Die Kreuzung Dipperz-West war lange als Unfallschwerpunkt bekannt. Mittlerweile gilt die Stelle nach Ampel-Bau und Blitzerinstallation als entschärft.
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Die Kreuzung Dipperz-West war lange als Unfallschwerpunkt bekannt. Mittlerweile gilt die Stelle nach Ampel-Bau und Blitzerinstallation als entschärft.

Positive Bilanz

Unfallschwerpunkt gilt als entschärft: Seit einem Jahr steht die Ampel bei Dipperz-West

  • Jessica Vey
    vonJessica Vey
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Der Unfallschwerpunkt Dipperz-West ist Geschichte. Schwere Unfälle, darunter ein tödlicher, waren dort passiert. Mittlerweile gilt die Stelle als entschärft. Die Ampel steht nun seit einem Jahr. Polizei und Gemeinde ziehen eine positive Bilanz. 

Dipperz - Es war viel und lange diskutiert worden, was an der Anschlussstelle Dipperz-West an der Bundesstraße 458 verändert werden muss, damit sie für Verkehrsteilnehmer sicherer wird. Seit die Umgehungsstraße 2014 gebaut wurde, waren dort mehr als 20 teils schwere Unfälle passiert. Im Mai 2018 krachte es zwei Mal innerhalb von nur einer Woche heftig: Es gab Schwerverletzte; eine 64-Jährige kam ums Leben.

In den vergangenen Jahren ist Ruhe eingekehrt, die gefährliche Kreuzung wurde entschärft. Die Polizei sieht hier keine Unfallhäufung mehr, wie Pressesprecher Dominik Möller erklärt.

Dipperz-West: Unfallpunkt gilt als entschärft: Seit einem Jahr steht die Ampel

Als kurzfristige Maßnahme war im Sommer 2018 eine Sichtschutzwand aufgestellt worden. Diese sollte Autofahrer dazu zwingen, von Dipperz kommend an dem Stop-Schild auch wirklich anzuhalten. Denn: Die Hauptursache für die mehr als 20 Unfälle an dieser Kreuzung sahen die Behörden darin, dass Autofahrer „durchrollen“, also einfach über die Kreuzung fahren, ohne anzuhalten. Weil die Stelle zu gut einsehbar ist.

Durch die Sichtschutzwand war schließlich anderthalb Jahre lang kein einziger Unfall passiert. Die Wand galt allerdings nur als Provisorium. Sie wurde wieder abgebaut, als die Ampel stand.

Eine Ampel und ein Blitzer – diese Maßnahmen würden die Kreuzung sicherer machen, waren sich Vertreter der Behörden einig, die sich in einer Unfallkommission zusammengeschlossen hatten. Sie sahen die Gefahr nicht nur im „Durchrollen“, sondern auch im zu schnellen Fahren. Messungen hatten ergeben, dass 80 bis 90 Prozent der Verkehrsteilnehmer bei Dipperz-West zu schnell fuhren.

Dominik Möller: „Die Ampel hat das Abbiegen und Überqueren bei Dipperz-West viel sicherer gemacht“

Ob der Blitzer dazu beigetragen hat, dass die Unfallstelle nun entschärft wurde? Zu schnell gefahren werde offenbar trotzdem noch. „Wir stellen nach wie vor Geschwindigkeitsüberschreitungen fest und haben hier mehr Verstöße, als wir erwartet hätten“, erklärt Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler (parteilos). Zahlen wollte er nicht nennen.

Seit die Ampel Ende 2019 aufgestellt wurde, sind laut Polizei drei kleinere Unfälle passiert. „In zwei Fällen handelt es sich um Vorfahrtsverstöße. In einem Fall fuhren hintereinander herfahrende Fahrzeuge an der Ampel aufeinander auf“, erklärt Dominik Möller. Bei den drei Unfällen seien vier Personen leicht verletzt worden.

Die Polizei bewertet die Kreuzung als „unfallunauffällig“ und bilanziert, dass der Unfallschwerpunkt durch die getroffenen Maßnahmen entschärft wurde. Der Bürgermeisterstimmt dem zu. Er sagt, durch die Ampel sei das Sicherheitsgefühl bei den Dipperzern erheblich gestiegen. „Die Ampel hat das Abbiegen und Überqueren bei Dipperz-West viel sicherer gemacht. Darüber sind wir alle froh. Die Entscheidung war richtig.“

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