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Wanderwege am Rauschenberg sollen nach jahrelanger Sperrung freigegeben werden

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Lange waren Wege am Rauschenberg gesperrt – jetzt werden zumindest einzelne geöffnet. Dieser Waldweg soll im Frühjahr wieder freigegeben werden. Kranke Buchen, die zugeschnitten oder gefällt werden, sind mit neongelben Punkten markiert.
Lange waren Wege am Rauschenberg gesperrt – jetzt werden zumindest einzelne geöffnet. Dieser Waldweg soll im Frühjahr wieder freigegeben werden. Kranke Buchen, die zugeschnitten oder gefällt werden, sind mit neongelben Punkten markiert. © Gemeinde Petersberg

Es geht voran am Rauschenberg: Nachdem im November die Kampfmittelsondierung beendet wurde, wird nun mit der Beseitigung der erkrankten Buchen begonnen. Im Frühjahr soll ein Teil der Wanderwege wieder freigegeben werden.

Petersberg - Waldwege am Rauschenberg sind seit mehreren Jahren gesperrt. Dies hat zwei Gründe: Einerseits befanden sich dort Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg, andererseits sind viele der Buchen von einer Krankheit befallen, die Äste und teilweise ganze Bäume unvermittelt auf die Wege stürzen lassen kann, teilte Sprecher Sebastian Kircher von der Gemeinde Petersberg (Kreis Fulda) mit. Das erste Problem sei mit einer großen Evakuierungsaktion im November 2021 gelöst worden. Eine Weltkriegsbombe wurde entschärft und eine andere gesprengt.

Das zweite Problem sei jedoch „hochkomplex“: Um alle Wege in dem Naherholungsgebiet wieder freigeben zu können, müssten Hunderte Bäume gefällt beziehungsweise zurückgeschnitten werden. Dies wiederum lässt sich mit dem Naturschutzrecht nicht vereinbaren, da diese Bäume trotz ihrer Krankheit ein wertvoller Lebensraum für Tiere sein können, erklärt Kircher.

Fulda: Wege am Rauschenberg sollen nach langer Sperrung freigegeben werden

Die Gemeinde hat deswegen ein artenschutzrechtliches Gutachten in Auftrag gegeben, durch das seltene Arten von Fledermäusen, Vögeln und Insekten am Rauschenberg nachgewiesen wurden. Auch die übergeordneten Behörden haben deutlich gemacht: Für eine Fällung aller kranken Bäume würde keine Genehmigung erteilt. (Lesen Sie hier: Neue Bäume braucht der Wald - Biologe über Möglichkeiten, auf Schäden zu reagieren)

Es wurde aber ein Kompromiss gefunden: Ein Teil der Buchen kann angegangen werden, wenn ein anderer Teil als Rückzugsort für Tiere erhalten bleibt. Deswegen werden von etwa 150 Bäumen auf dem Rauschenberg ab Mitte Januar bis Ende Februar die Baumkronen abgenommen, um die Angriffsfläche für Wind zu minimieren und Naherholungssuchende vor abbrechenden Ästen zu schützen. Dadurch können erste Wanderwege wieder freigegeben werden.

„Der Rauschenberg ist ein beliebter Ausflugsort nicht nur für Petersbergerinnen und Petersberger, sondern für viele Menschen aus der gesamten Region“, betont Bürgermeister Carsten Froß (CDU). Die Gemeinde habe sich deshalb von Anfang an dafür eingesetzt, den Rauschenberg als Naherholungsgebiet zu erhalten.

Beseitigung der erkrankten Buchen am Rauschenberg begonnen

Ein Wermutstropfen sei jedoch, dass wegen des Naturschutzes nicht alle einstigen Wanderwege geöffnet werden können. Wichtige Stationen wie die Rhönklub-Hütte, das Ehrenmal des Turnvereins, die Schutzhütte und der Wartturm bleiben aber zugänglich, sagt der Rathauschef.

Im Anschluss an die Forstarbeiten sollen die Wanderwege neu markiert werden. Verlaufen diese Arbeiten planmäßig, können in diesem Frühjahr zwei Rundwege im Waldinneren sowie eine Route zum historischen Wartturm freigegeben werden. Weiterhin begehbar bleibt der äußere asphaltierte Rundweg. Der Bürgermeister freut sich: „Endlich geht es am Rauschenberg voran. Die Bürgerinnen und Bürger werden bald wieder durch den Wald und zum Turm laufen können.“ (nz)

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