyslo. Früher habe es mal einen Tante-Emma-Laden gegeben: „Aber das ist jetzt auch schon ein paar Jährchen her.“ Die meisten Gläserzeller würden heute in Horas, am Aschenberg oder in der Maberzeller Straße in Fulda einkaufen. Ein Auto sei dafür nötig, weil die Busanbindung in Gläserzell eher schlecht sei. Die einzige Verbindung sei die Schlitzer Buslinie, die direkt an der Landesstraße entlangführt. „Aber für Menschen, die am Hang wohnen und älter sind, ist das mit Einkaufstaschen sehr beschwerlich“, verdeutlicht Namyslo. „Wir hoffen, dass es mit dem Bau eines Teos klappt.“

Ähnlich sieht die Situation in Kämmerzell aus, berichtet die dortige Ortsvorsteherin Rita Wehner. Auch sie erinnert an ein ehemaliges Tante-Emma-Lädchen, dass es früher mal gegeben habe. Mittlerweile gebe es ein solches Angebot nicht mehr. Einem Teo stünden die Bürger und Bürgerinnen daher sehr positiv gegenüber. Der Ortsbeirat habe mehrere Standorte vorgeschlagen, auch auf Privatgrundstücken. „Nun muss geprüft werden, welche Fläche in Kämmerzell in Frage kommt - und auch ob sowohl Kämmerzell als auch Gläserzell berücksichtigt werden.“

Gemeinsam mit Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) will Oberbürgermeister Wingenfeld das Tegut-Konzept in den nächsten Wochen dem Magistrat zur Genehmigung vorlegen. Wann dann der erste Laden entstehen könnte, ist offen. Das Unternehmen hatte anlässlich der Eröffnung des ersten Teos in der Fuldaer Lindenstraße im November erklärt, im Jahr 2021 fünf bis sieben weitere der Kleinst-Läden im Großraum Fulda errichten zu wollen.

Gläserzell möchte einen Tegut Teo. Der Wunsch-Standort des Ortsbeirats für den Mini-Markt ist die Fläche neben dem Bürgerhaus in der Abt-Hadamar-Straße.

Roman Namyslo: Es gibt zwar einen Getränkemarkt, aber sonst haben wir hier nichts

Mit dem digitalen Ladenkonzept, das Einkaufen rund um die Uhr ermöglicht und statt eines Kassierers ein interaktives Smart-Display beinhaltet, hat Tegut auf neue Konsumgewohnheiten der Kunden reagiert. Vor allem in Orten, in denen in den vergangenen Jahren Dorfläden geschlossen haben, ist das interessant. So wird Anfang März in Rasdorf ein Teo öffnen - sieben Jahre, nachdem dort das Lebensmittelgeschäft am Rasdorfer Anger geschlossen hat. Bis Ende 2020 gab es in Rasdorf im Kaffee Bohne auch noch Lebensmittel und eine Poststelle.

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