Irene Stallknecht bediente ihre Kunden bei den eisigen Temperaturen auf dem Wochenmarkt in Fulda.
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Irene Stallknecht bediente ihre Kunden bei den eisigen Temperaturen auf dem Wochenmarkt in Fulda.

Wenig los

Wochenmarkt in Fulda: Händler rüsten sich und ihre Verkaufswagen gegen Kälte

Wochenmarkt und Eiseskälte: Passt das zusammen? Am Mittwoch war auf dem Fuldaer Gemüsemarkt zumindest wenig los - nur sechs Anbieter und weniger Kunden als gewöhnlich. Was gut ging: Huhn für eine warme Suppe.

Fulda - „Ich schwitze am Kopf, aber die Füße sind kalt“, sagte Andrej Knez aus Bimbach. Er trotzte der Kälte lächelnd. Knez verkaufte Honig. Die Kälte schien ihn nicht zu schocken. So ging es auch den anderen Markthändlern, die an diesem kalten Morgen auf dem Wochenmarkt in Fulda ihre Produkte anboten.

Zur Mittagszeit zeigte das Thermometer in der Innenstadt in Fulda noch immer nicht mehr als minus acht Grad an. Obst, Gebäck, Gemüse und Blumen gab es an diesem Mittwoch auf dem Wochenmarkt nicht zu kaufen. „Das Obst und Gemüse wäre den Händlern erfroren“, erklärte Marktsprecher Jürgen Kemmet. Die Händler hätten es theoretisch zwar beheizen können, aber bei zu niedrigen Temperaturen ginge auch das nicht.

Wochenmarkt in Fulda: Fahrzeuge sind gut auf die Kälte vorbereitet

Die sechs Verkaufswagen standen am Mittwoch hintereinander, zwischen ihnen gab es große Lücken. Die Kundschaft wartete in großzügigen Abständen vor den jeweiligen Ständen auf dem Wochenmarkt in Fulda.

Sandra Trabert verkaufte Fisch. Und das schon seit 7 Uhr, als sich die Temperaturen sogar noch im zweistelligen Bereich unter Null bewegten. Die Zahl der Kunden auf dem Wochenmarkt in Fulda sei durch die Kälte zwar geschrumpft, aber „Fisch geht bei jedem Wetter und die Menge pro Kunde ist gleich“, erklärte Trabert. Das Plexiglas, das im Zuge der Corona-Maßnahmen angebracht wurde, habe die Wärme der Fußbodenheizung im Wagen gehalten, sagte sie. „Wir schauen, dass wir im Auto bleiben. Hier haben wir zwanzig Grad plus.“

Alle Fahrzeuge seien gut auf Kälte vorbereitet, so Marktsprecher Kemmet. Sein Käsewagen ist mit einer Handheizung an der Innenseite der Theke ausgestattet. „Das ist totaler Luxus“, sagte Verkäuferin Nadja Hein. Wie dem Fisch schade die Kälte auch dem Fleisch nicht, erklärte Daniela Hörr von der Fleischerei Birkenbach. „Dafür ist es aber teilweise festgefroren”, so Hörr. Wie an den anderen Ständen war am Mittwoch auf dem Wochenmarkt in Fulda auch bei ihr weniger los, gerade die ältere Kundschaft habe die Rutschgefahr gefürchtet, da waren sich die Händler einig.

Wegen der Kälte: Anreise zum Wochenmarkt nach Fulda für die Händler problematisch

„Ich hatte ein bisschen Angst heute Morgen, aber mit Kaffee, Tee und Suppe halte ich mich warm“, sagte Händlerin Irene Stallknecht vom Geflügelstand Petersen. Sie berichtete, dass während der kalten Tage viel Huhn für Suppe auf dem Wochenmarkt in Fulda gekauft werde.

Für die Betreiber war allein schon die Anreise zum Wochenmarkt in Fulda problematisch gewesen. „Für den Anbieter eines Brotstands gab es kein Durchkommen”, beschrieb Melanie Rottorf vom Gewerbeamt die Situation. „Unsere Händler sind hart im Nehmen. Am Samstag kommen dann Blumen- und Gemüseverkäufer, aber auch ein Brotstand”, blickte Rottorf positiv voraus.

Auch andere Berufsgruppen sind von der Kälte betroffen. Der Postbote Günther Seifert hatte dennoch gute Laune. Nach vierzig Jahren im Beruf weiß er: „Bei trockener Luft lassen sich die Temperaturen aushalten, nasskalt ist schlimmer.“ (kom, lwe)

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