Das Projekt sieht vor, mehrere Hochbeete an verschiedenen Orten in der Stadt anzubauen.
+
Das Projekt sieht vor, mehrere Hochbeete an verschiedenen Orten in der Stadt anzubauen.

Neues Projekt

Fulda soll „essbare Stadt“ werden - Diese Pläne hat das Umweltzentrum

Das Projekt „Essbare Stadt Fulda“ will die Innenstadt zu einem „grüneren und essbaren Ort“ machen. Es wird vom Umweltzentrum geleitet und von der Stadt Fulda finanziell gefördert.

Fulda - Im Rahmen des Projekts werden mehrere Hochbeete an verschiedenen Orten in Fulda, vor allem in der Innenstadt, gebaut und mit essbaren Pflanzen – etwa Gemüse, Kräuter und Blumen – bepflanzt, die von allen Stadtbewohnern gepflückt und gegessen werden können. So geht es aus einer Pressemitteilung hervor.

Um den Hochbeetaufbau und um die Pflege kümmern sich zivilgesellschaftliche Initiativen und Gruppen. Diese übernehmen gemeinschaftlich die Verantwortung für das Gießen und den Zustand des jeweiligen Hochbeets. Es stehen bereits Hochbeete am Kronhof, auf dem Hochschulcampus, vor dem Wohnzimmer und dem Studio des Welcome In-Stadtteiltreffs Innenstadt in der Robert-Kircher-Straße und Am Rosengarten sowie am Luckenberg vor Emmas Unverpacktladen.

Fulda: Umweltzentrum will Stadt „essbar“ machen - So soll es gehen

Gepflegt werden die Beete jeweils von einer Gruppe von antonius-Wohnen, einer Hochschulinitiative aus Studierenden und Mitarbeitenden, dem Team des Welcome In sowie verschiedenen Läden am Luckenberg. (Lesen Sie hier: Bio-Rasenmäher für die Stadt? CDU will „Stadtschafe“ in Fulda)

Die Hochbeete sind aus Europaletten gebaut, die das Palettenwerk Aloysius Krenzer aus der Rhön gespendet hat. Der Großteil der Füllmaterialien wurde durch das Grünflächenamt der Stadt Fulda zur Verfügung gestellt und es wurde beim Bau komplett auf Plastik verzichtet.

Begleitet wird das Projekt mit einer Reihe von Veranstaltungen rund um das Thema Urban Gardening (Stadtgärtnern) und ökologische Vielfalt. Im Juni fand schon ein Gartentauschflohmarkt im Umweltzentrum statt, und im August gab es einen interaktiven Workshop zum Thema ökologisches und soziales Gärtnern, woraus sich nun die Gruppe „Essbare Stadt Fulda“ gegründet hat. Diese möchte weitere Urban-Gardening-Projekte in Fulda entwickeln, auch im Hinblick auf die kommende Landesgartenschau 2023.

Mehr Infos rund ums Projekt gibt es auf der Homepage des Umweltzentrums sowie den sozialen Medien Instagram und Facebook (essbarestadt.fulda). Geleitet wird das Projekt von den zwei Koordinatorinnen Karolin Sinning und Lena Fockers.

Da das Projekt von Partizipation und bürgerlichen Engagement lebt, freut sich die daraus hervorgegangene Initiative „Essbare Stadt Fulda“ auch über weitere interessierte Menschen, die Lust auf gemeinsames Gärtnern in der Stadt haben, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Video: „Urban Farming“: 3 kreative Ideen für die Selbstversorgung zuhause

Die Hochbeete sollen ein erster Schritt in Richtung der Vision einer „Essbaren Stadt Fulda“ sein. Sie sind Orte gemeinschaftlichen Gärtnerns und bieten gleichzeitig die Möglichkeit anderen Menschen zu begegnen und darüber ins Gespräch zu kommen, wie wir in Zukunft vor Ort leben wollen und wie unsere Städte in Zukunft aussehen sollen und können. Denn eine stärkere Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten schaffe mehr Resilienz für eine Stadtgesellschaft im Angesicht der Klimakrise, meinen Lena Fockers und Karolin Sinning.

Die beiden Projektkoordinatorinnen und die weiteren Mitwirkenden im Projekt hoffen, dass das Vorhaben weiterwachsen wird und in naher Zukunft mehr Gemeinschaftsgärten, Blumenwiesen, Baumpflanzungen, kommunale Streuobstwiesen und weitere grüne Orte in Fulda entstehen werden, „damit Fulda im wahrsten Sinne des Wortes zu einer essbaren Stadt wird“. (mal)

Das könnte Sie auch interessieren