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Ulstertalkommunen Ehrenberg, Hilders und Tann nehmen mehrere Millionen-Großprojekte in Angriff

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Von: Jessica Vey

Die Ehrenberger Kita bekommt für zwei Millionen Euro einen Anbau.
Die Ehrenberger Kita bekommt für zwei Millionen Euro einen Anbau. © Franz-Josef Enders

Es sind, was Preise und Lieferschwierigkeiten angeht, ungewisse Zeiten. Dennoch wird vielerorts gebaut – auch in den Ulstertalkommunen in der Rhön. Ehrenberg, Hilders und Tann im Landkreis Fulda investieren dieses Jahr Millionenbeträge. 

Hilders: Das Bauen steht in Hilders (Kreis Fulda) im Vordergrund. Zwei Millionen Euro fließen 2022 und 2023 in die Radwege der Gemeinde. Vom Bund gibt es dafür großzügige Fördergelder: Der Zuschuss liegt bei 1,8 Millionen. Geplant sind der Ausbau der Verbindungen Reulbach – Brand, Rupsroth – Dietges und eine Strecke von Dietges auf der alten Bundesstraße zum Grabenhöfchen.

„Die neuen Radwege bedeuten einen großen Mehrwert für unsere Bürger, aber auch für den Tourismus“, sagte Bürgermeister Ronny Günkel (CWE). Was vor allem für die Ortsteile Batten und Findlos ein Gewinn ist: Der Abriss und Neubau des in die Jahre gekommenen Dorfgemeinschaftshauses Batten.

Fulda: Drei Ulstertalkommunen nehmen mehrere Millionen-Großprojekte in Angriff

Das Projekt kostet 1,77 Millionen Euro – wird aber aus dem IKEK-Programm mit gut 770.000 Euro gefördert. Der Abriss soll im Herbst erfolgen. Ein weiteres großes IKEK-Projekt ist die Sanierung des Freizeitbades Ulsterwelle für 1,75 Millionen Euro (gut 900.000 Euro Förderung). 

In diesem Jahr soll außerdem der Kindergarten in Eckweisbach für 411.000 Euro erweitert werden, die Feuerwehr Hilders-Mitte bekommt ein Tanklöschfahrzeug (400.000 Euro) und der Rathausplatz wird im Zuge des IKEK-Programms – das die Ortszentren stärken will – umgestaltet. 

Tann: Für die Rhönstadt steht ein Großprojekt an: Im Gebiet „Am Kuhleich“ wird ein neues Feuerwehrhaus gebaut. Dieses Jahr fallen allerdings nur Planungskosten an, bevor es 2023 ans Eingemachte geht und der Startschuss für das Vier-Millionen-Projekt fällt. 1,2 Millionen Euro schießen Land und Landkreis zu.

Die Friedhofsmauer in Tann wird für eine halbe Million Euro saniert.
Die Friedhofsmauer in Tann wird für eine halbe Million Euro saniert. © Rainer Ickler

Ein weiteres Großprojekt ist, wie in der Nachbargemeinde Hilders, der Radwegebau. Hier geht es um einen Abschnitt von Wendershausen nach Dippach; eine Verbindung vom hessischen Ulstertal- zum thüringischen Feldatalradweg soll für 980.000 Euro hergestellt werden (Zuschuss: 814.000 Euro). Ein zweiter Abschnitt von Dippach über Hundsbach nach Unterweid ist in Planung. 

Die Friedhofsmauer in Tann ist schon lange kaputt und muss sogar gestützt werden. Die Sanierung soll im IKEK-Programm – das am Freitag von den Stadtverordneten voraussichtlich beschlossen wird – aufgenommen werden, so dass bei Kosten von einer halben Million Euro eine Förderung von 450.000 Euro in Aussicht steht. 

Bei der Kläranlagen-Sanierung wird in diesemJahr das Betriebsgebäude erneuert (350.000 Euro) und die Straße Am Mühlberg in Tann soll 2022 erneuert werden (225.000 Euro).  

Ehrenberg: Das Spatzennest als einzige Kita in der Gemeinde muss erweitert werden. Dieses Projekt soll dieses und nächstes Jahr umgesetzt werden und kostet knapp zwei Millionen Euro. Es ist die größte Investition in der Geschichte der Gemeinde. Der großen Zahl von Kindern soll Rechnung getragen werden, so dass am Ende fünf Gruppen betreut werden können.

Das in die Jahre gekommene DGH in Hilders-Batten wird für 1,77 Millionen Euro abgerissen und neu gebaut.
Das in die Jahre gekommene DGH in Hilders-Batten wird für 1,77 Millionen Euro abgerissen und neu gebaut. © Franz-Josef Enders

Auch in den Brandschutz wird investiert: Die Feuerwehr in Wüstensachsen bekommt für 446.000 Euro ein neues Staffellöschfahrzeug und außerdem ist ein neues Feuerwehrhaus in der Planung, das im Jahr 2023 gebaut werden soll.  Ein weiteres Großprojekt, das die Gemeinde und die politischen Gremien schon lange beschäftigt, ist die Neugestaltung des Friedhofs in Seiferts. Dort werden aufgrund von Platzmangel sogenannte Systemgräber entstehen – für 270.000 Euro. 

Ein ambitioniertes Projekt ist die Ausweisung von Baugebieten. Die Gemeinde ist in den Ortsteilen in Verhandlungen, um Flächen zu kaufen – dafür und für den Wohnungsbau stehen 210.000 Euro zur Verfügung. Auch hier wird in Radwege und in die Radwegeinfrastruktur (E-Ladestationen, Radgaragen und Beschilderung) investiert: In den kommenden beiden Jahren insgesamt 460.000 Euro, wie in den Nachbarkommunen unterstützt durch Fördergelder. 

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