Weihnachtsbäume
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Im Kreis Fulda wollen die Menschen zu Weihnachten große Bäume in ihrer Wohnung stehen haben, berichtet der Forstamtsleiter.

Nordmanntanne gefragt

Entgegen dem Bundestrend: In Fulda bleiben große Weihnachtsbäume beliebt

  • Alina Komorek
    VonAlina Komorek
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Rotfichte, Blaufichte oder doch die edle Nordmanntanne? Viele Menschen feiern wegen der Pandemie in kleiner Runde zu Hause, anstatt gemeinsam um einen großen Baum zu sitzen. Im Kreis Fulda jedoch ist der Trend ein anderer.

Kreis Fulda - Glühwein am Feuer, vielleicht fallen die ersten Schneeflocken und Frank Sinatra singt im Hintergrund vom besinnlichen Fest – in Zeiten vor Corona war der Kauf eines Weihnachtsbaumes ein richtiges Ritual. In diesem Jahr, wie schon 2020, wird das Weihnachtsfest wohl noch einmal anders sein als gewöhnlich.

Für den Verkauf bedeutet das mit Blick auf ganz Deutschland: Mehr Menschen feiern in den eigenen vier Wänden, weshalb kleine Weihnachtsbäume besonders beliebt sind: Sie nehmen in Single- oder Pärchenwohnungen nicht so viel Platz weg. Große Bäume hingegen, die um die zwei Meter hoch sind, sind weniger gefragt.

Fulda: Diese Bäume sind zu Weihnachten im Landkreis beliebt

Im Landkreis Fulda aber scheint die Lage etwas anders zu sein. Denn hier, so berichtet David Nöllenheidt, Forstamtsleiter in Fulda, sind es noch immer die großen Bäume, die am besten verkauft werden. „1,80 bis 2 Meter ist die beliebteste Größe“, sagt Nöllenheidt.

Hauptsächlich verkaufe das Forstamt die Nordmanntanne, doch hin und wieder würde auch mal nach einer Fichte oder einer Kiefer gefragt. Ab Mitte Dezember verkauft das Fuldaer Forstamt die Bäume direkt am Gebäude, an einer Stelle in Giesel und in Marbach, wo Familien nach einem Jahr Corona-Pause nun wieder selbst die Bäume schlagen können.

Nöllenheidt plant, mit dem Verkauf acht bis zehn Tage vor Weihnachten zu starten. Bis zu 400 Bäume werden in dieser Zeit etwa verkauft. Um eine Höhe von zwei Metern zu erreichen, müssten die Bäume, das erklärt der Forstamtsleiter, zwischen sechs und acht Jahren alt sein. Die Preise blieben nach seiner Einschätzung im Vergleich zum vergangenen Jahr stabil. (Lesen Sie auch: Fulda hält an Planungen für den Weihnachtsmarkt fest - trotz steigender Corona-Zahlen)

Trend geht zur hochwertigen Nordmanntanne im Kreis Fulda

Uwe Walter vom Weihnachtsbaumverkauf Goldbach in Dammersbach gibt an, dass die beliebtesten Größen der Bäume zwischen 1,80 und 2,20 Metern liegen. Die kleineren Bäume, so sagt er, würden wahrscheinlich vermehrt in Großstädten verkauft, wo mehr Menschen in kleineren Wohnungen leben. Hier, im ländlichen Gebiet, blieben die größeren Weihnachtsbäume die meistverkauften.

Den Trend zur hochwertigen Nordmanntanne kann Walter bestätigen. Dieser setze sich seit Jahren fort. Wie beim Fuldaer Forstamt sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben: 19 Euro soll ein Meter der Nordmanntanne kosten, die Fichten liegen mit etwa 12 Euro pro Meter darunter. Am 11. und 12. sowie am 18. und 19. Dezember können die Bäume selbst geschlagen werden.

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Seit 40 Jahren ist Klaus Ortlepp im Weihnachtsbaumgeschäft. Er bietet an, dass sich Familien in seinem Betrieb in Rothemann die Bäume selbst aussuchen und schlagen können. Ortlepp schätzt, dass sich auch in diesem Jahr hier in der Region nicht viel an den Größen der Bäume verändern wird.

„Manche kaufen Bäume von einem halben Meter, andere kaufen Bäume, die 3,5 Meter hoch sind. Das ist ganz unterschiedlich.“ Anders, so beschreibt Ortlepp, sei es in Städten mit vielen Studierenden: Dort würden viele kleine Bäume verkauft, weil die Wohnungen entsprechend kleiner wären. Am 11. Dezember startet er den Verkauf. Er hofft, trotz Corona Glühwein und Bratwürstchen anbieten zu können. Bei ihm seien die Preise seit Jahren stabil.

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