Am Standort Fulda der Theologischen Fakultät wird kein universitärer Lehrbetrieb mehr stattfinden. Dieser wird ab dem Wintersemester 2022/23 nach Marburg verlagert.
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Am Standort Fulda der Theologischen Fakultät wird kein universitärer Lehrbetrieb mehr stattfinden. Dieser wird ab dem Wintersemester 2022/23 nach Marburg verlagert.

Langjährige Entwicklung

Theologische Fakultät Fulda: Lehrbetrieb findet ab Wintersemester 2022 in Marburg statt

Die Theologische Fakultät Fulda wird ihren Lehrbetrieb zum Wintersemester 2022/23 an die Philipps-Universität nach Marburg verlegen. Damit setzt die Fakultät eine langjährige Entwicklung fort.

Fulda - Bereits seit einigen Jahren befindet sich die Theologische Fakultät Fulda ein einem Um- und Neustrukturierungsprozess. Den Weg zu gehen, Lehrangebote, die zu einem akademischen Abschluss führen, in Marburg zu bündeln, hatte das Bistum Fulda bereits im Oktober 2020 aufgezeigt. Die Theologische Fakultät Fulda fokussiert sich dagegen auf den Bereich der Erwachsenenbildung und Fortbildung.

Die Priesterausbildung findet nicht mehr in Fulda statt. „Fort- und Weiterbildung wird das Schwergewicht der Zukunft in Fulda sein“, sagte der Rektor der Fakultät, Bernd Dennemarck, bereits im vergangenen September. „In Zukunft könnten wir mehr wagen und ausprobieren.“ Das „Standbein“ in Marburg, das „Spielbein“ in Fulda, so beschrieb es der Rektor. (Lesen Sie hier: Priesterausbildung in Fulda auf dem Prüfstand: Ende einer über 1000 Jahre alten Tradition?)

Theologische Fakultät Fulda: Lehrbetrieb in Marburg ab Wintersemester 2022/2023

Wie die Theologische Fakultät am Donnerstag in einer Pressenotiz mitteilte, waren zunächst Lehrende aus Fulda zusätzlich am Katholischen Seminar in Marburg als Lehrbeauftragte tätig. 2015 wurde das Seminar in die Theologische Fakultät eingegliedert. Der gemeinsame Lehrbetrieb in Marburg ermögliche es, Lerngruppen zu bilden, in denen Lehramts- und Magisterstudierende gemeinsam arbeiten und von den Kompetenzen der jeweils anderen profitieren.

Die Einbettung in eine evangelisch geprägte, säkulare Stadt sei eine Chance und Herausforderung – ebenso wie die Möglichkeit, bestehende Kooperationen mit der Philipps-Universität zu intensivieren.

In Fulda: Vernetzung theologischer Forschung und kirchlicher Praxis

Der Standort Fulda mit seiner wissenschaftlichen Bibliothek soll allerdings ebenso weiterentwickelt werden. Neben Angeboten für die Öffentlichkeit (Kontaktstudium, Symposien, Fort- und Weiterbildungsangebote) stehe der Standort für die enge Vernetzung von theologischer Forschung (Institut Bibliotheca Fuldensis) und kirchlicher Praxis (Institut Kirche in der Welt von heute). Um den Standort Fulda zu verstärken, hatte Fuldas Bischof Dr. Michael Gerber zum Beginn des Wintersemesters 2020/2021 zwei neue Bischöfliche Beauftragte ernannt: Dr. Marco Bonacker (36) und Pfarrer Dr. Martin Stanke (42) sollen im Auftrag des Großkanzlers und in Zusammenarbeit mit der Hochschulleitung den Entwicklungsprozess der Theologischen Fakultät unterstützen. (sko)

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