So sieht es aus im neuen Standort des Mütterzentrums in Fulda.
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So sieht es aus im neuen Standort des Mütterzentrums in Fulda.

Vorteil für Kinderkrippe

Mütterzentrum Mütze zieht in Fulda um - in modernere, aber kleinere Räume

  • VonAnja Hildmann
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Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Volkshochschule (VHS) wird der neue Sitz des Mütterzentrums Fulda. Diese Woche hat der Umzug begonnen, der viele Vorteile bringen soll, aber auch weniger Platz bedeutet.

Fulda - Optisch überzeugt der neue Standort des Mütterzentrums am Gallasiniring 30 in Fulda mit seiner modernen Ausstattung und lichtdurchfluteten Räumen sofort. Nur eines fehlt noch: Eltern und Kinder, die das bunte Angebot nutzen. Denn das Zentrum ist ein Treffpunkt für Eltern, Alleinerziehende und Senioren.

„Wir müssen die Räume noch mit Leben füllen“, betont Katharina Rapp. Die Sozialpädagogin ist Mitgründerin des Vereins und zeigt sich dankbar für die Unterstützung der Stadt bei dem Umzug. „Manches geben die Räume zwar nicht her, aber wir finden für alles eine Lösung“, sagt sie.

Fulda: Das Mütterzentrum Mütze zieht um - Aufregung bei Groß und Klein

Denn im Vergleich zum vorherigen Standort seien die Räume kleiner. Dafür überzeuge das neue Zuhause der „Mütze“ mit Barrierefreiheit und kurzen Wegen zwischen Spielräumen und kindgerechten Sanitäranlagen. Neben einem Multifunktionsraum, der für Beratungen, aber auch für beispielsweise Fußpflege und Massage genutzt werden kann, befindet sich auf dem Erdgeschoss noch ein Bewegungsraum für Groß und Klein und ein großes Ess- und Spielzimmer.

Letzteres sei zuvor getrennt gewesen. Darüber hinaus gibt es separate Räumlichkeiten für den Miniclub – die U3-Kinderbetreuung. Vor dem Mütterzentrum wird es im Erdgeschoss ein Stadtteilcafé geben, das von verschiedenen Trägern organisiert wird. In welcher Form der Betrieb dieses Cafés laufen soll, sei noch offen. Ein Mittagstisch und eine Außenterrasse seien aber schon geplant. „Das ist wirklich eine Bereicherung für die Anwohner“, betont Rapp.

Im Untergeschoss hat die eigene Kinderkrippe „Marienkäfer“ Platz gefunden. „Die neue Krippe ist kleinkindgerechter, und wir können nun zwölf statt zehn Kinder betreuen“, berichtet die Sozialpädagogin. Ein weiterer Gewinn sei das Außengelände mit Sandkasten, das am alten Standort – dem unweiten Gallasiniring 8 – fehlte.

Hintergrund des Umzugs war das Städtebau-Förderprogramm „Soziale Stadt“. Die Stadt habe die Stadtteiltreffs auch finanziell gefördert, berichtet Rapp. „Wir fühlen uns wohl hier, und auch die Stadt wollte, dass wir im Ostend bleiben.“ Das Mütterzentrum teilt sich das Gebäude mit der Familienschule im ersten Stockwerk und dem Stadtteilbüro im zweiten. „Das Schöne ist, dass hier alles ineinander greift“, bemerkt die Mitgründerin.

Die Hoffnung liege nun auf den sinkenden Corona-Infektionszahlen, sodass die neuen Räume nicht nur mit Ausstattung, sondern auch „mit Leben gefüllt werden“. Durch die Pandemie sei die „Mütze“ weitgehend auf den Online-Betrieb umgestiegen, allerdings habe es immer, wenn es erlaubt war, auch Angebote in Präsenz gegeben.

„Das war sogar fast mehr Arbeit, als der normale Betrieb“, sagt Rapp. Für Eltern und Kinder sei der Kontakt und Austausch untereinander sehr wichtig. Das sei im vergangenen Jahr viel zu kurz gekommen. Umso größer sei nun aber die Freude, in den neuen, modernen Räumlichkeiten wieder Eltern und Kinder zu begrüßen. 

Das Online-Angebot werde allerdings auch weiterhin bestehen. „So können Eltern unser Angebot auch von zu Haus aus nutzen, wenn sie beispielsweise keinen Babysitter gefunden haben“, erklärt die Sozialpädagogin. Auch über die sozialen Medien Facebook und Instagram will die „Mütze“ präsent bleiben.

Am wichtigsten sei es, flexibel zu bleiben. Erst wenn das Familienzentrum wieder die Pforten öffnet, könne das Team auf die Bedürfnisse des Stadtteils gezielt eingehen. Bis dahin gebe es aber noch genug Arbeit. Der Umzug sei auch für die Kinder eine Umstellung, berichtet Rapp. Deshalb seien sie in den Umzug mit eingebunden worden. „Die Kinder durften ihre Spielsachen selbst im Bollerwagen transportieren und sich so aktiv am Umzug beteiligen.“

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