Vor einer Bäckereifiliale begann der Konflikt am frühen Morgen des 13. April 2018, der mit tödlichen Schüssen auf einen 19 Jahre alten Afghanen endeten.
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Vor einer Bäckereifiliale begann der Konflikt am frühen Morgen des 13. April 2018, der mit tödlichen Schüssen auf einen 19 Jahre alten Afghanen endeten. Nun wurde das Verfahren gegen den Polizisten erneut eingestellt.

Rechtfertigung durch Notwehr

Tödliche Schüsse auf afghanischen Asylbewerber im Münsterfeld - Verfahren gegen Polizisten erneut eingestellt

Das Verfahren gegen den Polizeibeamten, der im April 2018 im Fuldaer Münsterfeld tödliche Schüsse auf einen 19-jährigen afghanischen Asylbewerber abgegeben hatte, wurde erneut eingestellt. Dies vermeldete die Staatsanwaltschaft Fulda.

Fulda - Wie die Staatsanwaltschaft Fulda erst jetzt mitteilte, sei das Verfahren bereits mit einer Verfügung vom 3. Juli erneut eingestellt worden. In der neuerlichen Überprüfung des Vorfalls seien unter anderem mehrere an dem damaligen Polizeieinsatz beteiligte Beamten unter Einbeziehung eines zwischenzeitlich durch einen Zeugen übergebenen Videos ergänzend staatsanwaltschaftlich vernommen worden.

Fulda: Tödliche Schüsse im Münsterfeld - Verfahren gegen Polizisten eingestellt

„Hierdurch haben sich auf tatsächlicher Ebene keine von dem ehemals als erwiesen angesehenen Sachverhalt erheblich ab-weichenden Umstände ergeben“, teilte Dr. Christine Seban, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Fulda mit. Deshalb blieb es bei der ursprünglichen Bewertung des Falls, wonach die durch den beschuldigten Polizeibeamten abgegebenen und letztendlich tödlichen Schüsse durch Notwehr gerechtfertigt waren.

Die Einstellung des Verfahrens vom 27. Juli 2019 war erneut überprüft worden, da der Bruder des Verstorbenen Beschwerde über die Einstellung des Verfahrens eingereicht hatte. Neben der Staatsanwaltschaft Fulda hatte auch die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main die Ermittlungen aufgenommen. (akh)

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