Beim Auftakt des Regionalprojektes in Großenlüder (von links): Das KJC-Team um Uli Nesemann mit Mansour Al Khalil, Thomas Bill, Sophia Notarangelo Markus Vogt und Oliver Schwab sowie Bürgermeister Florian Fritzsch.
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Beim Auftakt des Regionalprojektes in Großenlüder (von links): Das KJC-Team um Uli Nesemann mit Mansour Al Khalil, Thomas Bill, Sophia Notarangelo, Markus Vogt und Oliver Schwab sowie Bürgermeister Florian Fritzsch.

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„Wohnen und arbeiten in Großenlüder“ - Neues Projekt für Arbeitssuchende gestartet

  • Ann-Katrin Hahner
    VonAnn-Katrin Hahner
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Das Kreisjobcenter Fulda hat zusammen mit dem Fachdienst Kommunaler Arbeitsmarkt ein neues Projekt gestartet: 15 Frauen und Männer aus der Gemeinde Großenlüder, die langzeitarbeitslos sind, können jetzt die Chance ergreifen, mit Hilfe des Projekts „Wohnen und arbeiten in Großenlüder“ wieder ins Berufsleben einzusteigen. 

Großenlüder - Das Kreisjobcenter hatte sowohl langzeitarbeitslose Personen als auch Unternehmen aus der Gemeinde Großenlüder (Kreis Fulda) angeschrieben und ins Lüderhaus eingeladen, um ihnen das Programm und das Team vorzustellen. Die Idee dahinter ist, mit einem regionalen Netzwerk und engmaschiger Begleitung für alle Beteiligten Erfolge zu erzielen. Aktuell sind in Großenlüderer Betrieben fast 100 Stellen unbesetzt.

Gleichzeitig leben in der Großgemeinde eine ganze Reihe von Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen seit Jahren ohne Arbeit sind und SGB-II-Leistungen beziehen. Die Aufgabe und Chance besteht darin, diese beiden Pole zu verbinden, eine nachhaltige und wohnortnahe Arbeitsmarktintegration und damit auch eine soziale Teilhabe zu erreichen.

Fulda: „Wohnen und arbeiten in Großenlüder“ - Projekt gestartet

„Wir möchten gemeinsam mit den hiesigen Unternehmen und dem Landkreis Brücken bauen und einen aktiven Beitrag gegen Langzeitarbeitslosigkeit leisten“, sagte Bürgermeister Florian Fritzsch beim Projektauftakt. „Großenlüder hat einen gesunden Branchenmix und einen hohen Anteil an mittelständischen Unternehmen, die gerade im Hinblick auf soziale Verantwortung eine besondere Rolle spielen“, sagt er. (Lesen Sie hier: Arbeitsmarktzahlen im Kreis Fulda - Schritt in Richtung Vor-Corona-Situation)

Uli Nesemann, Leiter des Fachdienstes Kommunaler Arbeitsmarkt, berichtete von den Erfolgen des Regionalprojektes, das bereits in den Jahren 2016 und 2018 in Eichenzell, Hünfeld und Neuhof durchgeführt worden ist. Dabei wurden 23 Personen, das waren knapp 40 Prozent der Teilnehmenden, in langfristige und sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse vermittelt.

„Ich bin zuversichtlich, dass dies auch in Großenlüder zu erreichen ist. Die Startbedingungen sind optimal“, sagte Nesemann und machte den Beteiligten Mut: „Wege entstehen, indem man sie geht. Es wird gewiss auch Hindernisse geben, aber Sie können sich unserer Unterstützung sicher sein.“

Engmaschige Betreuung für Rückkehr in den Arbeitsmarkt

Projektleiter Markus Vogt, das Betreuungsteam mit Sophia Notarangelo, Mansour Al Khalil und Oliver Schwab sowie Thomas Bill vom Arbeitgeberservice des Kreisjobcenters, erläuterten ausführlich, was die Beteiligten erwartet: Durch Gespräche und Kontaktaufnahmen ermittelt das Team mögliche Arbeitsstellen, die in aller Regel zunächst in ein Praktikum münden.

Darüber hinaus wird gemeinsam geprüft, inwieweit Qualifizierungsmaßnahmen angezeigt sind und ob die Übernahme in ein Arbeitsverhältnis möglich ist. Für Arbeitgeber gibt es diverse Möglichkeiten, entsprechende Zuschüsse zu erhalten.

Das Projekt läuft bis zum 31. März 2022. Das heißt: Die Arbeitssuchenden werden durch ein dreiköpfiges Team regelmäßig einmal pro Woche in Großenlüder aufgesucht. Darüber hinaus ist der direkte Kontakt per Mail und Telefon täglich möglich. Außerdem werden Einzel- und Gruppengespräche angeboten. (akh)

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