Vorstellung der neuen Initiative des Kreisbauernverbands (von links): Wolfgang Schmelz (Technik-Center Rhön Raiffeisen), Robin Müller und Christian Hartmann (beide Landwirte), Ramona Bott (Landtechnik Bott), Sebastian Schramm (Geschäftsführer Kreisbauernverband) und die Nachwuchs-Traktorfahrer Dennis Hartmann (links) und Leo Bug (rechts).
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Vorstellung der neuen Initiative des Kreisbauernverbands (von links): Wolfgang Schmelz (Technik-Center Rhön Raiffeisen), Robin Müller und Christian Hartmann (beide Landwirte), Ramona Bott (Landtechnik Bott), Sebastian Schramm (Geschäftsführer Kreisbauernverband) und die Nachwuchs-Traktorfahrer Dennis Hartmann (links) und Leo Bug (rechts).

„30 km/h innerorts“

In Ortschaften freiwillig langsamer fahren: Kreisbauernverband Fulda-Hünfeld startet Initiative

  • Ann-Katrin Hahner
    vonAnn-Katrin Hahner
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Der Kreisbauernverband Fulda-Hünfeld hat seine Initiative „30 km/h innerorts“ gestartet. Durch diese sollen Landwirte im Sinne der Rücksichtnahme in Ortschaften freiwillig langsamer fahren. 

Böckels - Mit dem Frühjahr und den wärmeren Temperaturen wird wegen der Aussaat in den nächsten Wochen der landwirtschaftliche Verkehr in der Region wieder zunehmen. Das nahm der Kreisbauernverband Fulda-Hünfeld zum Anlass, seiner letztjährigen Verkehrs-Aktion „Rücksicht macht Wege breit“ die Initiative „30 km/h innerorts“ folgen zu lassen.

„Die Straßen im Landkreis Fulda sind vielbefahren und im Sommerhalbjahr wird es zu einem verstärkten Aufeinandertreffen zwischen landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Pkw und Lkw kommen. Innerorts kommen zudem noch Fußgänger und Radfahrer hinzu“, sagte Sebastian Schramm, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, gestern bei der Vorstellung der neuen Aktion vor der Dreschhalle im Petersberger Ortsteil Böckels.

Kreisbauernverband Fulda-Hünfeld und Werkstätten starten Initiative: In Ortschaften langsamer fahren

Da die Traktorgespanne immer größer würden, sich die teilweise sehr schmalen Straßenverhältnisse in den Gemeinden aber nicht an die Fahrzeugen anpassen, sei es im Interesse aller Beteiligten, Rücksicht aufeinander zu nehmen. „Die Maße eines Traktors samt eines großen Anhängers wirken auch wegen der Geräuschkulisse auf die anderen Verkehrsteilnehmer einschüchternd. Daher ist es nicht nur zur Vermeidung von Unfällen besser, wenn man mit landwirtschaftlichen Maschinen etwas langsamer fährt“, so Schramm.

Malin Krieg, Pressesprecherin des Kreisbauernverbands, fügte hinzu: „Die meisten Landwirte fahren mit ihren Maschinen innerorts ohnehin nicht mehr als 40 Stundenkilometer. Aber gerade durch den Geräuschpegel, der durch die Maschinen verursacht wird, wirkt es häufig, als würden die Traktoren regelrecht rasen.“ Mit der geringeren Geschwindigkeit ließe sich die Lautstärke erheblich reduzieren und Gefahrensituationen besser vermeiden.

Diese Unternehmen beteiligen sich an der Initiative

An der neuen Initiative sind aktuell vier Unternehmen als Partner des Verbandes beteiligt: Landtechnik Bott (Dirlos), Technik-Center Rhön-Raiffeisen Waren (Petersberg), Leinweber Landtechnik in Neuhof und das Agravis Technik-Center in Michelsrombach.

Malin Krieg: Die meisten Landwirte fahren innerorts ohnehin nicht mehr als 40 Stundenkilometer

Um die Landwirte an die freiwilligen 30 Stundenkilometer zu erinnern, sollen Aufkleber, auf denen das rote Begrenzungsschild von 30 Stundenkilometern zu sehen ist, im Schlepper für den Fahrer gut sichtbar angebracht werden. Verschicken wird der Verband die Aufkleber an die Landwirte des Kreises allerdings nicht.

„Ob so ein Aufkleber den Weg vom Briefkasten in den Schlepper findet, ist eher fraglich“, sagte Krieg. Daher hat sich der Verband Verstärkung in Form von Landmaschinenhändlern und Werkstätten aus der Region geholt. Diese sollen in Zukunft die Aufkleber beim Neukauf von Maschinen oder bei Reparaturarbeiten in der Fahrerkabine anbringen und so an die Aktion erinnern.

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