Beim Telekom-Gebäude in der Petersberger Straße in Fulda entsteht ein weiterer Teo-Markt.
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Beim Telekom-Gebäude in der Petersberger Straße in Fulda entsteht ein weiterer Teo-Markt.

Stadt Fulda berät Konzept

Tegut baut Teo-Markt in der Petersberger Straße: Eröffnung noch in diesem Monat geplant

  • Sabine Kohl
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  • Sabrina Mehler
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Die Stadt Fulda will über ein Konzept des Unternehmens Tegut beraten, das zehn mögliche Standorte in Stadt und Stadtteilen für die neuen Teo-Selbstbedienungsmärkte beinhaltet. Ein weiterer Markt entsteht gerade am Telekom-Gebäude in der Petersberger Straße.

Update vom 1. März: In der Fuldaer Innenstadt wird es noch in diesem Monat einen zweiten Teo-Markt geben. In der Petersberger Straße auf Höhe des Telekom-Gebäudes entsteht aktuell einer von insgesamt zehn geplanten Mini-Märkten im Stadtgebiet. Wie Tegut auf Nachfrage mitteilt, soll der 24-Stunden-Markt am 25. März eröffnen. Noch schneller geht es allerdings in Rasdorf: Der dortige Teo wird bereits am Freitag, 5. März, eröffnen.

Erstmeldung vom 15. Februar:

Fulda/Gläserzell - Das Konzept hatte das Unternehmen aus Fulda der Stadt vorgelegt, berichtet Pressesprecherin Monika Kowoll-Ferger auf Anfrage unserer Zeitung. Enthalten seien sowohl Standorte in der Stadt als auch in den Stadtteilen. Teils handele es sich um private, teils um städtische Grundstücke.

Zehn Tegut Teo-Standorte in der Stadt Fulda und Stadtteilen im Gespräch

Die Stadt Fulda sieht besonders die Standorte in den Orten positiv: Das Konzept von Teo sei ein innovativer Beitrag, um vor allem in den ländlich gelegenen Stadtteilen die Nahversorgung sicherstellen zu können, urteilt Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU). Um welche Standorte es sich handelt, will die Stadt vorerst noch nicht bekanntgeben, und auch Tegut selbst hält sich auf Anfrage unserer Zeitung bedeckt.

Klar ist aber, dass Gläserzell und Kämmerzell mit dabei sind: Denn die Ortsbeiräte in beiden Orten waren kürzlich in Gesprächen mit der Stadt und Tegut involviert. Und auch Wingenfeld bestätigt: „Gerade das Fuldatal bietet sich hier an, und ich freue mich, dass der Ortsbeirat von Gläserzell bereits ein konkretes Grundstück dafür vorgeschlagen hat.“

Die Ortsbeiratsmitglieder in dem Stadtteil mit seinen rund 1100 Einwohnern haben sich kürzlich auf eine Fläche neben dem Bürgerhaus geeinigt. Dort sei nicht nur Platz für den Mini-Markt mit seinen rund 50 Quadratmetern Verkaufsfläche, sondern es gebe auch Parkmöglichkeiten, erläutert Ortsvorsteher Roman Namyslo. Nebenan befinden sich außerdem die Katharinenschule und der Kindergarten sowie die Bushaltestelle Abt-Hadamar-Straße. Ein perfekter Standort, findet der Ortsbeirat.

Das Thema eines Lebensmittelladens in Gläserzell sei akut: „Es gibt zwar einen Getränkemarkt, aber sonst haben wir hier nichts“, sagt Namyslo. Früher habe es mal einen Tante-Emma-Laden gegeben: „Aber das ist jetzt auch schon ein paar Jährchen her.“ Die meisten Gläserzeller würden heute in Horas, am Aschenberg oder in der Maberzeller Straße in Fulda einkaufen. Ein Auto sei dafür nötig, weil die Busanbindung in Gläserzell eher schlecht sei. Die einzige Verbindung sei die Schlitzer Buslinie, die direkt an der Landesstraße entlangführt. „Aber für Menschen, die am Hang wohnen und älter sind, ist das mit Einkaufstaschen sehr beschwerlich“, verdeutlicht Namyslo. „Wir hoffen, dass es mit dem Bau eines Teos klappt.“

Video: Spatenstich für neues Tegut-Logistikzentrum

Ähnlich sieht die Situation in Kämmerzell aus, berichtet die dortige Ortsvorsteherin Rita Wehner. Auch sie erinnert an ein ehemaliges Tante-Emma-Lädchen, dass es früher mal gegeben habe. Mittlerweile gebe es ein solches Angebot nicht mehr. Einem Teo stünden die Bürger und Bürgerinnen daher sehr positiv gegenüber. Der Ortsbeirat habe mehrere Standorte vorgeschlagen, auch auf Privatgrundstücken. „Nun muss geprüft werden, welche Fläche in Kämmerzell in Frage kommt - und auch ob sowohl Kämmerzell als auch Gläserzell berücksichtigt werden.“

Gemeinsam mit Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) will Oberbürgermeister Wingenfeld das Tegut-Konzept in den nächsten Wochen dem Magistrat zur Genehmigung vorlegen. Wann dann der erste Laden entstehen könnte, ist offen. Das Unternehmen hatte anlässlich der Eröffnung des ersten Teos in der Fuldaer Lindenstraße im November erklärt, im Jahr 2021 fünf bis sieben weitere der Kleinst-Läden im Großraum Fulda errichten zu wollen.

Gläserzell möchte einen Tegut Teo. Der Wunsch-Standort des Ortsbeirats für den Mini-Markt ist die Fläche neben dem Bürgerhaus in der Abt-Hadamar-Straße.

Roman Namyslo: Es gibt zwar einen Getränkemarkt, aber sonst haben wir hier nichts

Mit dem digitalen Ladenkonzept, das Einkaufen rund um die Uhr ermöglicht und statt eines Kassierers ein interaktives Smart-Display beinhaltet, hat Tegut auf neue Konsumgewohnheiten der Kunden reagiert. Vor allem in Orten, in denen in den vergangenen Jahren Dorfläden geschlossen haben, ist das interessant. So wird Anfang März in Rasdorf ein Teo öffnen - sieben Jahre, nachdem dort das Lebensmittelgeschäft am Rasdorfer Anger geschlossen hat. Bis Ende 2020 gab es in Rasdorf im Kaffee Bohne auch noch Lebensmittel und eine Poststelle.

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