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Fuldaer Expertin gibt Ernährungstipps in Corona-Zeiten

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Das Coronavirus hat deutliche Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten der Menschen. Vielerorts prägen Hamsterkäufe das Bild in den Supermärkten. Doch was ist wirklich sinnvoll, um eine längere Zeit zu Hause oder eine Quarantäne gut zu überstehen?

Grundsätzlich empfiehlt Zimmermann, gewisse Nahrungsmittel immer – egal ob Krise oder nicht – zu Hause zu haben. „Rüben, Kartoffeln und Karotten sind wichtig. Ich selbst habe auch immer etwas Hafermilch sowie Mais oder Kidneybohnen aus der Dose oder dem Glas im Regal. Mit solchen Zutaten kann man schnell sehr nahrhafte und einfache Gerichte kochen“, weiß Zimmermann. Zudem biete es sich bei Suppen oder Eintöpfen an, eine größere Portion zu kochen und diese dann einzufrieren.

Sich mit Kräutern auseinandersetzen

Vor allem Zwiebeln seien wahre Vitamin C-Bomben, genauso wie Knoblauch. Laut der Expertin gehören darüber hinaus in die Vorratskammer Kürbisse, Eier und Zitrusfrüchte. „Auch eine Kiste mit Äpfeln versorgt über einen langen Zeitraum hinweg mit Nährstoffen.“ Prinzipiell solle man in den kalten Wintermonaten, in denen man schneller erkranke, auf viel Vitamin C und D sowie Zink zurückgreifen. „Gerade bei einem Virusinfekt spielt die Ernährung eine große Rolle, da dieser den Körper sehr schwächen kann.“

Nicht vergessen sollte man neben den typischen Grundnahrungsmitteln Saaten und Nüsse (schon wegen der einfachen Lagerung) oder auch verschiedene Kräuter, etwa zum Würzen und Verfeinern: „Unsere Natur bietet uns so unglaublich viele leckere Dinge, zum Beispiel Bärlauch, Brennesselspitzen, Giersch oder Schafgarbe. Vielleicht bekommt der eine oder andere ja momentan in seiner freien Zeit Lust, sich damit auseinanderzusetzen.

Experimentierfreude lohnt sich

Es gibt im Internet viele Seiten, auf denen erklärt wird, wie welches Kraut aussieht“, schlägt Zimmermann vor. Darüber hinaus solle man sich nicht davor scheuen, in der Küche mal Neues auszuprobieren. „Experimentieren Sie mit Nahrungsmitteln, und beziehen Sie dabei auch bewusst den Nachwuchs mit ein. Gemeinsames Kochen verbindet.“

Die Fuldaerin vermutet, dass die Coronakrise gerade in Sachen Ernährung und Nachhaltigkeit einige Aha-Effekte mit sich bringen wird. „Das war schon damals in der Ölkrise so. Plötzlich konnten alle Fahrrad fahren und zu Fuß gehen.“ Zudem sieht sie in dieser nie dagewesenen Situation eine Chance, die freie Zeit mit Sinn und Verstand zu gestalten. „Unsere Gesellschaft lebt in einem Hamsterrad. Nun können wir versuchen, im eingeschränkten Alltag achtsamer und dankbarer zu sein – und ein Stück weit gesünder zu leben“, so Zimmermann.

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