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Tradition zu Weihnachten lebt: Modehaus Schneider und antonius-Bewohner stellen Wunschbaum auf

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Von: Volker Nies

Bewohner von Antonius hängten ihre Wunschsterne an einem Weihnachtsbaum im Modehaus Schneider. Lob gab es von Filialleiterin Cordula Bollbuck und Antonius-Wohnen-Leiter Christian Auth (4. und 3. von rechts).
Bewohner von antonius hängten ihre Wunschsterne an einem Weihnachtsbaum im Modehaus Schneider. Lob gab es von Filialleiterin Cordula Bollbuck und Antonius-Wohnen-Leiter Christian Auth (4. und 3. von rechts). ©  Volker Nies

Bei der Aktion weiß man nicht, wer mehr Freude hat: die Menschen, die beschenkt werden, oder die Menschen, die schenken. Den Wunschbaum für Bewohner von antonius im Modehaus Schneider gibt es seit vielen Jahren.

Fulda - Am Donnerstag (24. November) wurden die Sterne für 2022 aufgehängt. Jeder Stern steht für einen Bewohner mit seinen Wünschen. Er hängt in einem Wunschbaum, der an einem prominenten Platz im Erdgeschoss des Modehauses in Fulda seinen Platz gefunden hat. 

Auf den Sternen stehen Wünsche wie Socken und ein Pullover, eine Strickjacke und ein weiterer Pullover der Größe 38, Filzstifte, ein Mandala-Buch – und ein Bildband über die Stadt Dresden, der eine Bewohnerin an ihren Urlaub in Dresden erinnern soll (lesen Sie auch hier: Einkaufen trotz Krise - warum der Fuldaer Handel auf den Weihnachtsmarkt baut).

Fulda: Modehaus Schneider und antonius-Bewohner stellen Wunschbaum auf

„Wir sind glücklich, dass es diese Aktion gibt. Sie hat für uns einen großen Stellenwert“, sagte Christian Auth, Leiter Wohnen bei antonius.  „Es freut uns wirklich, wieder hier sein zu dürfen. Das ist keineswegs selbstverständlich, dass diese Tradition fortgeführt wird“, sagte Auth.

Er begleitete die Bewohner, die die Sterne der Gruppen Katharina, Cäcilia und Maria sowie die des Kinderhauses aufhängten. Der Wunschbaum funktioniert so: Eine Kundin oder ein Kunde sucht einen Wunsch aus und informiert eine Modehaus-Mitarbeiterin darüber (lesen Sie auch hier: 702 Weihnachtspäckchen - Fuldaer Schulen sammeln Geschenke für Kinder in Osteuropa).

Dann besorgt die Kundin das Geschenk, verpackt es, schreibt vielleicht noch eine Grußkarte, legt sie dazu und bringt dann alles zurück zum Modehaus am Uniplatz – und zwar bis 15. Dezember. Mitarbeiterinnen des Modehauses Schneider bringen die gesammelten Geschenke danach zu den zu beschenkenden Wohngruppen von antonius.

„Dann schlüpfen wir sozusagen in die Rolle des Christkindes“, erklärte Filialleiterin Cordula Bollbuck.  „Das ist eine schöne Tradition, die die frühere Modehaus-Inhaberin Karin Ahrens vor vielen Jahren eingeführt hat. Diese Tradition führen ausgesprochen gern weiter“, erläuterte die Modehaus-Filialleiterin.

„Wenn die Adventszeit näherrückt, dann fragen viele unserer Kundinnen schon nach dem Wunschbaum. Auch für unsere 47 Mitarbeiterinnen hat das Erfüllen der Wünsche mit dem Baum einen hohen Stellenwert“, berichtete sie. „Gerade heute ist es wichtig, an solchen Treffen festzuhalten.“

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„Lediglich in einem einzigen Jahr mussten wir wegen Corona einmal mit dem Wunschbaum aussetzen“, berichtete die Filialleiterin des Modehauses. Sie hoffe auf eine gute Beteiligung der Wunscherfüller, „auch wenn in unseren heutigen Zeiten einige Menschen den Gürtel sicher enger schnallen müssen“, wie sie sagte.

Nicht nur die Aktion sei im Kalender des Modehauses dick angestrichen, sondern auch der Nachmittag, an dem die Bewohner von antonius ins Modehaus kamen, den Wunschbaum schmückten und danach alle zusammen noch mindestens ein Stück Kuchen und ein paar Plätzchen genossen.

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