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Neuer Wohnraum im Waidesgrund - Beste Konzepte werden Zuschlag bekommen

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Von: Sabrina Mehler

Auf dem Areal der früheren Kleingartenanlage zwischen Ochsenwiese, Zieherser Weg und Waidesgraben will die Stadt Wohnraum schaffen. Drei Bewerber sind nun in der engeren Auswahl, die hier bauen könnten.
Auf dem Areal der früheren Kleingartenanlage zwischen Ochsenwiese, Zieherser Weg und Waidesgraben will die Stadt Wohnraum schaffen. Drei Bewerber sind nun in der engeren Auswahl, die hier bauen könnten. © Sabrina Mehler

Für das Areal im Waidesgrund hat die Stadt Fulda in einem Bewerbungsverfahren drei potenzielle Investoren ausgewählt, die künftig auf den Grundstücken bauen könnten. In dem neuen Quartier sollen rund 300 Wohneinheiten entstehen.

Fulda - Noch liegt die Fläche zwischen Zieherser Weg, Ochsenwiese und Waidesgraben brach. Ende 2018 hatte der Kleingartenverein „Waidesgrund“ seine Parzellen räumen müssen, damit die Stadt Fulda auf der insgesamt rund drei Hektar großen Fläche Wohnraum schaffen kann. Ein Entwurf des Dachauer Büros „Deffner Voitländer Architekten“, das 2017 aus einem städtebaulichen Ideenwettbewerb als Gewinner hervorgegangen war, sieht hier rund 300 Wohneinheiten vor.

Doch welche Bauherren oder Investoren die Fläche entwickeln, steht immer noch nicht fest. Dazu hatte die Stadt im vergangenen Jahr das Verfahren der sogenannten Konzeptvergabe gestartet: Um möglichst die städtebauliche, architektonische und soziale Qualität des Bauprojekts zu sichern, sollte nicht derjenige, der am meisten für das Grundstück zahlt, den Zuschlag erhalten, sondern der, der das beste Nutzungskonzept vorlegt. (Lesen Sie hier: Kein inklusives Wohnprojekt in der „L14“ - antonius will Gebäude wieder verkaufen)

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Insbesondere waren Unternehmen angesprochen, die sich auf das Gemeinwohl konzentrieren – und nicht nur auf Gewinne ausgerichtet sind.

Die Büros konnten sich auf einzelne Baufelder bewerben, in die das Areal aufgeteilt wurde und die zwischen 2110 und 5050 Quadratmeter groß sind. Meist haben sich die Interessenten auf mehrere Baufelder beworben. Mittlerweile ist das Verfahren abgeschlossen. „Von sieben Bewerbern konnten sich drei Bewerber für die Stufe 2 qualifizieren“, erklärt Magistratspressesprecher Johannes Heller auf Anfrage.

In einem nächsten Schritt werden die Entwürfe gemeinsam mit der Stadt bis Ende Mai erarbeitet. In Werkstattgesprächen sollen sie mit allen Teilnehmern architektonisch abgestimmt werden. Diejenigen Bewerber, die den Zuschlag erhalten, sollen im Herbst dieses Jahres bekanntgegeben werden. Dann erst werden auch die Ideen der künftigen Investoren vorgestellt.

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Mit ihnen werden Erbbaurechtsverträge abgeschlossen die eine Verpflichtung zum Bauen sowie eine anteilige Mietpreisbindung enthalten, erklärt Heller. Der Anteil an gefördertem Wohnungsbau soll pro Baufeld mindestens 30 Prozent betragen.

In dem neuen Wohnquartier werden jedoch nicht nur Wohnungen, sondern auch zusätzliche Infrastruktur entstehen: So ist im Süden des Gebiets, entlang der Baugulfstraße, eine neue Kindertagesstätte vorgesehen. Auch mehrere großzügige Grünflächen hat das Architektenbüro eingeplant. Bei der Verabschiedung des Haushalts für den Landkreis Fulda bemängelten einige Fraktionen, dass zu wenig Geld für Wohnraum bereitgestellt worden sei.

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