Nach der Eröffnung des Weinfestes wurde auch eine lebensgroße Reiterstatue vorgestellt.
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Der Schlosshof in Fulda wird bis zum 12. September zum Weindorf. Nach der Eröffnung des Weinfestes wurde auch eine lebensgroße Reiterstatue vorgestellt.

Genuss im Schlosshof

So lief das Weinfest in Fulda: Stadt, Gastronomen und Händler ziehen Bilanz

  • Alina Komorek
    VonAlina Komorek
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Jeden Abend waren die Plätze auf dem Spätlesefest ausverkauft, die Stadt Fulda und die Veranstalter sprachen von zufriedenen Gästen. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) fasst Mut für ähnliche Veranstaltungen.

Fulda - Immer mal kommt jemand vorbei und trägt leere Weinkisten vom Schlosshof, Gläser werden in Kartons sortiert und hin und wieder werden Stühle aus dem Weg gerückt, die Überbleibsel des Spätlesefestes werden beseitigt. Der Spätlesereiter hält eine welkende Rose in der Hand, die ihm jemand – bestimmt nach einem Glas Wein – zwischen Daumen und Zeigefinger geklemmt hat.

„Macht nicht so einen Krach“, ruft Alexander Günther in Richtung eines Mannes, der eine Sackkarre mit Weinflaschen unter einem Zelt wegzieht. Der Gastronom hat sich um das kulinarische Wohl der Gäste gekümmert und erholt sich wohl gerade noch von den zehn feucht-fröhlichen Spätlesefest-Abenden und scheint in Katerstimmung zu sein. Das Fest hatte am 1. September begonnen.

Fulda: So lief das Weinfest in Fulda - Veranstalter ziehen Bilanz

In den vergangenen zwei Wochen bekamen die Gäste im Schlosshof Fulda nicht nur Spätlesetropfen gereicht, sondern saßen nach Vorzeigen des 3G-Nachweises bei Live-Musik unter dem „Magic Sky“. Insgesamt 4380 Gäste durften die Veranstalter über den Zeitraum des Festes begrüßen. Dass das trotz Corona-Pandemie in dieser Form möglich war, freut vor allem Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU): „Die Abbauarbeiten sind in vollem Gange – wir nutzen die Gelegenheit, um Bilanz zu ziehen.“

Und die fällt, da sind sich alle Beteiligten einig, durchweg positiv aus. „Das Fest zeigt das Potenzial des Schlosshofes“, findet Wingenfeld und zeigt auf die bronzene und lebensgroße Statue des Spätlesereiters, die mit dem Beginn des Spätlesefestes am 1. September präsentiert wurde. „Es war direkt spürbar, dass die Leute ihn gut angenommen haben.“ Schließlich gebe es die Fuldische Weinkultur seit dem 8. Jahrhundert und schon lange seien Weine in den Kellern des Stadtschlosses eingelagert worden. (Lesen Sie hier: Belebung für die Fuldaer Innenstadt - OB Wingenfeld spricht sich für Weinfest aus)

Über einen gelungenen Abschluss des Spätlesefestes freuen sich (von links): Dominik Höhl vom Stadtmarketing, die Weinhändler Oliver Wehner und Josef Hahner, OB Dr. Heiko Wingenfeld sowie Anna-Lena und Alexander Günther, der sich auf die Spätlesereiter-Statue stützt.

Das bestätigen vor allem die Veranstalter, die Weinhändler Josef Hahner und Oliver Wehner: „Man darf und soll aufsitzen – es sind bestimmt tausende Bilder mit Leuten auf dem Pferd entstanden.“ Denn, so bestätigt es auch der Gastronom Günther, jeden Abend haben sich die Gäste auf das Pferd geschwungen.

Video: Start des Weinfestes in Fulda

Hahner spricht außerdem von äußert „erfahrenen Weintrinkern“, die anwesend waren und dafür sorgten, dass an jedem Abend die Karten sehr schnell vergriffen waren. Dominik Höhl vom Stadtmarketing erklärt, dass durch die Verwendung der Luca-App noch Gäste nachrücken durften, sobald im Laufe des Abend ein Platz frei wurde. (Lesen Sie hier: Genusswochen in Fulda feiern Premiere im Schlosshof)

Der Oberbürgermeister fügt hinzu, dass er das Fest als ermutigend empfunden hat, weil nach vielen entbehrungsreichen Monaten nun wieder ein kleiner Ableger des größeren Weinfestes stattfand. Im Oktober seien weitere Kulturveranstaltungen angedacht: „Das Kulturprogramm soll wieder viele Menschen erreichen.“ Von Seiten der Stadt hofft man außerdem auf den Weihnachtsmarkt.

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