Schäferhund-Dame Ulme vom Klostergarten wurde auf der Bundessiegerzuchtschau in Nürnberg Weltmeister.
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Schäferhund-Dame Ulme vom Klostergarten wurde auf der Bundessiegerzuchtschau in Nürnberg Weltmeister.

Sieg bei Zuchtschau

Schäferhündin Ulme aus Künzell gehört zu den schönsten Hunden der Welt

  • Leon Weiser
    VonLeon Weiser
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Die Schäferhündin Ulme vom Klostergarten aus Künzell gehört zu den schönsten Hunden der Welt. Sie hat sich auf der diesjährigen Bundessiegerzuchtschau in Nürnberg gegen 257 Hunde in ihrer Klasse durchgesetzt und sich den Weltmeistertitel gesichert.

Künzell - „Es geht nicht besser. Ich habe das erreicht, was ich erreichen wollte“, sagt der 61-jährige Martin Möller aus Künzell (Fulda) über den gewonnenen Weltmeistertitel. Dem Hobbyzüchter gehört die Schäferhündin Ulme vom Klostergarten. Er hat sie im März 2018 im Alter von acht Wochen erworben und aufgezogen.

Inzwischen ist sie 3,5 Jahre alt. Möllers Leidenschaft für Schäferhunde besteht seit 50 Jahren, da sein Vater Zuchtwächter war und Möller mit Hunden groß geworden ist. Er ist zudem seit 50 Jahren Mitglied im Verein für Deutsche Schäferhunde der Landesgruppe Hessen-Nord. „Ulme ist seit Jahren der schönste Hund in Nordhessen“, erklärt Hermann Wahl, Zuchtwart des Vereins. (Lesen Sie hier: Erstes Hundeschwimmen in der Ulsterwelle in Hilders)

Auch ein Champion ist nichts ohne sein Team: Besitzer Martin Möller und Sabine Karges freuen sich mit der Schäferhündin über den Titel.

Hinter dem Erreichen des Titels steckt laut Möller Arbeit, Fleiß und Schweiß. Für die Bundessiegerzuchtschau (BSZ) 2021, bei der die Tiere ausgestellt werden, habe er mit seinem Team teilweise drei- bis viermal die Woche mehrere Stunden trainiert. Zum Team gehören seine Freundin Sabine Karges und Andre Ehrig. „Bei der Schau muss man vieles beachten, weil es nicht nur um das Aussehen der Hündin geht“, erklärt Möller.

Fulda: Weltmeisterin aus Künzell - Schäferhündin Ulme ist schönster Hund der Welt

In die Bewertung zählt unter anderem der Mut und Kampftrieb sowie der Schutzdienst. Letzteres bedeutet, dass die Hündin einen Scheinangreifer stellen und an einer Flucht hindern müsse. „Das kann ich nicht alleine trainieren. Deswegen bin ich dankbar für die Hilfe“, sagt der Züchter.

Während der BSZ war der Hund laut Wahl „einer großen Belastung“ ausgesetzt, weil die Schau im Nürnberger Max-Morlock-Stadion vor Tausenden Zuschauern und mit vielen Hunden durchgeführt wurde. „Es ist etwas anderes, wenn man alleine auf dem Sportplatz trainiert, als wenn man im Stadion von vielen Menschen beobachtet wird“, beschreibt Möller. (Lesen Sie hier: Klinikum Fulda begrüßt Mitarbeiter auf vier Pfoten - Neue Therapiehunde vorgestellt)

Damit Ulme an dem Wettbewerb teilnehmen konnte, musste sie körperliche Voraussetzungen erfüllen. So wurde sie im Alter von einem Jahr geröntgt. „Es muss bei den Gelenken alles in Ordnung sein, weil sie sonst nicht an dem Wettbewerb teilnehmen darf“, erklärt Hermann Wahl. Die Röntgenbilder musste ein Gutachter überprüfen und benotete die Hündin. Bei Ulme war und ist alles in Ordnung.

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Daher durfte die Schäferhündin bereits an mehreren Wettbewerben teilnehmen. Sie erreichte ab 2019 unter anderem vier Landesgruppensiege. Diese Wettbewerbe wurden in ganz Deutschland ausgetragen. Ihre erste Teilnahme an einer BSZ war im Jahr 2019, als sie in ihrer Klasse Platz zwölf erreichte. Seitdem zählt sie zu den schönste Hunden. Zwei Jahre später holten sie und Martin Möller den Weltmeistertitel. „Es haben in ihrer Klasse 257 Hunde aus 57 Nationen teilgenommen“, erklärt der 61-Jährige.

Dass es am Ende der Weltmeistertitel geworden ist, hat Möller überrascht. „Ich habe nicht damit gerechnet. Aber die Tagesform bei Ulme war sehr gut.“ Es komme fast immer auf die Tagesform des Tieres an. „Dadurch, dass wir 2019 schon zu den besten gehört haben, hat die Jury noch genauer auf uns geachtet. Sonst hätten wir den Titel nie gewonnen“, sagt Möller.

Ob er mit Nachzuchten bei weiteren Wettbewerben teilnehmen wird, weiß er noch nicht. „Bei Ulme können wir die Generation bis 1899 zurückverfolgen. Es hat noch nie Probleme mit der Blutlinie gegeben“, erklärt der Besitzer. Eine Nachzucht sei bereits erfolgreich verlaufen, weswegen er mit dieser theoretisch an der BSZ 2022 teilnehmen könnte.

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