Motorradfahrt im Herbst
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Zum 20. Jubiläum veranstaltet die Polizei in Osthessen eine Motorradtour mit Bikern im Vogelsberg. (Symbolbild)

Für Gefahren sensibilisieren

Zum 20. Jubiläum: Polizei Osthessen plant gemeinsame Motorradtour mit Bikern

Zum 20-jährigen Behördenjubiläum veranstaltet die Polizei in Osthessen im Vogelsberg eine gemeinsame Motorradtour mit Bikern. Dabei wollen sie die Kradfahrer für Gefahren sensibilisieren.

Osthessen - Auch wenn die Zahl der Unfälle, an denen Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer beteiligt sind, weiterhin sinkt, geben die schweren Unfallfolgen der Polizei nach wie vor Anlass zur Sorge. Hier möchte die osthessische Polizei ansetzen und die Sicherheit auf den beliebten Motorradstrecken - etwa in der Rhön oder im Vogelsberg - durch eine Gefahrensensibilisierung erhöhen.

Das Polizeipräsidium beschreitet dazu neue Wege. Nicht Kontrollmaßnahmen, die sich über die gesamte Motorradsaison erstrecken, stehen hierbei im Mittelpunkt. Zum 20-jährigen Behördenjubiläum soll eine präventive Veranstaltung in Form einer gemeinsamen Motorradtour zwischen Hobbybikern und der Polizei stattfinden. (Lesen Sie hier: Fußballer finden vermissten 83-Jährigen - Polizei bedankt sich jetzt mit Freundschaftsspiel)

Fulda: Polizei Osthessen plant gemeinsame Motorradtour mit Bikern

Geplant ist die Veranstaltung für den 25. September, und sie soll durch den Vogelsberg führen. Das Mittelgebirge verfügt mit seinen kurvigen Straßenverläufen über bekannte und über die Grenzen des Polizeipräsidiums hinaus berüchtigte Motorradstrecken. Start- und Zielpunkt ist bei der Polizeidirektion Vogelsberg, Lindenstraße 50 in Lauterbach. Los geht es um 10 Uhr. Die reine Fahrtzeit wird circa drei Stunden betragen, zu der die ein oder andere Pause dazukommt.

„Insgesamt zehn Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer können an dieser Tour teilnehmen und die schwierigen Strecken gemeinsam mit zwei Motorradpolizisten bestreiten“, teilt die Polizei weiter mit. In den Pausen werden die einzelnen Streckenabschnitte sowohl vor- als auch nachbereitet. Außerdem werden die Beamten auf die örtlichen Gefahrenstellen und regionalen Besonderheiten hinweisen.

Zur Teilnahme an der Tour wird ein eigenes, ordnungsgemäß zugelassenes Motorrad sowie eine entsprechend zugelassene Schutzausrüstung und Schutzhelm benötigt. Fahrerinnen und Fahrer müssen in Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sein. Die Teilnahme an der Tour geschieht auf eigene Gefahr, daher muss vor Fahrtantritt ein Haftungsausschluss unterschrieben werden.

Auf die Einhaltung der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln wird hingewiesen. Die Anmeldung kann per Mail unter praevention.ppoh@polizei.hessen.de erfolgen. Die Plätze sind begrenzt. Die Vergabe erfolgt nach Eingang der Anmeldungen per E-Mail. (Lesen Sie auch: Zweiradkontrollen rings um den „Vulkan“ im Vogelsberg - Polizei überprüft 114 Motorräder)

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Für alle, die an der Tour nicht teilnehmen können, gibt es noch ein paar Tipps und Ratschläge, um möglichst weiterhin unfallfrei durch die Motorradsaison zu kommen: Zweiradfahrer sollten gut sichtbar sein - etwa durch helle, reflektieren Kleidung und den Einsatz einer zusätzlichen Warnweste. Durch ihre schmale Silhouette werden Motorradfahrende nicht selten schlichtweg übersehen. Dies zeigt sich auch bei Unfällen gerade in Kreuzungs- und Einmündungsbereichen. Daher sollten Zweiradfahrer stets vorausschauend fahren und mit den Fehlern der anderen Verkehrsteilnehmer rechnen.

Um schwerwiegende Verletzungen zu vermeiden, ist es wichtig, eine vollständige Schutzausrüstung zu tragen. Auch das Verbessern der eigenen Fahrpraxis mit Hilfe von Fahr- und Sicherheitstrainings sowie die mentale und körperliche Vorbereitung gerade auf längere Touren, ist ratsam. Da nach wie vor die „Nicht angepasste Geschwindigkeit“ eine der Hauptunfallursachen ist, appelliert die Polizei an die Eigenverantwortung aller Biker. Die Geschwindigkeit sollte dem eigenen Können und der Strecke entsprechen. (ah)

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