Domplatz miteinbezogen

Fulda: Kein klassischer Weihnachtsmarkt - Dafür aber „Adventszauber“ mit Eintrittskarten

  • Sabrina Mehler
    vonSabrina Mehler
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Die Stadt Fulda hat bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass der Weihnachtsmarkt in seiner herkömmlichen Form ausfallen wird. Stattdessen findet der „Fuldaer Adventszauber“ statt. Dafür müssen Besucher Tickets kaufen. Und erstmals wird der Domplatz in die Planung miteinbezogen.

Fulda - Kein dichtes Gedränge an Glühweinständen oder enge Warteschlangen an der Würstchenbude: Die Stadt Fulda muss wegen des Coronavirus den Weihnachtsmarkt, so wie er in den vergangenen Jahren stattfand, in der Barockstadt für dieses Jahr absagen.

Weihnachtliche Stimmung soll aber trotzdem in die Fuldaer Innenstadt einziehen - in Form des Fuldaer Adventszaubers, der vom 27. November bis 20. Dezember stattfindet. Erstmals wird dafür das Barockviertel mit dem Domplatz einbezogen.

In Fulda findet statt des herkömmlichen Weihnachtsmarktes ein Adventszauber statt, für den Tickets gekauft werden müssen

Das hat Bürgermeister Dag Wehner (CDU) während einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag im Stadtschloss bekanntgegeben. Der Adventszauber - ein „weihnachtsmarktähnliches Geschehen“ - findet in drei Bereichen statt: im Barockviertel mit Domplatz und Pauluspromenade, auf dem Universitätsplatz und im Museumshof.

Die notwendigen Wege für Passantinnen und Passanten sollen frei bleiben. „Innerhalb der Bereiche werden separate Gastronomiezonen eingerichtet. In diesen herrscht – im Gegensatz zu den anderen Bereichen – keine Pflicht zum Tragen eines MNS“, erklärt Dominik Höhl vom Stadtmarketing der Stadt Fulda. Auf dem gesamten Gelände muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden. Insgesamt wird es 50 Stände geben.

Die Stadt plant statt des herkömmlichen Weihnachtsmarktes einen Adventszauber.

„Der Weihnachtsmarkt steht für Begegnung, für Gemeinschaft und er ist ein wichtiger Identifikationspunkt und Imageträger für die Stadt Fulda. Daher wollten wir auch unter den derzeit schwierigen Bedingungen ein vorweihnachtliches Angebot schaffen, nicht zuletzt auch, um die Innenstadt zu beleben und damit dem Handel und der Gastronomie in ihrer schwierigen Situation zu helfen“, so Bürgermeister Dag Wehner.

Auch für die Standbetreiber, die sich bereits im Frühjahr für Plätze auf dem Weihnachtsmarkt beworben hatten, wolle man eine Perspektive anbieten. Einen besonderen Dank sprach der Bürgermeister den Verantwortlichen des Bistums Fulda aus, die sich gegenüber den Planungen der Stadt sehr kooperativ gezeigt hätten. Derzeit seien auch gemeinsame Veranstaltungen während des Adventszaubers im Gespräch.

Tickets für den Fuldaer Adventszauber gibt es ab 1. November

Die Stadt wird mit dem Ticketanbieter Reservix zusammenarbeiten. Das heißt: Besucher müssen vorher ein Ticket kaufen, das an allen Ein- und Ausgängen gescannt wird. So soll auf die üblichen Kontaktzettel verzichtet werden können. Das Ticket kostet für die Zeit zwischen 12 und 16 Uhr 1 Euro, zwischen 17 und 21 Uhr 2,50 Euro. Kinder bis 13 Jahre sind frei, müssen jedoch auch ein Ticket haben. Innerhalb dieses Zeitfensters kann man mit dem Ticket alle Bereiche besuchen, hat allerdings keine Garantie, zu einem festen Zeitpunkt in einen bestimmten Bereich zu kommen. Ampeln an den Eingängen zeigen an, wo noch Platz ist.

Pro Zeitfenster ist die Besucherzahl auf 3000 Personen beschränkt. Insgesamt können also 6000 Personen den Weihnachtsmarkt besuchen. In den Gastrobereichen, die von anderen Ständen abgegrenzt werden, sind höchstens 250 Personen zugelassen. Securitypersonal wird dies kontrollieren.

Tickets

Die Tickets zum „Fuldaer Adventszauber“ sind erhältlich ab dem 1. November, entweder online als Handy-Ticket bzw. zum Ausdrucken oder an den bekannten Vorverkaufsstellen - auch die der Fuldaer Zeitung. Weitere Ticketshops sind die Tourist Information und die Kasse des Vonderau Museums, die während des „Fuldaer Adventszaubers“ montags bis freitags bis 18 Uhr und samstags bis 20 Uhr geöffnet haben.

Rubriklistenbild: © Christian Tech/Tourismus und Kongressmanagement der Stadt Fulda

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