Blumen blühen beim Fürstlichen Gartenfest auf dem Gelände von Schloss Fasanerie in Eichenzell
+
In etwa drei Wochen geht das Fürstliche Gartenfest auf Schloss Fasanerie los.

Verschiebung wegen Corona

„Es geht hier richtig rund“ - Vorbereitungen für Fürstliches Gartenfest laufen auf Hochtouren

  • Sarah Malkmus
    VonSarah Malkmus
    schließen

In etwa drei Wochen geht es los: das Fürstliche Gartenfest, das in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit Feinwerk veranstaltet wird. Im Frühjahr musste es coronabedingt verschoben werden, nun laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. 

Eichenzell - 160 Aussteller auf 35.000 Quadratmetern: Die Planung des Fürstlichen Gartenfestes klingt nach einer Mammutaufgabe. Hinzu kommt, dass nur ein Bruchteil der Zeit, die normalerweise für die Organisation angedacht ist, zur Verfügung stand. „Es geht hier richtig rund“, fasst Organisationsleiterin des Fürstlichen Gartenfestes, Anja Heil, die aktuelle Situation zusammen.

Trotz der Anspannung ist Heil glücklich. Denn dass das Event – in diesem Jahr erstmals als Kombi-Veranstaltung mit Feinwerk – stattfinden kann, ist etwas Besonderes. Der Grund – wie kann es anders sein – ist die Corona-Pandemie. „Wir sind freudig und aufgeregt“, erklärt sie.

Fulda: Vorbereitungen für Fürstliches Gartenfest auf der Zielgeraden

In etwa drei Wochen soll es also losgehen. Die Vorbereitungen befinden sich auf der Zielgeraden. Die Aussteller stehen fest, der Plan wurde gezeichnet, letzte Absprachen werden getroffen. Nächster Punkt auf der To-Do-Liste: die Teilnehmenden über die Aufbaumodalitäten informieren. In zwei Wochen starten dann die Aufbauarbeiten.

Obwohl die Vorbereitungen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie in engerem Zeitrahmen stattfinden, läuft alles nach Plan: „Es ist so schön, dass sich jetzt alles fügt, nachdem so viel so ungewiss war.“ Das Zeitmanagement sei in diesem Jahr eine echte Herausforderung gewesen. „Nach dem Gartenfest ist vor dem Gartenfest“, erklärt Heil und führt aus: „Normalerweise beginnen wir mit den Vorbereitungen im Oktober und November des Vorjahres. Ganz aktiv und intensiv sind wir jedoch erst im Juni in die Vorbereitungen gestartet.“

Hinzu kam: „Einige Aussteller haben gezögert, viele Entscheidungen wurden außerdem sehr kurzfristig getroffen.“ Die schlechte Planbarkeit habet viele verschreckt. Andere wiederum habe man jedoch begeistern können. „Sie dachten sich: Endlich geht es wieder los.“

Kombi aus Fürstliches Gartenfest und Feinwerk war „eine richtige Challenge“

Auch das Konzept der Kombi-Veranstaltung – Fürstliches Gartenfest und Feinwerk – sei erst vor einigen Wochen entwickelt worden. „Eine richtige Challenge“, sagt Heil. Dass Feinwerk in diesem Jahr mit am Start ist, ist eine Folge der Corona-Situation, erklärt Heil. Denn das Gartenfest habe man nach hinten verschieben müssen.

Feinwerk, das eigentlich für Oktober geplant gewesen sei, habe man nach vorne ziehen wollen, insbesondere wegen der Jahreszeit. „Wir wollten nicht riskieren, dass wir in einen eventuellen nächsten Lockdown kommen.“ Letztendlich habe man mit der jetzigen Lösung „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“. Und: „Die Konzepte harmonieren – Gartenkultur und Design und Handwerk auf hohem Niveau. Außerdem hat man zwei Veranstaltungen zu einem Preis.“

Die Events

Das Fürstliche Gartenfest, das seit mehr als 20 Jahren rund um das Schloss Fasanerie herum stattfindet, zeichnet sich durch seine Pflanzenvielfalt, den gärtnerischen Schwerpunkt sowie die botanische Fachkompetenz der Ausstellenden aus. Bei Feinwerk ist der Name Programm: „Feine Werke“ werden hier präsentiert, also junges Design, echtes Handwerk und Kulinarik. 

Tickets

Das Fürstliche Gartenfest findet gemeinsam mit Feinwerk vom 3. bis zum 5. September statt.

Die Karten für die Kombi-Veranstaltung kosten 17 Euro. Sie sind in den Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung in Fulda, Frankfurter Straße 8 und Steinweg 26, und Hünfeld sowie im Internet erhältlich; außerdem an der Museumskasse. Weitere Infos gibt es unter (06 61) 94 86 61.

Eine Herausforderung sei es außerdem gewesen, die beiden Veranstaltungen so miteinander zu kombinieren, dass man sie voneinander dennoch unterscheiden kann. Dazu habe man besonders auf die Anordnung auf der Fläche achten müssen. Beide bräuchten eben ihre eigenen Bereiche.

Ob es sich bei der Kombi-Veranstaltung um ein Event mit Zukunft handelt, vermag Heil noch nicht zu sagen. „Wir haben darüber nachgedacht, aber noch keine Entscheidung getroffen.“ Zunächst einmal soll bei dem diesjährigen Fest geschaut werden, wie gut es funktioniert. „Wir entscheiden das nach der Veranstaltung.“

Fürstliches Gartenfest in Eichenzell: Hygienekonzept

Und wie steht es um das Hygienekonzept? „Wir haben unser Hygienekonzept eng mit den Behörden abgestimmt“, erklärt Heil. Von Vorteil sei es, dass es sich um eine Veranstaltung im Freien handele und dass jede Menge Platz zur Verfügung stehe. „Nach aktuellem Stand der Dinge wird es im Freien keine Maskenpflicht geben.“ Und da der Ticketverkauf im Voraus passiere, sei ebenso stets eine Kontaktverfolgung möglich.

Negative Corona-Nachweise müssen – nach derzeitigem Stand – nicht vorgelegt werden, sagt die Organisationsleiterin. Doch sie denkt bereits einen Schritt weiter: „Wenn es so sein sollte, dass die Inzidenz bis dahin signifikant ansteigt und es eine Anordnung gibt, dann überlegen wir, am Haupteingang eine Test-Station einzurichten.“

Die maximale Anzahl an Personen, die sich gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten darf, liegt bei 7500, sagt Heil. „Und das ist auch von den Behörden abgesegnet“.

Das könnte Sie auch interessieren