Christoph Seibel Tischkicker
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Christoph Seibel ist begeisterter Tischfußballer und gründet eine Amateur-Kickerliga Fulda.

Mannschaften gesucht

Christoph Seibel will Tischkicker-Liga in Fulda gründen: Viele Kneipen und Vereine ziehen mit

  • Hanna Wiehe
    VonHanna Wiehe
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Christoph Seibel aus Haimbach ist begeisterter Tischfußballer. Im Ruhrpott fand er einst seine Leidenschaft. Nun möchte er hierzulande Mitstreiter finden – und gründet eine Amateur-Kickerliga Fulda.

Fulda - Dass Christoph Seibel zu seiner Begeisterung fürs Tischkickern fand, war eigentlich eher aus der Not geboren: Vor einiger Zeit war er unter der Woche beruflich für zwei Jahre in Essen - weit weg von der Familie in Fulda-Haimbach. Im Ruhrgebiet wollte der 39-Jährige, der im Bereich IT und Controlling tätig ist, auch mal unter Leute.

„Nach Weihnachten bin ich in eine Bar gegangen, wo ein paar ältere Herren Tischfußball spielten. Nach einer mehr als eindeutigen Niederlage hat mich der Ehrgeiz gepackt.“ Er fing an, selbst zu kickern - und hörte nicht wieder auf.

Fulda: Christoph Seibel aus Haimbach will Tischkicker-Amateurliga gründen

„In Essen wurde ich dann in eine WhatsApp-Gruppe ,Kickern in Essen‘ aufgenommen und bin irgendwann amateurliga-tauglich geworden“, berichtet Seibel. „Als ich wieder in die Heimat zurückkam, wollte ich am liebsten weitermachen“, erinnert er sich.

„Hier gibt es mit den Osthessenkickern aus Großenlüder zwar ein professionelles Tischfußball-Team - doch deren sportliches Niveau ist bereits so fortgeschritten, dass Einsteiger nur mit viel Geduld ihren Einstieg in den Sport finden können. Mein Ziel ist es, einen spaßigen, sportlich-engagierten Spielerkreis aufzubauen, der mal hier, mal dort spielt. Die Regeln sollen leicht verständlich und überschaubar sein“, erläutert der 39-Jährige.

Zwischen der zweiten und dritten Corona-Welle veranstaltete er ein Kickerturnier im kleinen Kreis, streckte in seinem Umfeld die Fühler aus und erntete zahlreiche positive Rückmeldungen. Deshalb baut er gerade eine Amateur-Kickerliga Fulda auf, und muss dafür ordentlich Klinken putzen. Doch auch hier rennt er vielerorts offene Türen ein: „Ich habe Kontakte geknüpft zu Kneipen und Unternehmen, ob die bei sich nicht Tische aufstellen und eine Mannschaft stellen möchten“, berichtet Seibel.

Großes Interesse an Amateurliga

Im Hinterkopf hat er dabei stets seine Tage in Essen: „Dort waren montags, dienstags und mittwochs Liga- und Trainingszeiten in den Kneipen, denn zu diesen Zeiten sind diese ja nicht so stark frequentiert.“

Eine Konkurrenz zu Großenlüder soll die neue Liga nicht werden, betont Seibel. Er hat ein anderes Ziel: „Wir möchten uns im Sport verwirklichen.“ Im Idealfall sollen drei Amateurligen mit acht bis zehn Mannschaften an den Start gehen, damit jeweils ein Auf- und Abstieg möglich ist. Zwei Wochen sind ein Spieltag. „Spieler aus der Amateurliga Fulda, die an überregionalen Turnieren teilnehmen möchten, haben so mit den Osthessenkickern die ideale Anlaufstelle.“

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„17 Locations, Unternehmen und Vereine haben schon ihr Interesse signalisiert, ein Unternehmen, die Bildstürmer aus Fulda, möchte sogar zwei Mannschaften stellen“, berichtet Christoph Seibel voller Vorfreude. „Mit dabei sind außerdem der Haimbacher Sportverein, der Stadtwächter sowie das Billardcafé Take In in Fulda.“

Er bastelt derzeit fleißig an dem Internetauftritt der neuen Kickerliga. Dort können Interessierte ihre Kontaktdaten hinterlassen und angeben, ob sie eine Mannschaft suchen, ein Unternehmen, eine Bar oder Gastronomie repräsentieren oder einen Verein.

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