Neben Redebeitragen gab es auch ein Pantomime-Stück.
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Neben Redebeitragen gab es auch ein Pantomime-Stück.

Friedlicher Ablauf

Gegen die Rodung des Dannenröder Forsts und den Ausbau der A49 - Kundgebung auf dem Uniplatz in Fulda

Am Fuldaer Uniplatz hat am Freitagmittag eine Kundgebung gegen die Rodung des Dannenröder Forsts und gegen den Ausbau der A49 stattgefunden. Zudem wurde über die Themen Verkehrswende und Klimaschutz gesprochen. Neben zahlreichen Rede- und Musikbeiträgen gab es auch ein Pantomime-Stück.

Fulda - „Wir unterstützen die Idee der Demonstranten im Wald. Aber nicht alles, was dort passiert. Wir wollen friedlich auf das Problem aufmerksam machen“, erklärte Günter Pfeffer, der zu den Rednern bei der Kundgebung auf dem Uniplatz in Fulda gehörte. Er fügte zu Beginn der Kundgebung mit etwa 50 Teilnehmern an: „Wir lehnen es ab, mit Steinen zu werfen und Nagelbretter zu nutzen. Wir haben einen geordneten Ablauf“. (Lesen Sie hier: Polizisten gegen Aktivisten im Dannenröder Forst - Eine Reportage an der Front).

Neben der Rodung des Dannenröder Forsts und dem Ausbau der A49 stand auch die Zukunft des Planeten im Fokus. „Was passiert, wenn auf Dauer jeder auf der ganzen Welt nur noch mit dem Auto fahren möchte? Was passiert mit den Verbrennern, wenn wir alle nur noch E-Auto fahren? Und was passiert mit den E-Autos, wenn diese irgendwann entsorgt werden?“, fragte Pfeffer. Und gab die Antwort: „Es wird keinen grünen Planeten mehr, sondern einen Beton-Planeten geben.“

Etwa 50 Teilnehmer sind zur Kundgebung gegen die Rodung des Dannenröder Forsts gekommen.

Kundgebung zum Dannenröder Forst auf dem Fuldaer Uniplatz: Corona-Regeln wurden eingehalten

Auch „Haselmäusken“ – der sogenannte Waldname eines Mannes im Dannenröder Forst – hielt eine Rede. Kritik erntete vor allem Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). „Er nutzt seinen Handlungsspielraum nicht aus und setzt sich nicht für den Erhalt des Dannenröder Forsts ein“, sagte „Haselmäusken“. Der Dannenröder Forst sei ein Symbol für alle bestehenden Wälder, die gerodet werden sollen. Es gelte, ihn zu schützen. Auch „Haselmäusken“ sprach über die Themen Verkehrswende und Klimaschutz. „Wir brauchen eine weltweite Klimagerechtigkeit und keine aufgeweichten Klimaziele“, sagte er abschließend.

Bei der Kundgebung wurde durch Ordner auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln geachtet. Alle Teilnehmer trugen Masken. (hoß)

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