Bruder Thomas freute sich über das Fest und blickt zuversichtlich in die Zukunft des Fraunbergs.
+
Bruder Thomas freute sich über das Fest und blickt zuversichtlich in die Zukunft des Fraunbergs.

Bei Begegnungsfest

Zukunft des Fuldaer Frauenbergs - Antonius-Stiftung übergibt Projekt an Bürger-Verein

  • Sabrina Mehler
    VonSabrina Mehler
    schließen

Während eines bunten Begegnungsfestes im Klostergarten hat die St.-Antonius-Stiftung das Projekt „Zukunft Frauenberg“ offiziell an den Verein Freunde des Frauenbergs übergeben. Die Bilanz fällt erfreulich aus.

Fulda - Über den Tag verteilt spazierten mehr als 1000 Menschen durch den blühenden Klostergarten – und freuten sich sichtlich, dass solcherlei Begegnungen nach eineinhalb Jahren Pandemie wieder möglich sind. Neben dieser Tatsache und dem schönen Wetter gab es einen weiteren Grund der Freude.

Die Antonius-Stiftung blickte auf die vergangenen Jahre der erfolgreichen Kooperation von antonius und den Franziskanern zurück. Stiftungsratsvorsitzender Dr. Alois Rhiel, der den Festakt moderierte, dankte all jenen, die die Zusammenarbeit mit Leben gefüllt hatten. Gerhard Möller, Vorsitzender der Stiftung, erinnerte daran, was in den vergangenen fünf Jahren passiert ist. Besonders bedeutsam seien das Café Flora, ein Musterbeispiel für Inklusion, aber auch die Herstellung eines rollstuhlgerechten Eingangs an der Klosterkirche.

Ziel sei es immer gewesen, den Frauenberg als „gastliches und geistliches Haus“ zu erhalten. Dabei wurden viele Arbeitsplätze geschaffen, so Möller. Gleichzeitig hätten die Franziskaner „ein Stück Präsenz in der Region wiedergefunden“. Jetzt sei es Zeit, das Projekt „Zukunft Frauenberg“ an eine neue „bürgerschaftliche Bewegung“ zu übergeben. Er hoffe, dass sich auch weiterhin am Frauenberg „viel bewegen wird“. (Lesen Sie hier: Bücher-Rückkauf der Fuldaer Franziskaner Bibliothek)

Fulda: Zukunft des Frauenbergs - Stiftung übergibt Projekt an Bürger-Verein

Das versprach Christoph Jestädt vom Vorstand des vor zwei Jahren gegründeten Vereins Freunde des Frauenbergs, der rund 110 Mitglieder zählt. Er sprach von einer „Herzensangelegenheit“: „Wir brauchen diesen Ort der Begegnung, an dem viele Menschen zur Ruhe kommen.“ Ihm stimmte sein Vorstandskollege Andreas Kanne zu, der den Frauenberg als „Kleinod der Besinnung“ bezeichnete. Er gab zudem einen Ausblick darauf, welche Ideen es gibt: So sollen im Klostergarten kleine Ruhenischen entstehen.

Auch aus Wiesbaden war ein Redner gekommen: Staatssekretär Dr. Manuel Lösel zeigte sich zum einen sehr erfreut, dass dieses Begegnungsfest in Präsenz gefeiert werden kann. Zum anderen dankte er den Mitarbeitern, Spendern und Bürgern Fuldas – und gab dabei den Dank des hessischen Ministerpräsidenten samt einer kleinen Spende aus dessen „Schatulle“ weiter. Lösel appellierte: „Kommen Sie auf den Frauenberg! Schöner geht es nicht in Hessen.“

Die „Wiederbelebung eines Kulturguts“ würdigte die Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann, die für die politischen Gremien sprach. Den Frauenberg als einen Raum der Begegnung zu erhalten, sei bereichernd. Dies erfordere aber Unterstützung, Kreativität, Mut und Zuversicht. Dafür, dass das Projekt zu einem Erfolg geworden sei, dankte sie herzlich. (Lesen Sie auch: Sonderführungen zum Frauenberg)

Antonius-Stiftung startet neues Projekt „gemeinsam wachsen“

Christian Bayer, Geschäftsführer von antonius : gemeinsam begegnen, freute sich ebenfalls, dass hier Türen aufgestoßen worden seien, damit Menschen mit Behinderung Arbeit finden und Teilhabe an der Gesellschaft erfahren.

Zwar geht damit nun das „Projekt Frauenberg“ für die Antonius-Stiftung zu Ende, aber ein neues ist längst in Planung: das Projekt „gemeinsam wachsen“. Auch dieses rückt Menschen in den Fokus, die aufgrund ihrer Behinderung bisher keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hatten. Für sie sollen in Haimbach in einem Gewächshaus Arbeitsplätze geschaffen werden, erklärte Peter Linz, der Leiter des Antonius-Hofs, gegenüber unserer Zeitung.

Zu Beginn des Begegnungsfestes hatte ein Gottesdienst unter freiem Himmel stattgefunden. Zelebrant war Bruder Markus, Provinzialvikar der deutschen Franziskanerprovinz aus München. Später nutzten die Besucher und Besucherinnen bis in die späten Nachmittagsstunden die Gelegenheit, verschiedene Stände mit Frauenberg- und antonius-Produkten zu durchstöbern und auch die kulinarischen Köstlichkeiten zu genießen.

Das könnte Sie auch interessieren