Das Areal am Waidesgrund in Fulda.
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Auf der Fläche zwischen den Wohnhäusern am Zieherser Weg und dem Hochwasserrückhaltebecken will die Stadt dringend benötigten Wohnraum realisieren.

Stadt sucht Investor

Planungen für den Waidesgrund in Fulda: 300 neue Wohnungen und eine Kita - Erschließung wohl 2022

  • Sabrina Mehler
    vonSabrina Mehler
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Die Stadt Fulda rechnet mit der Erschließung des Areals Waidesgrund, auf dem Wohnraum geschaffen werden soll, für das Jahr 2022. Kurz vor Jahresende hatten die Stadtverordneten den Bebauungsplan beschlossen. Einen Privatinvestor gibt es noch nicht. 

Fulda - Vor mehr als einem Jahr hatten die Kleingärtner ihre Parzellen in der Anlage Waidesgrund in Fulda räumen müssen; seitdem liegt das Gelände brach. Nun kommt wieder Bewegung in die Sache, denn die Stadtverordneten haben den Bebauungsplan verabschiedet, nachdem er öffentlich ausgelegt worden war. Das bedeutet: In diesem Jahr können die konkreten Planungen beginnen, um Wohnraum zu schaffen (Lesen Sie hier: Neue Heimat für die Kleingärtner vom Waidesgrund).

Wie Magistratspressesprecher Johannes Heller erläutert, geht es zunächst insbesondere um die Planungen für eine Freifläche im Quartier, für die Straßen und die Entwässerung sowie um die Vergabe der Gründstücke. Hierbei soll die sogenannte Konzeptvergabe eine Rolle spielen: Nicht derjenige, der am meisten für das Grundstück zahlt, erhält den Zuschlag, sondern der, der das beste Nutzungskonzept vorlegt. „Zurzeit steht noch nicht fest, welche Bauherren oder Investoren das Areal entwickeln werden“, sagt Heller. Die eigentliche Erschließung könnte im Jahr 2022 erfolgen.

Waidesgrund in Fulda: 300 neue Wohnungen sollen entstehen

Rund 300 Wohneinheiten sieht der Entwurf des Büros „Deffner Voitländer Architekten“ aus Dachau vor, das vor drei Jahren bei einem städtebaulichen Wettbewerb den späteren Siegerentwurf eingereicht hatte. Dieser wird wohl die Basis für die weiteren Planungen sein. Vorgesehen sind demnach größere Mehrfamilienhäuser sowie Doppelhäuser. Dahinter soll sich das Areal mit viel Grün zur Waides öffnen.

Während des Bebauungsplanverfahrens war der Geltungsbereich des Plans verändert worden, die Ochsenwiese gehört mittlerweile nicht mehr dazu. Dort war zunächst angedacht gewesen, ein Parkhaus zu errichten, in das ein Nahversorger integriert werden kann. Das ist – zumindest vorerst – vom Tisch. In seiner Haushaltsrede hatte OB Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) berichtet, dass das Projekt im Zuge der Corona-Pandemie aus finanziellen Gründen auf den Prüfstand gestellt wurde.

Parkhaus auf der Ochsenwiese erst einmal vom Tisch

Über den Eigenbetrieb Parkstätten hätten für die Schaffung von circa 750 Parkplätzen rund 15 Millionen Euro investiert werden müssen. „Ich plädiere dafür, vom Bau eines Parkhauses an dieser Stelle abzusehen“, so der OB. Er befürworte stattdessen eine gemischt-genutzte Immobilie mit Flächen für Gewerbe, Büros, Bildung und einen Nahversorger.

Hinzugekommen ist hingegen das Vorhaben, im Südosten des Plangebiets eine Kindertagesstätte zu bauen. Zudem schafft der Bebauungsplan die Möglichkeit, dass das Kongresszentrum Esperanto erweitert werden kann: Der Betreiber hatte geplant, eine weitere Veranstaltungshalle zu bauen. Wegen der Corona-Krise wurde dies jedoch vorerst verschoben.

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