Ein Teil der Außenraum-Präsentation ist vor dem Palais Buttlar in Fulda zu sehen.
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Ein Teil der Außenraum-Präsentation ist vor dem Palais Buttlar in Fulda zu sehen.

Von Juli bis Oktober

„Orte der Demokratie“: Ausstellung in der Fuldaer Innenstadt zu sehen

  • Ann-Katrin Hahner
    VonAnn-Katrin Hahner
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Die Jubiläumsausstellung „Als die Demokratie zurückkam – 75 Jahre Verfassung in Hessen und Fulda“ wird vom 15. Juli bis zum 24. Oktober 2021 im Vonderau-Museum Fulda zu sehen sein. Schon jetzt zieren Aufsteller der Außenraum-Präsentation „Orte der Demokratie“ die Innenstadt.

Fulda - „Die Außenraum-Präsentation lenkt den Blick auf Stationen der Demokratie-Entwicklung vor Ort“, wird Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert. „Sie bietet zugleich einen Vorgeschmack auf die umfangreiche Jubiläumsausstellung im Vonderau Museum Fulda, deren Besuch für alle Interessierten kostenfrei sein wird. Mit diesem Angebot lädt die Stadt alle ein, sich mit der Geschichte der Demokratie und den gegenwärtigen Herausforderungen unserer demokratischen Gesellschaft auseinanderzusetzen. Fulda möchte damit einen Beitrag zur Stärkung der Demokratie leisten und zum Dialog anregen.“

Im Rahmen der Außenraum-Präsentation „Orte der Demokratie“ lenken acht Stationen mit illustrierten Informationstafeln die Aufmerksamkeit auf Gebäude und Plätze im Stadtraum. Sie sind im engeren oder weiteren Sinne mit der Entstehung, Entwicklung und Etablierung eines demokratischen Gemeinwesens in Fulda verbunden. Dabei reicht der zeitliche Bogen, den die Ausstellung spannt, vom 19. Jahrhundert, als das Bürgertum an Selbstbewusstsein gewann, bis hinein in die Gegenwart. (Das könnte Sie auch interessieren: Das Fuldaer Planetarium öffnet nach langer Schließung wieder)

Ausstellung in Fuldas Innenstadt: „Orte der Demokratie“ verteilt auf acht Stationen

Dr. Frank Verse, Leiter des Vonderau Museums, unterstreicht: „Mit den einzelnen Stationen werden wichtige Orte der Demokratie in Fulda wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung gebracht. Gerade heute ist es wichtig zu verdeutlichen, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist, sondern in der Vergangenheit mühsam errungen werden musste.“

Zu den Stationen zählen Sehenswürdigkeiten wie das Fuldaer Stadtschloss als Sitz der kommunalen Verwaltung. Aber auch weniger prominenten Gebäuden und ihrer Geschichte widmet sich die Außen-Präsentation – beispielsweise dem Haus Marienstraße 5, in dem die amerikanischen Besatzer mit dem Fulda Civic Center eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche eröffneten.

Zudem erinnert sie an das Amerika-Haus in der Rabanusstraße 19. Die Einrichtung der Amerikaner für die Fuldaer Bevölkerung sensibilisierte bis 1953 mit einem abwechslungsreichen kulturellen Angebot für westliche Werte. 1957 wurde das Gebäude abgerissen, um den Neubau des Kaufhauses Karl Kerber zu errichten. Eine weitere Station bildet der Gemüsemarkt. Mit ihm verbindet sich das Gedenken an die Opfer und die Zerstörungen des Krieges. Zugleich wurde er zu einem Symbol des Wiederaufbauwillens der Nachkriegsjahre. (akh)

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