Ex-Bürgermeister Armin Faber (links) musste sich am Dienstag im Beisein seines Anwalts Rudolf Karras vor dem Landgericht verantworten.
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Die Verurteilung des ehemaligen Bad Salzschlirfer Bürgermeisters Armin Faber wegen fahrlässiger Insolvenzverschleppung ist rechtskräftig. Er erhält eine Geldstrafe.

100 Tagessätze

Urteil gegen ehemaligen Bürgermeister von Bad Salzschlirf rechtskräftig - Geldstrafe für Armin Faber

Die Verurteilung des ehemaligen Bad Salzschlirfer Bürgermeisters Armin Faber wegen fahrlässiger Insolvenzverschleppung ist rechtskräftig.

Bad Salzschlirf - Die Erste Strafkammer des Landgerichts Fulda hatte Faber zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 90 Euro verurteilt, von denen 10 Tagessätze wegen der langen Verfahrensdauer bereits als vollstreckt gelten.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der heute 64-jährige Angeklagte als faktischer Geschäftsführer des Badehofs spätestens im Februar 2012 einen Insolvenzantrag hätte stellen müssen. Dies hatte der Angeklagte jedoch nicht getan. Zudem wurden Faber durch das Urteil die Kosten des Verfahrens auferlegt.

Fulda: Urteil gegen ehemaligen Bürgermeister rechtskräftig - Insolvenzverschleppung

Nachdem binnen einer Woche weder der Angeklagte noch die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel eingelegt haben, ist das Urteil rechtskräftig und das Strafverfahren beendet. (Lesen Sie hier: Gemeinde will Schadensersatz von Faber)

Das Verfahren hatte die Justiz neun Jahre beschäftigt. Die Zweite Strafkammer des Landgerichts hatte Faber 2015 wegen fahrlässiger Insolvenzverschleppung zu 100 Tagessätzen zu je 90 Euro verurteilt. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil 2017 aufgehoben und das Verfahren zurück verwiesen. Das Urteil jetzt entspricht also fast genau dem Urteil von 2015. (vn)

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